#1

teuflische Umgekehrtheit

in religiöser Satanismus 06.03.2011 19:24
von RAFA | 1.191 Beiträge

zur Zeit geht mir Satan-Ahriman echt auf den (nicht vorhandenen) Sack, hey! Er geht nämlich die Ziele auf "umgekehrte" Weise an.

Beispiel: Ich hab - wie wohl jeder andere auch - keinen Bock auf Arbeit. Meine Lösung ist deswegen, jetzt noch zwei, drei Jahre ordentlich reinzuschuften, weil dann hab ich es nämlich so weit geschafft, dass ich mich zur Ruhe setzen kann und die paar Jährchen bis zur offiziellen Rente finanziell überbrücken kann. Klar: Eigentlich ist es paradox, "ordentlich reinzuschuften", wenn man nicht arbeiten will. Ich hoffe, ich habs bei euch mit normalen Menschen zu tun, denen ich das aber nicht lang erklären muss, warum ich "ordentlich reinschufte", wenn ich doch grad das Gegenteil, nämlich NICHT mehr arbeiten will.

Ahrimans Lösung ist in dem Fall: einfach zu arbeiten aufhören.

Leuz, ich sags euch, ich hab von diesem Idioten langsam derartig die Schnauze voll! Der spreizt sich wie ein Spreißel gegen jegliche konsequenzberechnende Logik, dass ich echt das Kotzen krieg. Längst bin ich dazu übergegangen, meine Ziele auf eigene Faust zu entscheiden und sie gar nicht mehr lang mit ihm zu bequatschen, weil mir sein Gequatsche dazu einfach nur die Nerven raubt. Man kann es im Allgemeinen direkt in die Tonne weiterleiten.

Jetzt steht die große Frage: Was kann ich denn nun mit einem Gegenüber anfangen, das die Option "Ziel(strebigkeit)" hartnäckig ignoriert? Für alles, was in irgendeiner Weise zielgerichtet ist, ist er einfach nicht zu gebrauchen. Macht mal Vorschläge!


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#2

RE: teuflische Umgekehrtheit

in religiöser Satanismus 06.03.2011 20:16
von Daelach | 1.214 Beiträge

Na eigentlich hat er doch recht. Daß Du arbeitest, obwohl Du damit aufhören willst, ergibt auch erst dann Sinn, wenn man hinzunimmt, daß Deine Abneigung gegen ein Pennerleben noch stärker ist als die gegen Arbeit, und Du Dich deswegen zunächst mal für Arbeit entscheidest. Als nonlokales Wesen hat Ahriman da gut reden - weiß der überhaupt, wie sich auch nur ein verregnetes Festival anfühlt, geschweige denn ein Straßenleben? Vielleicht hat er ja in Mesopotamien nie ein total durchregnetes und verschlammtes Wacken erlebt.. (-;

Vielleicht sagt er ja was Anderes, wenn Du ihm das Problem genauer präsentierst? Wenn man sich nicht zwischen zwei Sachen entscheiden kann, muß man eben einen Kompromiß suchen. Sollte er mit dem Begriff "Kompromiß" nicht sonderlich viel anfangen können, sondern mehr nach alles-oder-nichts ticken, dann ist er für solche Sachen vielleicht nicht der beste Ratgeber.


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#3

RE: teuflische Umgekehrtheit

in religiöser Satanismus 06.03.2011 23:59
von RAFA | 1.191 Beiträge

Zitat von Daelach
eigung gegen ein Pennerleben noch stärker ist als die gegen Arbeit, u


richtig.
Selbstverständlich.
Und ich krieg echt absolut den Koller, wenn ich Selbstverständlichkeiten erklären soll, besonders, wenn es dabei auch noch um Dinge geht, die mir wirklich auf der Leber liegen! In dem Sinn bin ich dir jetzt ehrlich dankbar, dass du mich in diesem Punkt anscheinend verstehst und nicht irgendeinen abgehobenen Sülz ala Konstruktivismus bringst oder sonst was, was meilenweit an meinem Punkt vorbeischießt.

Zitat von Daelach
Als nonlokales Wesen hat Ahriman da gut reden


So ist es! Wenn ich nichts anderes zu tun hätte als je nach Lust und Laune irgendwelchen Sterblichen göttliche Weisheiten zu fressen zu geben, dann säh ich das wohl auch ganz locker und tät doof herumklugscheißen. Nur hab ich für meinen Teil wiederum keinerlei Bock, auf solche abhobenen Geisteszuständen von irgendwelchen dahergelaufenen Göttern Rücksicht zu nehmen, insbesondere nicht, wenn mich ein Thema auch wirklich berührt.

Zitat von Daelach
Mesopotamien nie ein total durchregnetes und verschlammtes Wacken erlebt.. (-;


wahrscheinlich nicht!
Dieses Weichei...!

Pf.
Der kann ja überhaupt nicht mitreden! Was nervt er da die Menschen mit seinem abgehobenen Gesülze?! :ärger:

Zitat von Daelach
Vielleicht sagt er ja was Anderes, wenn Du ihm das Problem genauer präsentierst


So ist es auch.
Es ist eben wieder das alte Spielchen: Er möchte einfach, dass ich mich mit ihm auseinander setze - egal zu welchem Thema.

Für mich gibt es aber nur 2 Arten von Themen: Smalltalk - dann kann ich auch mal einen Blick auf die Person des Gegenübers werfen (oder auch nicht, weil mich das Ganze zu sehr langweilt) - oder Substanz - und dann geht es mir rigoros ums Thema und ich verlier die Nerven, wenn ich erst noch 1+1 erklären soll. Soll er halt googeln, der Depp! Ey, da krieg ich echt eiiinen Hals (bei allem Witz), sorry.

Zitat von Daelach
Sollte er mit dem Begriff "Kompromiß" nicht sonderlich viel anfangen können, sondern mehr nach alles-oder-nichts ticken, dann ist er für solche Sachen vielleicht nicht der beste Ratgeber.


Doch doch: Er ist durchaus zu Kompromissen bereit, aber - entschuldige! - warum in aller Welt sollte ich mal wieder ein paar Jahre dem Herrn Gottheit von und zu Abgehoben in mühseliger Streiterei das kleine Einmaleins beibringen, wenn ich ihn auch einfach im Eck stehen lassen und durchziehen kann, was ICH für richtig halte? *fuck* Bloß dann zickt er wieder rum und lässt mich auflaufen... ey, der KOTZT mich an, ehrlich! Sowas für mein Leben Kontraproduktives wie dieses abgespacete Arschloch, hey!

Sein Ziel? Mit mir zusammen ein soziales Gefüge und eine Gemeinschaft zu bilden. Ja gut: und was krieg ICH dafür??
Ewiges Leben vielleicht, dämonische Kräfte, oder sonst irgendwas, was ich neckisch fände?
Nein: Er meint, der Weg ist das Ziel und das soziale Gefüge an sich wär's bereits. Na toll! *fuck*
Und ich kann aus seinem "Spaziergang" nicht aussteigen, weil ich - ehrgeizig, wie ich nun mal bin - mein Wort halten will und das durchzieh bis das Ziel erreicht ist, das ICH sehe und anstrebe, nämlich die Erfüllung seiner "Sozialgefüge"-Aufgabe. Aber eins sag ich dir: ICH ... lebe nur für die Zeilen dazwischen! *ärgerärger*


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#4

RE: teuflische Umgekehrtheit

in religiöser Satanismus 07.03.2011 07:51
von Daelach | 1.214 Beiträge

Zitat
In dem Sinn bin ich dir jetzt ehrlich dankbar, dass du mich in diesem Punkt anscheinend verstehst und nicht irgendeinen abgehobenen Sülz ala Konstruktivismus bringst oder sonst was, was meilenweit an meinem Punkt vorbeischießt.



Naja, das eine ist halt der Ansatz, die Welt grundsätzlich zu verstehen, aber das andere ist die Praxis, wo die Konto-Aufmunitionierung am Ende des Monats ganz gut funktioniert. Ist ja nicht so, daß diese Art Bindung nur hinderlich wäre, sondern mit der Kohle kann man ja auch eine Menge interessanter Sachen machen, die ein Bettelmönch nicht tun kann. Gut, der wird die auch als überflüssig ansehen, aber wenn ich schon in dieser Existenz bin mit all diesen komischen Eigenarten materieller Art, dann will ich auch die Bonbons davon haben und nicht nur die Zahnschmerzen (-:

Zitat
Nur hab ich für meinen Teil wiederum keinerlei Bock, auf solche abhobenen Geisteszuständen von irgendwelchen dahergelaufenen Göttern Rücksicht zu nehmen, insbesondere nicht, wenn mich ein Thema auch wirklich berührt.



Ich kann bei Seth auch nicht immer darüber lachen, was er so zu dem meint, was ich für Probleme halte. Oder hielt, inzwischen ist es da auch besser geworden. Aber nicht, weil ich mir seine Perspektive zueigen gemacht hätte, sondern weil ich mir ne Lösung gesucht habe. Wobei man freilich sagen kann, daß genau das auch der Sinn daran war, denn wenn ich kein Problem gehabt hätte, hätte ich auch keine Lösung suchen brauchen. Hinterher kann ich schion drüber lachen, aber nicht währenddessen. Deswegen suche ich mir normalerweise erstmal selber ne Lösung.

Andererseits kann so eine nonlokale Perspektive schon interessant sein, wenn man von ihr nicht unbedingt Praxistips erwartet, denn woher sollen die schon kommen? Für das Lokale hier bist Du als lokal existierendes Wesen ja die Expertin, nicht Ahriman. Selbst wenn man unterstellen würde, daß er sowas auch irgendwann mal gehabt haben sollte, ist er doch aus der Praxis völlig draußen. Von einem Automechaniker, der vor 50 Jahren zum letzten mal an ner Karre geschraubt hat, würde ein aktiver Tuner auch nicht unbedingt Tips annehmen. Aber die Geschichten in Richtung "ach ja, irgendwann im letzten Jahrhundert hatten wir auch mal nen Fall.." können trotzdem unterhaltsam sein. Aber nur, wenn man nicht mehr davon erwartet als nen wenig Döntjes.

Zitat
Nein: Er meint, der Weg ist das Ziel und das soziale Gefüge an sich wär's bereits. Na toll! *fuck*



Ist ja in gewisser Weise auch richtig. Aber man muß eben doch unterscheiden, daß ein Kumpel für Klönschnack übers Leben der richtige Ansprechpartner ist, nur ist ein Kumpel deswegen nicht gleich ein Fachmann für irgendwas. Wenn Du mit Ahriman über irdisches Leben redest, kannst Du Dir wohl nicht mehr fundierten Rat erwarten, als wenn Du mit dem netten Nachbarn über Zahnschmerzen schnackst. Letzteres kann auch ok sein, um über Zahnschmerzen zu reden - aber nicht, um sie wegzukriegen, da ist der Zahnarzt das Bessere. (Ich liebe Zahnärzte, allein die sind schon ein Grund, nicht als mittelloser Bettelmönch zu leben, dicht gefolgt von Armyshops). Aber das kann man dem Kumpel ja nicht übelnehmen.

Vielleicht ändert sich Deine Wertung, wenn Du nicht annimmst, daß Ahriman für alles der Fachmann sein muß? Sondern daß in Sachen "irdisches Leben" DU die Expertin bist und nicht er? Ist doch klar, daß nix Praxistaugliches rauskommt, wenn man als Experte einen Laien befragt. Trotzdem kann man gut mit ihm abhängen, in der Freizeit.


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#5

RE: teuflische Umgekehrtheit

in religiöser Satanismus 27.03.2011 21:12
von Casanova | 21 Beiträge

Die Umgekehrtheit ist ein durchgehendes Charakteristikum beim Satanismus. Das faengt schon beim kath. Gebet des Vaterunsers an, das bei Satanistischen Ritualen - auch in der Modern Church of Satan, wo ich auch kuze Zeit war- verkehrt herum gebetet wird. Eine Libertine (Titel der Priester bei MCS) namens Cetin, hat mich Euch empfohlen. Die christlichen Rituale verkehrt zu celebrieren war im Sinne von La Vey, dem Gruender der Church of Satan. Er war der Meinung, dass im Christentum alles falsch gemacht wird und dass man wenn man alles richtig machen wollte saemtliche Taetigkeiten der Christen verkehrt erledigen muesste. Wenn man die Verkehrtheit des Denkens und Hadelns bis in letzte Konsequenz verfolgen wuerde, muesste man das Leben mit dem Tod beginnen, doch das waere eine zu ueberspannte Dekweise, die dem Wesen des Satanismus nicht entspricht. Ich bin in einem katholischem Internat kurze Zeit erzogen worden. Dort wurde uns Zoeglingen eingetrichtert, dass der Satan der Urvater alles Schlechtem Uebels waere. Doch kann man dasselbe nicht auch von Gott behaupten. Jetzt in Japan diese furchtbare Flutwelle und das Erdbeben. Das hat alles dieser Gott zugekassen, der allmaechtig sein soll. Oder die Menschenmassen-Vernichtung unter Hitker, oder die furchtbaren technischen, blutigen Kriege, das hat alles dieser barmherzige Gott zugelassen. Und wenn man der Bibel Glauben schenken darf: dieser Gott hat sogar seinen eigenen Sohn von den Menschen kreuzigen lassen, der Gipfel an Grausamkeit. Also wenn man alles dies bedenkt und nicht voreingenommen ist, muss einem der Teufel, der nur einmal Gott widersprochen hatte und deshalb von diesem verdammt wurde, sympatischer erscheinenen als Gott.

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#6

RE: teuflische Umgekehrtheit

in religiöser Satanismus 28.03.2011 00:23
von System-Karzinom (gelöscht)
avatar

@Howienova:

Zitat
Doch kann man dasselbe nicht auch von Gott behaupten. Jetzt in Japan diese furchtbare Flutwelle und das Erdbeben. Das hat alles dieser Gott zugekassen, der allmaechtig sein soll.



Wer sagt das? Doch nur die, die an diesen "Gott" glauben, nicht wahr? Für andere - also auch viele Japaner, die NICHT christianisiert sind - , stellt sich diese Frage erst gar nicht. Somit hat auch kein "Gott" etwas zulassen können, weil er nur von bestimmten Kulturkreisen überhaupt gedacht wird.

Zitat
... das hat alles dieser barmherzige Gott zugelassen.



Nein, denn "barmherzig" ist er nur im christlichen Kontext und existent nur im abrahamitischen. Nur wenn Du bereit bist, den Scheiß zu glauben, kannst Du einem "Gott" vorwerfen, daß er etwas zulassen würde, denn nur dann existiert "er" in der von Dir erwähnten Form.

Zitat
Und wenn man der Bibel Glauben schenken darf: dieser Gott hat sogar seinen eigenen Sohn von den Menschen kreuzigen lassen, der Gipfel an Grausamkeit.



In der Bibel bzw. dem NT (denn darum geht es hier) steht nicht, daß Yeshuah bzw. Jesus Sohn "Gottes" sei. Da wirst Du schon dem Katechismus bzw. dem Volksglauben glauben müssen, wenn Du das als Faktum setzen willst.

Zitat
... muss einem der Teufel, der nur einmal Gott widersprochen hatte und deshalb von diesem verdammt wurde, sympatischer erscheinenen als Gott.



Satan ist ein Sammeltitel. Gähn, ich weiß nicht, wie oft ich das schon geschrieben habe ... Traurig, daß es noch immer notwendig ist. Darum ist Satan im AT weder ein Individuum, noch widersprach er einem "Gott" (von dem im hebräischen Tanakh auch keine Rede ist).

Bitte erst informieren, dann schmieren.




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