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  • Hallo erstmal,
    wie ihr unschwer erkennen könnt bin ich neu in diesem Forum.^^
    Ich selbst bin atheistisch veranlagt und interessiere mich sehr für die Philosophien von LaVey sowie Nietzsche und fühle mich mit diesen aus meinem atheistischen Weltbild heraus sehr wohl. Aufgrund meiner Nähe zu den Ansichten LaVey´s würde ich mich jedoch noch nicht als Satanist bezeichnen (zumindest jetzt noch nicht ) sondern eher als Sympathisant.
    Ich habe mich jetzt nun etwas in dieses Forum eingelesen und bin eben auf diesen Thread gestoßen.
    An dieser Stelle will ich gleich mal sagen, dass IMHO hier im Forum ernst gemeinte und offene Diskussionen möglich sind, was genau das ist was ich suche.

    Aber kommen wir zum Thema:
    Die Flüchtlingsfrage ist meiner Meinung nach eine komplexe Frage, die mich immer wieder zum Nachdenken anregt und eine Kalibrierung meiner Weltanschauung erfordert.
    Auch wenn dieser Thread schon gut ein Jahr alt ist, das Thema ist noch immer hoch aktuell. So will ich auch meine Gedanken dazu äußern und hoffe es ließt noch wer, der an einem Austausch / Diskussion über dieses Thema interessiert ist.

    Zunächst möchte ich Instant Karma recht geben.
    Mir geht es genauso, was interessiert mich ein Flugzeugabsturz irgendwo auf der Welt oder ein Erdbeben in Indien oder ein Mord in den USA. Natürlich! es sind schlimme Ereignisse, von denen ich hoffe, dass ich selbst oder mir nahe stehende Personen niemals betroffen sind. Aber trauern um fremde Menschen die durch Umstände ums leben kamen welche außerhalb meines Einflusses liegen halte ich dann doch für sinnlos. In der Tat empfinde ich es oft als Heuchelei wenn Menschen in Reaktion auf solch ein Ereignis Ihr Facebook Profilbild in Landesflaggen ändern oder rührselige Kommentare schreiben.
    Ich bin davon überzeugt das die Mehrheit der Leute solches Verhalten nur aus reinem selbstdarstellerischen Zwecke tut " seht her ich trauere" in Wirklichkeit aber ebenso keine Trauer empfinden wie ich.

    Nun was die Flüchtlingsfrage angeht hat sich das ganze ja nun weiterentwickelt. Es geht nun nicht mehr allein um die, die im Mittelmeer ertrinken sondern auch um die, die schon da sind. Hier geht es nun um die folgenden Fragen ... Lässt man Sie bleiben ? Leistet man ihnen Hilfe ? Muss man vielleicht sogar angst vor ihnen und ihren (mittelalterlichen) islamischen Vorstellungen haben ?

    Das ist eine Diskussion die in letzter Zeit häufig in meinem Freundes und Bekanntenkreis aufkommt.
    Bevor ich meine Meinung dazu erörtere, möchte ich kurz von einem Umstand berichten welcher mir in diesem Zusammenhang des öfteren aufgefallen ist. Mein Bekannten und Freundeskreis ist überwiegend christlich geprägt, was ich selbst irgendwie fast schon mit Überraschung feststellen musste. Nicht jeder ist sich dessen bewusst, dass seine Ansichten im Kern christlicher Natur sind aber es gibt auch immer die bekennenden Christen die, die also vorgeben bewusst das Christentum zu leben und danach zu handeln.
    Genau bei den letzteren Personenkreis ist mir eine Heuchelei, ähnlich der oben erwähnten Heuchelei auf Facebook, aufgefallen. Viele dieser angeblichen Christen schwafeln von Toleranz, Vergebung, Nächsten Liebe etc. einige gehen sogar in die Flüchtlingsunterkünfte und helfen dort im Namen ihrer Kirche (was ich sogar löblich finde). Spricht man sie dann aber im privaten, reden sie plötzlich vom Wohl der Gemeinde und das diese Flüchtlinge hier nichts zu suchen haben, man sollte sie abschieben , ertrinken lassen, den Eingang nach Europa verwehren etc. oftmals ist auch die Angst vor dem Islam spürbar.
    Ich persönlich empfinde das als maßlose und abscheuliche Heuchelei, das eine predigen das andere meinen und das noch vollkommen gegen ihre angeblichen Überzeugungen.

    Nun sei es drum.
    Der nächste Punkt in dem ich dir recht gebe ist "Außerdem: Wenn wir erstmal damit anfangen, den Tod durch unterlassene Hilfeleistung direkt vor unserer eigenen Haustür in Kauf zu nehmen, ist es nicht mehr so weit weg, dies auch innerhalb der eigenen vier Wände zu tun."
    Ich persönlich bin durchaus "pro Asyl" (reine Wirtschaftsflüchtlinge ausgenommen) zumindest in einem gewissen Rahmen. Ich sehe auch wirklich kaum Nachteile wenn ein paar (nicht alle) hier bleiben, (Zuwanderung ist Bestandteil und Erfolgsfaktor vieler großen Nationen gewesen und ist es noch immer
    z. B. Rom oder aus der heutigen Zeit die USA) natürlich unter gewissen Bedingungen und Voraussetzungen.
    Diese Bedingungen und Voraussetzungen sind natürlich die absolute Integration und Anpassung an die hiesige Gesellschaft, sowie eine bekennende Ablehnung von Vorstellungen wie der , der Ungläubigen, Homophobie, Frauenfeindlichkeit etc. im Ideal Fall sogar eine Ablehnung des gesamten Islam. Wer dies nicht kann und meint sein Islamisches Weltbild hier ausleben zu müssen, sollte ohne Gnade abgeschoben werden.

    Ich möchte das auch noch etwas näher begründen da deine Frage ja auf den Umgang in Hinsicht des Satanismus abzielt. Auch wenn ich mich wie oben erwähnt eher als Sympathisant sehe.

    Also ziehe ich LaVey´s Grundsätze heran und versuche diese auf die Flüchtlingsfrage anzuwenden. Kommt mir der 4. Grundsatz in den Sinn.

    Satan bedeutet Güte gegenüber denjenigen, die sie verdienen, anstatt Verschwendung von Liebe an Undankbare

    Ich sehe es so : Wenn ein Flüchtling nach Europa kommt und gewillt ist sein Leben hier in Frieden mit uns allen zu leben ohne dabei uns missionieren zu wollen oder andere durch seinen Glauben zu Unterdrücken (ala Schariapolizei, Kopftuch, Burka etc. ). Dann ist das meiner Meinung nach ein Zeichen der Dankbarkeit. Er ist dankbar nicht zurück in den Krieg zu müssen und sollte von uns aufgenommen werden.

    LaVey spricht auch von Mitleid denen gegenüber, die nicht aus eigener Schuld in eine missliche Lage geraten sind.

    Ich bin der Meinung das der normale Bürger nichts für Krieg kann. Das es in Syrien und wie die Länder alle heißen momentan Krieg gibt lässt sich ja nun wirklich nicht abstreiten.

    dann möchte ich die 3. Regel der elf satanischen Regeln anführen.

    Wenn du dich in den Räumlichkeiten eines anderen aufhältst, erweise ihm Respekt oder geh nicht dort hin.

    Dies richtet sich eher an die Flüchtlinge außerdem würde ich Räumlichkeiten in diesem Fall mit Land ersetzen.
    Das habe ich oben ja schon ausgeführt und sollte keiner weiteren Erklärung bedürfen. In Folge dessen, ebenfalls eher an die Flüchtigen selbst gerichtet aber auch an uns, will ich noch erwähnen

    Wenn du in offenem Gelände unterwegs bist, belästige niemanden. Wenn dich jemand belästigt, fordere ihn dazu auf, dies zu unterlassen. Wenn er nicht damit aufhört, vernichte ihn.

    auch das hab ich oben schon implizit mit erwähnt.

    Zu guter letzt möchte ich auch darauf hinweisen, das jeder für seine Schuld Verantwortung zeigen muss.

    Haben wir Schuld an diesem Krieg vor dem die Menschen dort fliehen ? JA definitiv !
    Nicht wir einzelnen Bürger aber als Staat oder als politisches Konstrukt das sich "der Westen" nennt definitiv.
    Die Flüchtlingswelle ist eine unmittelbare Folge dieses Krieges also müssen wir nun auch damit Leben.

    Das ist alles was ich zu diesem Thema sagen kann.
    Wie sieht es mit den anderen aus ? Hat sich eure Meinung von vor einem Jahr geändert oder eher verschärft ?
    Vielleicht ergibt sich ja doch noch die ein oder andere Interessante Diskussion.

    Viel Grüße

    Old_Dirty_Bob

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