#1

Jenseits von Magie

in allgemeine, religiöse Themen 30.01.2011 00:00
von Daelach | 1.214 Beiträge

Zunächst mal: Wenn ich eines in diesem Thread NICHT will, dann ist das triviales Geplapper, und ganz besonders nicht von "Magiern". Stille ist dem vorzuziehen. Ich erhoffe mir hier v.a. Beiträge von System-Karzinom und sinistercurrent, denn wie ich es sehe, sind das diejenigen, die hierzu am ehesten etwas Sinnvolles beitragen können. subzero könnte vielleicht auch, weiß ich noch nicht.


Ja, all diese netten Symbole, die unzählige Wege so haben. Stein der Weisen. Alchemie. Und so.

Ich weiß, wie der Weg aussieht, ich habe hinter die Symbole gesehen. Aber ich weiß auch, daß ich den Weg nicht gehen kann, solange "ich" bin. Ich bin es, der im Weg steht. Ich kann weitergehen, und ich habe es getan. Aber ich weiß nicht, wie der Weg aussah, denn als der Weg war, war ich nicht - und jetzt, wo ich bin, ist der Weg nicht.

Ein echtes Problem. Ich bin zu einer Ebene vorgedrungen, wo all diese Symbole für mich keinen Nutzen mehr haben. Keine Steine der Weisen, keine Zauberei, keine Alchemie. Oh, und erst recht nicht Vernunft. Ich habe hindurchgesehen. Allerdings bringt mich das nicht weiter.

Ich erkenne alles als Maya, und ich weiß, daß das "ich erkenne" ein Teil von Maya ist.

Ich kann loslassen, und ich habe es getan. Aber wenn da kein "ich" mehr ist, das etwas erinnern könnte, Egotod und so, dann ist da auch keine Erinnerung. Es geht nur darum, die reine Existenz zu erfahren, und auf eine Weise auch Disexistenz (was nicht dasselbe ist wie Nichtexistenz). Ein Zustand, den ich fürchte (allerdings nur als "ich") und doch begehre.

Wenn ich von der Erleuchtung zurückkomme, fühle ich mich nicht verändert. Natürlich nicht. Wie könnte ich auch, denn es bin ja immer noch ich.

Ich will aus den Begrenzungen der Existenz ausbrechen, und ich weiß, daß ich noch im Wunsche, diese Grenzen zu überwinden, sie selbst errichte. Und trotzdem! Dieses herausfordernde "und trotzdem" macht das Leben wertvoll für mich.

Manchmal wünscht ich, ich wäre nicht soweit gegangen. So wie vielleicht ein einfacher Christ. Verflucht sei dise Intelligenz, aber sie ist das, was mich ausmacht. Ich kann nicht verweilen, und wo immer ich hingehe, trage ich meinen größten Segen und meinen größten Fluch mit mir: MICH.

Ich bin Gefängnis und Gefangener zugleich; ich könnte nur um den Preis meiner selbst ausbrechen. Aber selbst wenn ich dies tat, wußte ich nichts mehr, weil ich nicht mehr war.. und nun weiß ich nichts, weil diese Erfahrungen von da sind, wo das ich nicht war, um sie zu erinnern.


~ Die Vernunft ist Kopie, der Wahn Original! ~

zuletzt bearbeitet 30.01.2011 00:32 | nach oben springen

#2

RE: Jenseits von Magie

in allgemeine, religiöse Themen 30.01.2011 11:17
von System-Karzinom (gelöscht)
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Ich weiß nicht, ob Du Dich noch erinnerst, daß wir im alten Forum mal einen kurzen Dialog bezüglich meiner Gedanken zur biologischen Unsterblichkeit hatten, in dessen Verlauf Du die Ansicht vertreten hast, daß ich es außerhalb materieller Kontexte in genau dem Sinne sei, den Du hier ansprichst. Tatsächlich habe ich mir ähnliche Fragen ebenfalls gestellt, bin auch zu der Erkenntnis gelangt, daß die Wahrnehmung bzw. mein Ich-Bewußtsein auf der Strecke bleiben würden, wenn der Schritt in die reine Existenz getan wird, bin dann aber immer wieder an der Hürde gescheitert, mich entscheiden zu können oder wollen. Mittlerweile sehe ich es allerdings so, daß ich abwäge, ob ich mit dem Schauspiel meiner Bewußtseinsbühne nicht immerhin zufrieden genug bin, um es auf unbestimmte Zeit weiterhin zu beobachten. Also im stillschweigendem Einverständnis, mich weiterhin dem materiellen Gefängnis willig zu überantworten, weil mir das Spiel Leben (als biologische Entität) einfach zu viel Freude bereitet, wenn ich es als Spiel betrachte, ohne ihm tieferen Sinn andichten zu wollen. Ein Spiel mit einer (wo auch immer) generierten Realitätsengine, deren Funktionsweise zwar erkannt ist, aber von daher eher noch an Reiz gewonnen hat, wie es bei gelungenen PC-Spielen der Fall sein kann. Nun fehlt nur noch der richtige Cheat für den "God Mode", um innerhalb dieser universellen Grenzen zumindest schon einmal ausreichend Zeit zu haben, sich etwas zurecht zu entwickeln, daß eventuell die nächste Stufe zu besteigen ermöglicht, indem man sich temporär materielle Grenzen zunutze macht, um potentiell "größere" Manipulationen vornehmen zu können.

Ich denke, es ist eine Frage der Relevanz, die man der eigenen Lust beimißt, trotz erkannter Grenzenlosigkeit so lange weiterhin innerhalb dieser agieren zu wollen, bis es langweilig zu werden beginnt. Jetzt und hier (wiederum innerhalb der kontextualen Befangenheit gesetzt) wäre ich für meinen Teil noch lange nicht sehnsüchtig nach der Überwindung des "Endgegners" ICH im Spiel, um es somit zu verlassen.




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#3

RE: Jenseits von Magie

in allgemeine, religiöse Themen 31.01.2011 00:19
von Sicarius | 214 Beiträge

Der Mensch ist so beschaffen, dass er jederzeit danach verlangt, die Werte in eine Hierarchie einzugliedern, eine Summe von Kriterien. Durch Bewusstheit, Reflexivität und Verinnerlichung überwindet man dieses, jedoch nur in Gedanken. Angesichts der Urgründigkeit des Lebens, ihrer Evolution ohne jeden Sinn, welche das Leben zum chaotischen Streben überschwenglicher und nicht kristallisierbarer Formen macht, bleibt der Anspruch auf eine Hierarchie der Werte ein bloßes Ansinnen. Und dann wird das Aufbäumen des Bewusstseins wider das Leben entfacht, der Aufruhr des vom Leben losgelösten Menschen wider das Urgründige - und das Leben entgegnet dem Menschen: "Schmiege dich mir an und verzichte aufs Bewusstsein, auf das Prinzip der Trennung, und du wirst, gezerrt von urgründiger Flut, aufgeben, nach einem Sinn zu suchen, wo keiner ist"

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#4

RE: Jenseits von Magie

in allgemeine, religiöse Themen 31.01.2011 23:00
von Daelach | 1.214 Beiträge

@ SK:

Zitat
bin auch zu der Erkenntnis gelangt, daß die Wahrnehmung bzw. mein Ich-Bewußtsein auf der Strecke bleiben würden, wenn der Schritt in die reine Existenz getan wird, bin dann aber immer wieder an der Hürde gescheitert, mich entscheiden zu können oder wollen.



Der Schritt läßt sich ja auch zeitweilig tun, das ist nicht das Problem. Auch das materielle Gefängnis ist nicht das Problem. Das läßt sich auch zeitweilig verlassen. Das Problem ist nur, wenn man so weit geht (was ich getan habe), dann erinnere ich mich an nichts. Was logisch ist, weil das Ich in dem Moment nicht mehr da ist, wo man es verläßt - und dann erinnert es sich auch an nichts. Das ist für mich ein völlig neues Problem! Weil ich bislang die Fragestellung hatte, wie ich überhaupt zu diesem Punkt kommen soll, also eine eher technische Fragestellung. So, dieses technische Problem ist lösbar, aber die Erinnungslücke, die sich dann auftut, die ist das Problem.

Die Erinnerung hört bei den letzten Augenblicken auf, wo das Ich gerade noch da war; das war eine Art Vision, wo mein eigenes Bewußtsein um mich herum im Chaos lag, in unzähligen Splitterfragmenten, wo nichts zu gar nichts mehr paßte. Dann kommt ne Erinnerungslücke.

DAS ist frustrierend - jetzt kann ich schon soweit gehen, aber ich erinnere mich dann an nichts. Die Frage lautet also, wie man es anstellen kann, nicht nur den Ich-Zustand zu verlassen, sondern die Erlebnisse dann wieder zu erinnern, wenn man den Ich-Zustand wieder betritt.


@ Sicarius: Sorry, Du hast die Fragestellung nicht verstanden; "Werte" sind hier vollkommen irrelevant. Die erledigen sich in dem Moment, wo sich das Ich erledigt. Weil sie Teil davon sind.


~ Die Vernunft ist Kopie, der Wahn Original! ~

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#5

RE: Jenseits von Magie

in allgemeine, religiöse Themen 01.02.2011 07:55
von subzero | 121 Beiträge

In Welt 1 ist Schrödingers Katze quicklebendig, während sie in Welt 2 tot ist.
Ist es möglich, dass die Katze in W1 eine Ahnung von ihrem Tod in W2 hat und davon berichten kann?
Denkbar wäre eine Art Überlappung der beiden Welten, die einen wie auch immer gearteten Informationsaustausch ermöglicht.
Oder der Katze gelänge es, nach Wx (dem Universum?) vorzudringen um von dort aus W1 und W2 wechselseitig zu betrachten.
Hm, ich persönlich bleibe mal mit meinen Sinnen in W1 und bereite mir eine schöne Tasse Kaffee - auch nicht das schlechteste, oder?

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#6

RE: Jenseits von Magie

in allgemeine, religiöse Themen 01.02.2011 15:58
von System-Karzinom (gelöscht)
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@Daelach:

Zitat
DAS ist frustrierend - jetzt kann ich schon soweit gehen, aber ich erinnere mich dann an nichts. Die Frage lautet also, wie man es anstellen kann, nicht nur den Ich-Zustand zu verlassen, sondern die Erlebnisse dann wieder zu erinnern, wenn man den Ich-Zustand wieder betritt.



Ich könnte Dir diese Frage auf dem aktuellen Erkenntnisstand absolut nicht beantworten, nicht einmal grob theoretisch umreißen. Das Problem ist ja, daß ab diesem Punkt jedes "Packende" des materiellen und temporalen Kontextes obsolet ist, insofern also nicht einmal eine annähernd zuverlässige Aussage dahingehend getroffen werden könnte, was bereits vor dem Erreichen dieses Punktes mechanistisch initiiert werden müsste, um während dieses Zustandes einen "Erinnerungsmitschnitt" anfertigen zu können. Selbst "während" ist in diesem Zusammenhang unzutreffend, denn temporale Metrik schließt sich in diesem Fall so aus, wie ein "davor" in der Urknalltheorie. Auch hier bedingt die Erinnerung eine Ursache, die selbst keine Ursache haben kann bzw. muß, weil im Punkt X nichts in komprimierter Form existieren würde; reine, grenzenlose, nicht meßbare Existenz halt, die sich in keiner materiellen Ausdrucksform fesseln ließe.

Ich denke darüber nun seit gestern wieder nach, habe darüber sogar einen recht langen "Vortrag" im privaten Rahmen gehalten, aber ein Lösungsansatz will mir dabei nicht in den Sinn kommen. Vermutlich ist genau das auch der Grund dafür, daß ich mich zumindest aktuell noch immer im materiellen Kontext auf der Bewußtseinsleinwand besser als in einer unbekannten und unbeschreibbaren Größenordnung aufgehoben fühle.

@subzero:

Es geht hier nicht um voneinander zu separierende Welten, sondern den Gesamtkomplex bzw. die Essenz der Existenz an sich.




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zuletzt bearbeitet 01.02.2011 16:02 | nach oben springen

#7

RE: Jenseits von Magie

in allgemeine, religiöse Themen 02.02.2011 07:55
von subzero | 121 Beiträge

Zitat von System-Karzinom
Es geht hier nicht um voneinander zu separierende Welten, sondern den Gesamtkomplex bzw. die Essenz der Existenz an sich.


Ich halte es für eine Geschmacksfrage, ob man den Nicht-Bewusstseinsbereich oder die geistige Ebene der Ich-Auflösung als "Welt" bezeichnet oder nicht. Oder glaubst du, das Erfahren von "Welt" wäre von dem der "Existenz" getrennt? Nun, könnte sein, aber das tut der Metapher trotzdem keinen Zwang an, denn du weißt ja, Metaphern haben gar nicht den Anspruch, Wahrheiten zu verkünden.

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#8

RE: Jenseits von Magie

in allgemeine, religiöse Themen 02.02.2011 22:37
von System-Karzinom (gelöscht)
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Zitat von subzero
Oder glaubst du, das Erfahren von "Welt" wäre von dem der "Existenz" getrennt?



Jede Form des Glaubens "verbiete" ich mir selbst. Insofern sind meine Antworten hier auch rein theoretisch gehalten, indem ich umreiße, was ich dazu denken kann, aber die Bremse anziehe, wenn ich auch nur den leisesten Anflug befürchte, fabulieren zu können. Das Thema ist an sich so schwierig wie reizvoll und essentiell, so daß ich mir Trivialitäten erst gar nicht erlauben möchte. Darum trenne ich zunächst einmal unbekannte bzw. unbeschreibbare Größenordnungen von jeder Metaphorik, um eine Konnotation bereits im Vorfeld als ineffizient ersichtlich zu gestalten. Wenn ich annehme, daß es eine Welt im objektiven Sinne außerhalb der Wahrnehmung des Bewußtseins gibt, begebe ich mich auf das Pflaster willkürlicher Setzungen mit kausaler "Bremsspur", denn mir ist zu einfach zu denken, daß der "Egotod" auch nur annähernd Assoziationen zum physischen Tod aufweisen könnte, über den zu sagen wäre, daß er in der Wahrnehmung anderer als Beendigung eines Unterprogramms im Programm betrachtet werden könnte, die Welt im objektiven Sinne davon also nicht in ihrer Existenz berührt würde. Wenn aber Existenz Ausdruck der Wahrnehmung wäre, indem das Bewußtsein auf sie schließt, könnte ich nicht sagen, daß der Egotod tatsächlich etwas hinter sich läßt,. das weiterhin Wahrnehmung betreiben könnte (einmal unabhängig von Wahrscheinlichkeitssetzungen). Somit betrachte ich eine Trennung von Welt (Objekt) und Bewußtsein (Subjekt) zumindest im radikalen Sinne als Reduktion auf räumliche und kausale Kontexte, die uns im Kreise denken lassen.




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#9

RE: Jenseits von Magie

in allgemeine, religiöse Themen 03.02.2011 10:11
von subzero | 121 Beiträge

Ok, wenn du solcherlei Erwägungen radikal mit dem Rasiermesser analysierst, um jegliche möglicherweise assoziativ auftretende Vorstellung zu vereinfachenden Metaphern auszuschließen, muss ich dir in diesem Kontext zustimmen.
Ich frage mich halt, ob diese philosophische Versuchsanordnung nicht gerade durch ihre Kompromisslosigkeit ebenso befangen ist ... ?

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#10

RE: Jenseits von Magie

in allgemeine, religiöse Themen 03.02.2011 11:24
von subzero | 121 Beiträge

Was ich noch anfügen könnte, ist, dass ich diesen "Zustand" der Ich-Auflösung auch schon zwei mal erleben konnte. Mit dem Unterschied, dass ich das nicht geplant oder beabsichtigt hatte (drogeninduziert, Cannabis, Amphetamin, LSD und Alkohol ... ... lol) - was ja wieder für ein völlig anderes "Erleben" desselben sorgt ... was übrig blieb, könnte man mit einem Schrei vergleichen, der unwillentlich in mir entstand - ob er sich verbal äußerte oder nicht, kann ich der Lage gemäß natürlich nicht sagen. Erinnerung habe ich in so fern, als dass man vielleicht sagen könnte, dass Fragen wie "Wer bin ich" oder "Wo bin ich" zwar nicht wirklich formal in diesen Momenten erlebbar sind, aber dass der erwähnte Schrei eigentlich alles ausdrückt, was zu "sagen" wäre. Nun ja, ob ich mich danach sehne, frage ich mich selbst - ein bisschen vielleicht, gleichsam ist diese Sehnsucht aber mit Angst verbunden. Muss ich zugeben.
Man kann das natürlich auch unter der Kategorie "wegschießen" einordnen, aber das Ergebnis dürfte zumindest Ähnlichkeiten aufweisen.
Was ich allerdings zum "Einfühlen" empfehlen kann, ist der Konsum von Haschisch, allerdings nicht in Form des üblichen Joints (Tabak ist kontraproduktiv, zumindest der, der heutzutage angeboten wird), sondern als gut gewürzten "Muffin". Al alkohol zur Verstärkung kann ich aus persönlicher Erfahrung nur "Bio-Met" in Maßen empfehlen. Das Honiggebräu unterscheidet sich bezeichnenderweise prägnant (meiner Erfahrung nach) von mehr üblichen Gebräu.
Sorry, aber ich vermute mal, dass man in einem satanistischen Forum durchaus zur Sprache bringen kann.


zuletzt bearbeitet 03.02.2011 11:54 | nach oben springen

#11

RE: Jenseits von Magie

in allgemeine, religiöse Themen 03.02.2011 21:28
von Daelach | 1.214 Beiträge

Zitat von System-Karzinom
Wenn aber Existenz Ausdruck der Wahrnehmung wäre, indem das Bewußtsein auf sie schließt, könnte ich nicht sagen, daß der Egotod tatsächlich etwas hinter sich läßt,. das weiterhin Wahrnehmung betreiben könnte



Eben DAS rauszubekommen war ja mein Antritt. Ich hatte naiv gedacht, daß man das durchzieht, sich das anguckt und dann erinnert.

Zitat von subzero
Nun ja, ob ich mich danach sehne, frage ich mich selbst - ein bisschen vielleicht, gleichsam ist diese Sehnsucht aber mit Angst verbunden. Muss ich zugeben.



Kann ich sehr gut nachvollziehen, geht mir nicht anders. Und zwar JEDESMAL.

Zitat
Sorry, aber ich vermute mal, dass man in einem satanistischen Forum durchaus zur Sprache bringen kann.



Was meinst Du, wie ich in solche Zustände komme.. nur mit dem Unterschied, daß ich das geplant und beabsichtigt hatte.


~ Die Vernunft ist Kopie, der Wahn Original! ~

zuletzt bearbeitet 03.02.2011 21:28 | nach oben springen

#12

RE: Jenseits von Magie

in allgemeine, religiöse Themen 04.02.2011 10:55
von System-Karzinom (gelöscht)
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Zitat von Daelach
Eben DAS rauszubekommen war ja mein Antritt. Ich hatte naiv gedacht, daß man das durchzieht, sich das anguckt und dann erinnert.



So ähnlich hatte ich das auch vor Jahren noch gesehen, es gar als "Reise" umrissen, was rückblickend betrachtet exakt das bestätigt, was Du zur Semantik in der Syntax heute im anderen Thema geschrieben hast. So lange die Scheinsicherheiten in Semantik und Konnotation noch suggeriert werden können, kann man sich diese Gedanken trivial in dem Sinne reden, daß man theoretisch auf die Wesentlichkeit eines Zustandes schließt, der in sich eine Wesentlichkeit bzw. Kausalität bereits ausschließt (streng genommen nicht einmal Zustand ist, so lange er aus der Raumzeit heraus nicht als solcher gesetzt wird). Insofern wundert mich nicht, daß Setzungen diverser Herrschaften klar als räumliche Limitierung des Denkvermögens erkannt werden können (Ebenen, "dort", es erreichen, um dann zu bleiben etc.).

Ich habe auch mal in meinen Büchern herum gekramt, aber auch bei den Fernöstlern keine Beschreibung bzw. Anleitung zur Erstellung eines beschreibungsfähigen Instrumentariums gefunden, was mich nun zwar sehr motiviert, eventuell doch noch einen Ausweg zu finden, momentan aber zur Kapitulation nötigt, bis ich mich mit der Problematik eingehender beschäftigt bzw. etwas anderes hinzu gelernt habe, das hier Mosaiksteinchen sein könnte.




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#13

RE: Jenseits von Magie

in allgemeine, religiöse Themen 04.02.2011 11:41
von Daelach | 1.214 Beiträge

Zitat
Insofern wundert mich nicht, daß Setzungen diverser Herrschaften klar als räumliche Limitierung des Denkvermögens erkannt werden können (Ebenen, "dort", es erreichen, um dann zu bleiben etc.).



Wundert mich auch nicht, wenn man noch am Anfang steht und die Sache mit den Begriffen umschreibt, die man vom Alltagszustand her eben hat. Das muß man erstmal verstehen, daß es hier um Geisteszustände geht, die gerade nicht mehr Teil des Alltagsbewußtseins sind.

Zitat
Ich habe auch mal in meinen Büchern herum gekramt, aber auch bei den Fernöstlern keine Beschreibung bzw. Anleitung zur Erstellung eines beschreibungsfähigen Instrumentariums gefunden



Davon gibt's doch im Buddhismus unzählige. Meditation, Tantra und was nicht alles.

Ich finde das schon ziemlich kraß: Nachdem ich mit westlicher Philosophie und Logik in Bereiche vorgedrungen bin, die den Bereich unmittelbarer Nützlichkeit im kleinbürgerlichen Alltag verlassen (was im Westen wenigen gelingt), muß ich feststellen, daß die Speerspitze westlicher Erkenntnistheorie mich gerade mal dahin gebracht hat, wo die im Osten überhaupt erst anfangen. Die waren schon vor Jahrtausenden an diesem Punkt. Das ist so, als wenn man unter großen Strapazen einen Berg besteigt, nur um rauszukriegen, daß dort seit Ewigkeiten schon Leute wohnen.

Unsere Kultur hat Technik in einem nie gekannten Ausmaß, das schon - aber geistig sind wir immer noch die primitiven Barbaren von den Bäumen, verglichen mit dem, was im Osten abgeht.


~ Die Vernunft ist Kopie, der Wahn Original! ~

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#14

RE: Jenseits von Magie

in allgemeine, religiöse Themen 04.02.2011 12:26
von subzero | 121 Beiträge

Wobei ich in Bezug auf das "östlche" auch wieder nur mit Zweifel antworten kann, denn wäre eine Philosophie derart durchlagskräftig - brächte uns auf einen Nenner, der uns in Richtung Freiheit bewegt - wie zur Hölle erklären sich dann die politischen Zustände, die in diesen Landen herrschen ... ?

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#15

RE: Jenseits von Magie

in allgemeine, religiöse Themen 04.02.2011 13:09
von Daelach | 1.214 Beiträge

Durchschlagskräftig ist sie nur für den Einzelnen, nicht für die Gesellschaft. Das kommt daher, daß der RHP zwar sicher ist, aber verdammt hart, wenn man es ernst meint. Ich kenne nicht einen, der fähig wäre, diesen Weg zu gehen. Auch im Osten wird das für die gewöhnlichen Leute zu hart sein, deswegen war und ist ja auch nicht jeder ein Mönch.

Besonders beim tibetanischen Buddhismus kommt natürlich noch hinzu, daß man die Lamas guten Gewissens als die katholische Kirche des Ostens betrachten kann, und das meine ich negativ. Wenn der Dalai Lama sich anmaßt, für Tibet zu sprechen, ist das ein Hohn, gerade so als wenn der Papst für Europa spräche. Die haben in Reichtum gelebt - in einem Land, in dem die Menschen mit den Tieren unter einem Dach schliefen. Hygienische Probleme gab es nur deswegen nicht, weil die Kacke am Boden festfror..


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