#16

RE: Verschiedene Signale

in philosophischer Satanismus 31.10.2017 19:48
von Ophelia. Gold | 3 Beiträge

Wo bin ich hir gelandet?.......... …

nach oben springen

#17

RE: Verschiedene Signale

in philosophischer Satanismus 31.10.2017 20:01
von Johann_der_Henker | 15 Beiträge

Bei echten Satanisten

nach oben springen

#18

RE: Verschiedene Signale

in philosophischer Satanismus 01.11.2017 11:02
von Liu | 108 Beiträge

Zitat von Rafa
Was wäre denn das, so eine "Subjektivität"?
Es wäre doch dieses, dass der Computer sich selbst beobachtet und daraufhin einen Schluss zieht bzw. eine Entscheidung trifft oder irgendetwas tut.

Nö, das wäre möglicherweise Bewusstsein seiner selbst, aber nicht Subjektivität. Für Subjektivität muss man nicht mal denken können, man muss einfach nur wahrnehmen/sein.

Und es ist etwas schwierig, darüber zu reden, da Subjektivität etwas ist, das man nur bei sich selbst beobachten und somit für andere nie wirklich beweisen kann.


Zitat

Computer beobachten sich selbst nie. Sie beobachten immer nur das Programm und die Daten. Wenn das Programm ein Entscheidungskriterium auswirft, dann tut der Computer etwas, also:

IF (irgendwas passiert) THEN (starte diese&jene Procedure)

Der Computer selbst ist (bisher) nie Kriterium im Programm. Kriterien sind immer bloß "IF x=5 THEN..." oder "IF a=true THEN b ELSE c" oder "IF i>1 THEN i=i-1". Nie heißt es "IF ich, der Computer =..."

Im Prinzip ist es bei Menschen auch nicht anders. IF Hunger=true THEN essen!
Man identifiziert sich nur mit dem Kriterium und sagt sich nicht "IF Hunger ist gleich true", sondern "IF _ICH_ habe Hunger".

Man müsste einen Computer nur so programmieren, dass von vorn herein als Konstante steht: "x, a und i = sind Zustände von mir, dem Computer"

...was aber doch gar nicht stimmt!
Nie sind irgendwelche Daten Zustände des Computers, sondern stets nur Objekte und Inhalte eines Programms. Es steht ja das Programm im Fokus, nicht der Computer.

Aber stimmt es denn beim Menschen eher? Nehmen wir statt einem stationären Computer mal einen Roboter. Rein programmiertechnisch ist es kein wirklicher Unterschied, ob der Laptop oder der Roboter merkt, dass sein Akku leer wird. Beim Roboter ist möglicherweise noch eine Reaktion darauf einprogrammiert, die bewirkt, dass er die nächste Steckdose sucht, aber ansonsten funktioniert das gleich.
Inwiefern unterscheidet sich das aber von einem Menschen, der Hunger bekommt? Objektiv gesehen überhaupt nicht. Ob der Roboter oder der Mensch zu dem Ergebnis kommt, dass er jetzt etwas Energie tanken sollte, ist genau das selbe.
Außer, dass wir uns beim Menschen wohl sicher sein können, dass er zusätzlich auch noch ein Bewusstsein hat, welches den Hunger spürt. Beim Computer/Roboter können wir uns dessen nicht sicher sein, selbst wenn er sich genauso wie ein Mensch verhält.

Zitat

Angenommen, die zukünftige Technik würde nicht nur mich aus den Spuren in der Welt rekonstruieren, sondern auch gleich vervielfältigen. Sie würde aus diesen Spuren 5 gleiche, identische Persönlichkeiten rekonstruieren. Wären die alle 5 nur einer oder wären es 5 einzelne? Ja, ich denke, es wären 5 einzelne mit der 1. Sekunde, in der jeder von ihnen wahrnimmt, dass er er ist und der andere da drüben ihm zwar gleich ist, aber doch jemand anders ist. Er hat ab sofort ein EIGENES ERLEBEN - und ich glaube, das ist der Punkt.

Ja, das wären fünf Einzelne, da alle ein eigenes Bewusstsein (i.e. eine eigene Subjektivität) haben.

Um nochmal klarzustellen, was ich mit Subjektivität/Bewusstsein meine: Sagen wir, statt dass deine Persönlichkeit kopiert werden würde, würde dein Bewusstsein und das von jemand anderem irgendwie vertauscht werden, sodass dein Bewusstsein in ein anderes Gehirn verschoben wird, das bereits eine ganz andere Persönlichkeit und auch andere Erinnerungen hat, und jemand anderes Bewusstsein in dein Gehirn. Du würdest nichts Seltsames daran merken, da das neue Gehirn genauso denken würde, wie es bereits gedacht hat, bevor dein Bewusstsein daran angeschlossen wurde. Aber dasjenige Etwas, was wahrnimmt, was das Gehirn denkt, wäre nun ein anderes als vorher, nämlich du, statt demjenigen, wo vorher dort war.

nach oben springen

#19

RE: Verschiedene Signale

in philosophischer Satanismus 02.11.2017 21:54
von Tyger | 179 Beiträge

Zitat von RAFA im Beitrag #12
Also ich sehe in unserem Denken auch nichts anderes als einen "Rechenvorgang", der halt bloß unheimlich komplex ist, so dass der den Eindruck erweckt, man denkt.

Dann spricht aber nichts dagegen, dass alles, was wir als unsere Welt wahrnehmen, auch nichts weiter als ein Rechenvorgang ist, und es gibt keinen Grund, wieso ein Individuum nach seinem "Tod" nicht mehr existieren sollte.
Willkommen in der Matrix! (Was übrigens eine uralte Idee ist; das war früher nur ein Traum eines Gottes statt eines Computers und hieß Akasha oder so.)


Internet ist scheiße, da geh ich nicht rein.
(Avatar von Maitre_Joker)
nach oben springen

#20

RE: Verschiedene Signale

in philosophischer Satanismus 03.11.2017 22:40
von RAFA | 1.191 Beiträge

> Menschen, der Hunger bekommt? Objektiv gesehen überhaupt nicht.

Ja, ganz deiner Meinung!

> usätzlich auch noch ein Bewusstsein hat, welches den Hunger spürt.

Der Impuls "Hunger/Tanken" ist halt kein bloßer Reflex, sondern durchläuft ein paar komplexere Prozesse - und deswegen erscheint er uns als eine bewusste Entscheidung des eigenen Ichs.

Möglicherweise liegt das Ich tatsächlich darin, dass wir intraindividuelle Entscheidung treffen müssen. Es ist nicht nur linear der Impuls "Hunger!", der zur Entscheidung "na, dann ess ich was!" führt, sondern der Mensch hat noch viele andere Facetten, die in jede Entscheidung mit reinspielen und gegeneinander abgewogen werden müssen, z.B. "Hunger!!" - "äh ...aber ich hab nur noch 5 € dabei, das reicht nicht für ein ordentliches Essen" ... "und außerdem wollte ich abnehmen!" ... "zudem ist es grad erst 10 Uhr. Essen gibts normalerweise erst um 12." Und dann haben wir die komplizierte Aufgabe, zwischen den verschiedenen intraindividuellen Tendenzen zu entscheiden, ob und was und wann wir denn nun dem Impuls "Hunger" nachgehen.

Ja gut, das erklärt das Ich.
Das solche Ich ist jetzt aber nicht unbedingt das, was ums Verrecken meinen Tod überleben sollte. Dieses ist etwas anderes... hmm.

> Aber dasjenige Etwas, was wahrnimmt, was das Gehirn denkt, wäre nun ein anderes als vorher, nämlich du, statt demjenigen, wo vorher dort war.

äh... du meinst wohl: wenn ich du wär, wäre ich lieber ich

> Rechenvorgang ist, und es gibt keinen Grund, wieso ein Individuum nach seinem "Tod" nicht mehr existieren sollte.

Tatsächlich!
Auf der Basis wäre es sogar äußerst paradox, warum aus dem großen Rechenvorgang ein bestimmter Datensatz einfach wegfallen sollte.


www.RAFA.at

zuletzt bearbeitet 03.11.2017 22:40 | nach oben springen


Besucher
0 Mitglieder und 3 Gäste sind Online

Wir begrüßen unser neuestes Mitglied: orkan111
Forum Statistiken
Das Forum hat 942 Themen und 13371 Beiträge.

Heute waren 3 Mitglieder Online:
Agony, Amidala, Johann_der_Henker


Xobor Einfach ein eigenes Xobor Forum erstellen