#1

Das perfekte Leben

in allgemeine, religiöse Themen 04.12.2013 17:52
von Thomas666 | 1 Beitrag

Seid gegrüßt Freunde,

Ich bin neu hier im Forum. Ich heisse Thomas, bin 32 Jahre alt und komme aus dem Ruhrgebiet. Ich wollte direkt mal den ersten Anfang mit einer allgemeinen Frage machen. Und zwar würde es mich interessieren, wie ihr euch eurer perfektes Leben mit allem drum und dran vorstellt. Also in allen möglichen Bereichen wie Job, Partnerin, Freunden, Staat, Umgebung, und allem anderen.

Grüße
T

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#2

RE: Das perfekte Leben

in allgemeine, religiöse Themen 04.12.2013 18:39
von RAFA | 1.191 Beiträge

Hmmm. Da ich einen ordentlichen Teil meines Lebens bereits hinter mir habe, ist es schwierig, mir ein Leben vorzustellen, was anderes verlaufen wäre als das, was ich bisher gelebt habe.

Deine Frage ist außerdem schwierig, weil sie ja wohl im Rahmen der Realität beantwortet werden will. Bestimmt wär es perfekter als Vampir mit überirdischen Kräften irgendwo in den Karpaten herumzuömmeln (ja doch: Ich fände das immer noch reizvoll), aber ich denke nicht, dass es viel Sinn macht, darüber zu diskutieren.

Aber geh ich halt mal deine Stichpunkte durch:

Job - da für mich jede Form von Arbeit einfach nur mehr oder minder lästig ist, wäre mein idealer Job, nichts zu tun (also nichts zu arbeiten). Nichts zu arbeiten korreliert aber wieder relativ ungünstig mit dem Budget. Für diese Problem wiederum gibt es einige Möglichkeiten z.B. im Lotto gewinnen - dessen Wahrscheinlichkeit aber wieder recht negativ mit der Realität in Einklang steht ;-). Lösungsmöglichkeiten wären auch "reich heiraten" gewesen oder sonstige Art von Prostitution, aber da es mir absolut zuwider wäre, entsprechend intensiv auf die Wünsche eines Mannes (bzw. mehrerer Männer) einzugehen, kam das für mich nicht in Betracht.

Also hab ich einen Job gewählt, den ich im Standby-Modus erfüllen kann, also wo ich nicht viel mitdenken muss, so dass während der Arbeit wenigstens mein Geist frei ist. Ich hab also stets irgendwelche assistierenden Bürojobs gehabt, war Datenerfasserin, Schreibkraft, Bürogehilfin, etc., wo ich halt meinen Stiefel nach Vorgabe runtergearbeitet hab und währenddessen über meine persönlichen Sachen nachdenken konnte oder sonst bissel träumen konnte.

Das würde ich auch auf jeden Fall genauso wieder machen, wenn ich mein Leben nochmal anfangen müsste.

Partner: Das fällt bei mir aus. Da ich in Sachen Zärtlichkeiten, Sex, menschliche Nähe, Sozialleben, etc. schon immer recht unterkühlt war, macht eine Partnerschaft ja bloß Stress. Ich ließ das in meinem Leben also aus und blieb überzeugter Single, abgesehen von ein paar kürzeren und unwesentlichen Affären, auf die ich dann ab und zu doch mal Bock gehabt hab.

Freunde sind mir sehr wichtig! Ich habe ziemlich viele Bekannte und Kumpels, bin ja auch ständig auf Achse und unterwegs und kenn die halbe Stadt. Drei oder vier meiner Freunde würde ich auch "echte Freunde" nennen, die kenn ich auch schon seit Jahrzehnten oder sogar aus Schulzeiten und ich weiß, dass uns nur noch der Tod trennen wird (so pathetisch das auch klingt).

Staat ... na-ja! Ein schwieriges Thema, denn ich fang das immer gern damit an: Was würde ICH tun, wenn ICH an der Macht wäre? Ich gebe zu: Es wäre nichts gravierend anderes als das, was getan wird, weil was will man denn als "Staat" oder "Machthaber" mit dieser Gesellschaft und dieser Situation schon groß anderes machen? Ja, vielleicht würd ich deutlich mehr in die Bildung und Aufklärung schustern, aber im Großen und Ganzen liegen ja die Probleme in den Menschen, ihrer Mentalität und natürlich auch ihrer Natur. Was will ich da ändern?

Also ist für mich der Staat - in welcher Form er auch immer auftritt - ein Dogma, d.h. das IST halt so, fertig. Das Wichtige kommt aber jetzt erst, nämlich: Was mach ICH nun für MICH draus?

Da muss ich sagen, dass ich hier in D relativ zufrieden bin, weil ich doch 99% von dem, was ich machen möchte, hier auch machen KANN, weil es entweder im staatlich gebilligten Rahmen ist oder weil ich hier halt genügend Möglichkeiten habe, illegale Dinge so zu machen, dass man mich nicht erwischt oder dass man mir nichts kann.

Umgebung: Naja, das Wetter passt mir grad nicht ;-)
Ich könnte jetzt einfach in den Süden abhaun, aber da gilt halt auch wieder: Um sich auf den Sommer richtig zu freuen und im Frühling richtig aufzublühen, braucht es einen Winter. Auch im Winter gibt es schöne Sachen, z.B. wenn Neuschnee gefallen ist und man macht einen Waldspaziergang oder so. Selbst wenn es so grau in grau und trüb und finster ist wie heute, hat das auch entschiedene Vorteile, denn endlich komm ich dann mal ohne "schlechtes Gewissen" dazu, meine Internetsachen zu pflegen oder eins von den zehntausend Büchern zu lesen, die ich schon seit Jahren lesen will ;-).

Epilog, kurzum: Alles, was es so gibt bietet mir einen RAUM. Ich bin der Meinung, es ist dysfunktional, gegen den Raum als solches vorzugehen. Ich halte es für besser, den Raum als solchen zu akzeptieren und ihn nach seinen Gesetzmäßigkeiten und Dimensionen zu nutzen, um sich selbst darin zu verwirklichen bzw. um darin zu leben und sich selbst zu sein (xeper).


www.RAFA.at - guckstu auch in meinen Blog: www.RAFAmania.de

zuletzt bearbeitet 04.12.2013 19:53 | nach oben springen

#3

RE: Das perfekte Leben

in allgemeine, religiöse Themen 07.12.2013 13:38
von Daelach | 1.214 Beiträge

Was will man mit nem perfekten Leben? Sobald man es hätte, würde man sich prompt dran gewöhnen, und es wäre auch nur wieder normal, und DAS kann man auch hier und jetzt schon haben. Deswegen bin ich so schon zufrieden. Naja gut, etwas weniger Fahrradpannen wären nett.


~ a star is nothingness disguised as light ~
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