#61

RE: Lucifer, Satan, Jesus

in religiöser Satanismus 09.02.2014 15:32
von Daelach | 1.211 Beiträge

Zitat
Richtig, und NUR dann. Und diese banale Wechselwirkung zwischen Körper und Geist nennst du radikalen Konstruktivismus?



Nein.

Zitat
Der Solipsismus ist ja was GANZ anderes: Der Solipsist denkt nicht, dass er eine Realität kreieren kann. Er denkt, dass es so etwas wie Realität überhaupt nicht gibt; bzw., dass nur er selbst real ist.



Nein. Die Realität, die er erlebt, kann ja nur von ihm geschaffen sein, weil es sonst nichts anderes gibt. Das hat mit Konstruktivismus nichts zu tun.

Zitat
Damit eine Theorie als bewiesen gilt, müssen dann ausreichend Belege existieren, die die Theorie stützen.



Nein. Du kannst keine Theorie je "beweisen". Nicht in Naturwissenschaften. Ich empfehle mal etwas Beschäftigung mit Wissenschaftstheorie, um diesen blinden Glauben an Naturwissenschaften abzulegen.


Zitat von TM
Aber halb so wild, da wird man dann ja nur ausgeraubt, allenfalls vielleicht noch ein bisschen geschlagen. Wer wird denn wegen ner Kamera und ein paar Geldscheinen gleich nen Mord begehn?



Du machst Dir sichtlich keine Vorstellung davon, wie wenig ein Menschenleben in weiten Teilen der Welt wert ist. Wie IK schon sagte - heile Welt und so.

Zitat
fortan bis ans Ende ihrer Tage damit beschäftigt sind, nachts mit Fackeln auf Friedhöfen rumzuwandern, Grimoires zu studieren, Katzen zu schlachten, Orgien zu feiern, Drogen zu nehmen (bzw. an Kinder zu verschenken), oder was auch immer Satanisten halt so machen



Wir wollen doch mal festhalten, daß schon in der Bibel die Massenmorde an Dissidenten nicht von Satan, sondern von Jahve verübt wurden. Das setzt sich dann in der weltlichen Geschichte so fort, daß es ja wohl die Christen waren, die eine Blutspur sondergleichen hinter sich hergezogen haben. Zuguterletzt sind diese Schauergeschichten natürlich christliche Märchen, und die sind keine Informationsquelle über Satanismus. Man informiert sich ja über jüdische Kultur auch nicht in "Mein Kampf".


Zitat von Rafa
Damit führt er aber auch den Konstruktivsmus ad absurdum, denn er ist ja das beste Beispiel dafür, dass die Dinge halt NICHT so sind, wie man glaubt, gerne hätte, geistig konstruktiviert oder was auch immer.



Falsch. Damit zeigst Du nur, daß man die Dinge nicht auf JEDE Weise konstruieren kann. Das widerlegt den Konstruktivismus deswegen nicht, weil er das auch gar nicht behauptet. Du widerlegst hier lediglich Deinen Strohmann "Solipsismus" und behauptest irrtümlich, damit sei Konstruktivismus auch widerlegt.

Das gilt natürlich genauso auch für IK.


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#62

RE: Lucifer, Satan, Jesus

in religiöser Satanismus 10.02.2014 19:53
von Trichocereus magnus | 265 Beiträge

Zitat von Daelach im Beitrag #61
Zuguterletzt sind diese Schauergeschichten natürlich christliche Märchen, und die sind keine Informationsquelle über Satanismus..


Eigentlich find ich das alles garnich schaurig. Ich dachte eigentlich dass das die Sachen sind die der bundesdeutsche Durchschnitts-Satanist am Satanismus gemeinhin cool findet. Meiner Meinung nach ist doch Satanismus genau die Weltanschauung, die man sich zulegen sollte wenn man auf diesen ganzen Scheiß mit den Orgien und Drogen und was weis ich was für Exzessen steht, und diesen spannenden Hobbies eben frei von Gewissensbissen und moralischen Diskussionen nachgehen möchte. Is ja auch nix dabei. War nicht abwertend gemeint von mir.

Oder seid ihr mehr solche gemäßigten Satanisten, die nur ab und zu mal was über den Herrn der Finsternis lesen, oder ein rein theoretisches Gespräch über das Böse führen, und hin und wieder mal auf nem schwarz-grau gestalteten Internetforum nen Post schreiben?

Unterscheidet sich euer Leben überhaupt von dem Leben eines braven Christenmenschen? Macht ihr nie mal bissl sonen perversen abgedrehten Scheiß für den der Satanismus doch eigentlich berühmt ist? Ihr seid wohl nur auf ner theoretischen Ebene so hart drauf und haltet euch ansonsten im großen und Ganzen genauso an moralische und ästhetische Normen und an Vorschriften und Gesetze wie jeder andere?


zuletzt bearbeitet 10.02.2014 19:55 | nach oben springen

#63

RE: Lucifer, Satan, Jesus

in religiöser Satanismus 10.02.2014 23:48
von RAFA | 1.174 Beiträge

Zitat von TM
dass das die Sachen sind die der bundesdeutsche Durchschnitts-Satanist am Satanismus gemeinhin cool findet


Der Durchschnitts-Satanist aus der Bild-Zeitung tut das auch. Wenn er seine Pubertät hinter sich hat, hört er dann auch meistens wieder damit auf.

Zitat von TM
Weltanschauung, die man sich zulegen sollte wenn man auf diesen ganzen Scheiß mit den Orgien und Drogen und was weis ich was für Exzessen steht


Im Grund ist das ein Krampf, weil wer auf Orgien und Drogen steht, der feiert Orgien und gibt sich Drogen. Mit Religion hat das ja nichts zu tun. Wenn er ein Christ ist, macht er sich daraus sicherlich nachher einen Hals, aber dann betet er seine 5 Ave Maria runter und geht auf die nächste Drogenorgie.

WEIL er Drogen nimmt und Orgien liebt, wird keiner seine Religion wechseln, denn eine Religion ist ja eine Weltanschauung mit einer gewisser Überzeugung dahinter.

Es wird ja auch keiner Moslem, nur weil er gern im Rudel bumst und im Islam 4 Weiber auf einmal haben kann. Die kann er sich auch so holen, wenn er meint. Nur WENN er halt sowieso schon Moslem ist, dann hat er halt auch diesen Vorteil.

WENN nun einer die satanische Weltanschauung hat, dann hat er freilich auch keinerlei religiöse (!!!) Probleme damit, Drogen zu nehmen oder Orgien zu feiern. Das kann er aus satanischer Sicht freilich tun, MUSS er aber nicht - das liegt eben ganz in SEINEM Willen: Tue, was du WILLST.

Zitat von TM
annenden Hobbies eben frei von Gewissensbissen und moralischen Diskussionen


Die Gewissensbisse werden sich nicht in Luft auflösen, denn die werden normalerweise im Kindesalter von den Eltern schon indoktriniert und man kriegt sie das ganze Leben lang nicht mehr wirklich raus, auch nicht, wenn man Satanist wird.

Zitat von TM
mehr solche gemäßigten Satanisten, die nur ab und zu mal was ü


Also ich bin ein "gemäßigter Satanist" schon aus dem Grund, weil ich ein "gemäßigter Mensch" bin. In meinem Alter komm ich doch in der Nacht nimmer über die Friedhofsmauer drüber un düberhaupt werd ich um 11 abends müd und geh ins Bett .

Ich bin seit meinem 14. Lebensjahr Satanist und ich personifiziere und deifiziere Satan auch. Er ist für mich eine 24/7-Angelegenheit. Ich sehe mein gesamtes Leben in religiöser/satanischer Hinsicht und bin ständig am Arbeiten und Abgleichen des Verhältnisses zwischen ihm und mir. Drum führ ich trotzdem ein "normales" Leben, weil der Himmel über mir ist genauso blau wie der über einem Christen: Ich esse und trinke, fahre in Urlaub, fröne meinen Hobbys, usw.

Ha, ich wollt grad schreiben: "Wirklich große Unterschiede im Lebensstil zwischen mir und einem Christen gibt es gar nicht..." *lach* ...aber ich glaub, das ist jetzt wirklich GAR NICHT wahr . Mein Leben ist eben nur für mich normal, drum fallen mir die Absonderlichkeiten darin wahrscheinlich gar nicht auf, aber ich tue so einiges, was ein Christ normalerweise nicht tut oder ganz anders machen würde. Zumindest mach ich mir nachher keinen Hals, weil ich es mir halt schon vorher überleg, was ich tu, und das dann nachher auch selbst verantworte.

Zitat von TM
Macht ihr nie mal bissl sonen perversen abgedrehten Scheiß f


Natürlich! Aber als ich das erste Mal um Mitternacht auf dem Friedhof gevögelt habe, hatte ich den Arsch voller Sand, einen Striemen von dem blöden Grabstein im Rücken, jede Menge blauer Flecken und Abschürfungen an den Knien usw. Da kam ich zu dem Schluss, dass das im Bett doch gemütlicher ist und seitdem vögle ich wieder im Bett wie andere Leute auch.

Zitat von TM
Unterscheidet sich euer Leben überhaupt von dem Leben eines braven Christenmenschen?


Naja, bis auf dass ich mich den ganzen Tag mit Satan unterhalte....? *überleg* ...und halt einfach ungehemmt tu, was ich grad will (so lang keine grünen Männchen in der Nähe sind), ohne mir draus einen Hals zu machen ... ja, da fällt mir was ganz Wesentliches ein, was mich wirklich ganz vehement von den meisten Christen unterscheidet: Ich bin ein ausgeglichener, zufriedener, fröhlicher Mensch mit viel Verständnis für andere Leute, der nicht einem jeden seinen Scheiß reindrücken muss, weil er mit diesem Scheiß halt einfach selber zurecht kommt (es sei denn, ich bin grad schlecht drauf, das kommt so 1 x im Monat auch vor), ich lache gern, stehle gern Pferde und übernehme Verantwortung für die Sachen, die ich mach, zumindest wenn man mich erwischt

Zitat von TM
an moralische un


nein.

Zitat von TM
und ästhetische Normen u


Ich BIN nun mal ein großer Ästhet. Und wenn ich dann seh, wie sich andere Leute wieder zamstell'n, na was die wieder an haben, so gängert ich nicht mal zur Mülltonne, also guckt doch bloß hin! Schämen die sich denn gar nicht, ts ts ts!

Nein, also da hab ich meine fixen Vorstellungen, was man bringen kann und was nicht und wer nicht meiner Ästhetik entspricht, dem sag ich das auch.

Zitat von TM
an Vorschriften und Gesetze wie jeder andere?


Wenn die Bullen da stehen, wart ich an der Ampel auch bis grün. Wenn aber nicht, geh ich drüber. Und so handhabe ich das auch in restlos allen anderen Dingen, die ich machen will.


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zuletzt bearbeitet 10.02.2014 23:53 | nach oben springen

#64

RE: Lucifer, Satan, Jesus

in religiöser Satanismus 11.02.2014 18:06
von Daelach | 1.211 Beiträge

Zitat von TM
Meiner Meinung nach ist doch Satanismus genau die Weltanschauung, die man sich zulegen sollte wenn man auf diesen ganzen Scheiß mit den Orgien und Drogen und was weis ich was für Exzessen steht



Sexueller Mißbrauch von Kindern und so sind mir ja jetzt eher von Kirchen bekannt. Schon merkwürdig, wie die das irgendwelchen Satanisten immer anhängen wollen, ne?

Zitat von TM
Unterscheidet sich euer Leben überhaupt von dem Leben eines braven Christenmenschen?



Naja, ich vögele keine kleinen Meßdiener oder Waisenhauskinder oder so..

Zitat von Rafa
Aber als ich das erste Mal um Mitternacht auf dem Friedhof gevögelt habe, hatte ich den Arsch voller Sand, einen Striemen von dem blöden Grabstein im Rücken, jede Menge blauer Flecken und Abschürfungen an den Knien usw.



Wenn Du Dir nen intelligenteren Typen dafür gesucht hättest, dann hätte der ne Decke mitgenommen.. q:


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#65

RE: Lucifer, Satan, Jesus

in religiöser Satanismus 12.02.2014 20:43
von Trichocereus magnus | 265 Beiträge

Zitat von Rafa
Aber als ich das erste Mal um Mitternacht auf dem Friedhof gevögelt habe, hatte ich den Arsch voller Sand, einen Striemen von dem blöden Grabstein im Rücken, jede Menge blauer Flecken und Abschürfungen an den Knien usw.



Also diese Anekdote bestätigt mal wieder alle meine Vorurteile. Aber wenn man sowas mal gemacht hat, oder sogar regelmäßig Sachen abzieht die für so normale Leute komplett abgedreht klingen, sodass man sich nach und nach an das überkrasse Satanistendasein gewöhnt, dann gewöhnt man sich dadurch ja langsam auch an den Tabubruch, und entwöhnt sich so quasi selbst von diesem Gespür dafür was in den Augen der Gesellschaft als richtig und was als falsch gilt. Der Normalo ist ja schließlich (abgesehen von der Bequemlichkeit) v.a. deshalb normal weil er instinktiv das macht, was ihm von der Gesellschaft als normal und richtig anerzogen worden ist. Der Satanist macht demonstrativ alles was als falsch und böse gilt, um sich diesen Instinkt auf Teufel komm raus selbst auszutreiben. Deswegen würde ich diesem Statement hier gerade im Satanismuskontext eher widersprechen:

Zitat von Rafa
Die Gewissensbisse werden sich nicht in Luft auflösen, denn die werden normalerweise im Kindesalter von den Eltern schon indoktriniert und man kriegt sie das ganze Leben lang nicht mehr wirklich raus, auch nicht, wenn man Satanist wird.



So wie ich das sehe, sind diese ganzen Friedhofsschändungen und Katzenschlachtungen und okkulte Geisteranrufungen einfach als ne Art von anti-sozialen Ritualen zu verstehen, mit denen man sein eigenes Unterbewusstsein mal ordentlich aus den gewohnten Bahnen wirft, so dass man in Zukunft beispielsweise nicht gleich wegen jedem zerfleischten Haustier gleich ein Ekelgefühl kriegt.

Zitat von Daelach im Beitrag #64
[quote="TM"] Sexueller Mißbrauch von Kindern und so sind mir ja jetzt eher von Kirchen bekannt. Schon merkwürdig, wie die das irgendwelchen Satanisten immer anhängen wollen, ne?


Also ich will ja hier nicht immer den Jesus raushängen lassen, aber da muss ich jetz mal wieder das Christentum verteidigen. Es liegt ja nicht an der Religion, dass bei den Katholiken so viele Kinderficker sind. Schließlich sind von den Evangelischen bei weiten nicht soviele Missbrauchsfälle bekannt. Es muss wohl einfach am Zölibat liegen. Damit will ich nicht sagen, dass die Typen mit der Zeit so notgeil werden, dass sie alles ficken was nicht bei 3 aufm Baum ist; ich mein eher, dass die Typen, die sich entscheiden, Priester zu werden und für den Rest ihres Lebens nicht mehr zu vögeln, schon von vornherein nicht ganz normal sein können. Nur Männer die sowieso schon irgendeine Art von Sexualstörung haben, und ohnehin schon die Hoffnung aufgegeben haben dass sie jemals irgendwas Gescheites mit ihrem verqueren Sexualtrieb anfangen können, würden in der Blüte ihres Lebens einen Eid leisten, dass sie nie wieder ne ausgewachsene Frau anfassen werden. Die Institution Kirche is vielleicht nicht gerade perfekt, aber man kann es ja nun wirklich nicht dem christlichen Glauben ankreiden, dass so viele der Bewerber auf das Priesteramt von vornherein schon sexuell bzw. sozial gestört sind.

Und ich muss zur Verteidigung der römisch-katholischen Institution auch noch dazusagen, dass die allermeisten Priester ja auch garnicht pädophil sind. Ich vermute mal die meisten werden mehr oder weniger asexuell sein, und ein ordentlicher Anteil an verkappten Schwulen wird auch dabei sein. Ich finde gerade für Asexuelle ist das eigentlich wunderbar. Da haben sie trotz eventueller sozialer Interaktionsprobleme einen Platz in der Gesellschaft, können sogar richtig Karriere machen, niemand hält sie für Loser weil sie nie ne Freundin haben, und sie kommen gleichzeitig unter Leute und sind auch immer unter ihres Gleichen.


zuletzt bearbeitet 12.02.2014 20:44 | nach oben springen

#66

RE: Lucifer, Satan, Jesus

in religiöser Satanismus 19.02.2014 12:58
von Trichocereus magnus | 265 Beiträge

Ich lese ja auch nicht die Bibel um irgendwelche Wahrheiten über den Satan rauszufinden die sowieso nicht wahr sind weils den Satan aller Wahrscheinlichkeut überhaupt garnicht gibt weil er ja nur ne mythologische Figur ist. Überhaupt steht in der Bibel auch garnicht so viel über den drin.

Wenn ich die Bibel les, dann meistens deswegen weil ich den Jesus so furchtbar nett finde, wie der immer mit seinen Sandalen durch die Landschaft marschiert um die Herzen der Menschen mit seinen Worten der Liebe zu erfreuen... was er halt den ganzen Tag über so gemacht hat, der Jesus. Der war doch voll in Ordnung, warum müssen denn alle Satanisten immer so feindselig gegenüber dem Christenjesus sein, und sich andauernd über ihn lustig machen, und seinen Vadder als "Graugesicht" beschimpfen, und lauter solche Gemeinheiten? Nur weil er halt ein bisschen ein Softie war? Ist das immernoch so ein Aufreger für euch, dass vor zwei Jahrtausenden ein Weichei in der Wüste rumspaziert ist und was von seim Vadder erzählt hat?

Pfff, ihr Satanisten immer mit eurer Anti-Christus-Fixierung... also sagt mal, ihr definiert euch wohl alle nur dadurch dass ihr die anderen scheiße findet...

Und hey Muab, dein Schreibstil ist echt hart kaputt, gewöhn dir den mal lieber ab, das ist echt nicht schön zu lesen.

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#67

RE: Lucifer, Satan, Jesus

in religiöser Satanismus 19.02.2014 18:20
von RAFA | 1.174 Beiträge

Zitat von TM
Also diese Anekdote bestätigt mal wieder alle meine Vorurteile. Aber wenn man sowas mal gemacht hat,


Wie sonst möchtest du dir eine eigene Meinung bilden, außer dass du es halt einfach auch selber mal ausprobierst?
Wie sonst möchtest du etwas lernen, außer dass du es halt einfach mal machst? Erzählt mir doch (ausgerechnet) DU nicht, dass es DIR lieber wäre, wenn es dir einer gleich von vorn herein dogmatisch vorschreibt, was gut und richtig ist und was du zu tun hast?

Zitat von TM
n gewöhnt man sich dadurch ja langsam auch an den Tabubruch


Das ist auch wichtig. Tabus, die nämlich eigentlich gar keine Funktion und keinen Sinn haben, gehören auch gebrochen! Und gucke an: Wenn man auch OHNE so ein Tabu leben kann, ja, wenn man sogar BESSER ohne das Tabu leben kann... dann sag mir mal mindestens 1 Grund für dessen Existenzberechtigung!

Ja, da machen wir halt Ockhams Razor, ratsch ratsch. Findest du das falsch?

Zitat von TM
diesem Gespür dafür was in den Augen der Gesellschaft als richtig und was als falsch gilt.


ah-m ah-m *zustimmend nick mit einem fiesen Kniff im linken Auge*
Du bist also der Meinung, man sollte sein Gespür danach ausrichten, was in den Augen der Gesellschaft für richtig oder falsch gehalten wird? *lauer*

Zitat von TM
s macht, was ihm von der Gesellschaft als normal und richtig anerzogen worden ist.


Du machst also nur das, was dir in der Gesellschaft als normal anerzogen worden ist? ...und das findest du ... (äh ... was kann man denn so etwas finden? Na vielleicht:) schön, sinnvoll, funktional, geil, lustig, aufregend, bereichernd, Horizont-erweiternd. Ja sag: Auf was genau kommt es denn DIR im Leben an?

Zitat von TM
Der Satanist macht demonstrativ alles was als falsch und böse gilt


Nein. Das macht er genau NICHT. Denn ob er jetzt genau das macht, was er soll, oder genau das, was er NICHT soll - er richtet sich danach, was er soll. Genau das macht der Satanist aber nicht. Der Satanist "tut, was er will".

Er muss aber erst einmal heraus finden, was er will und vor allem muss er erst mal diese ganzen anerzogenen Normen, was er soll oder was er grad eben NICHT-soll, aufarbeiten. Um das aufzuarbeiten, trotzt er natürlich eine Weile und macht natürlich erst mal genau das, was er NICHT soll, bis er halt merkt, dass ihm das ja gar nichts bringt - und DANN ist er so weit, dass er es lassen kann, wenn er meint.

Du siehst: Nicht die Obrigkeit schreibt ihm vor, was er tut, sondern er entscheidet SELBST, was gut und böse ist (1. Mose 3,5 Sondern **** weiß: An dem Tag, da ihr davon esset, werden euch die Augen aufgetan, und ihr werdet sein wie **** selbst und werdet erkennen, was gut und böse ist!). Nur DARUM geht's an dieser Stelle. (Andere Stellen gibt es natürlich im Satanismus auch noch, wollt ich bloß gesagt haben, nä )

Zitat von TM
, mit denen man sein eigenes Unterbewusstsein mal ordentlich aus den gewohnten Bahnen wirft, so dass man in Zukunft beispielsweise nicht gleich wegen jedem zerfleischten Haustier gleich ein Ekelgefühl kriegt.


Das gibts auch im Satanismus.
Das ist aber was anderes. Man nennt das "Ekeltraining" und ich persönlich halt nichts davon. Das ist eher sowas für Daelach und diese Konstruktivisten, die meinen, sie müssten sich selbst beliebig programmieren, wie es ihre vollkommen unabhängige und unbeeinflusste, völlig freie und absolut eigenständige, selbst gewählte Meinung vorschreibt.

Zitat von TM
Es liegt ja nicht an der Religion, dass bei den Katholiken so viele Kinderficker sind.


äh ... jaiiin, Tendenz zu "ja doch"

Aufgrund des Zölibats sind Ersatzbefriedigungen zum "normalen Hetero-Sex" ja wohl vorprogrammiert. Welcher Pfaff sich in Begleitung einer hübschen Nonne blicken lässt, über den wird doch gleich gemunkelt. Also bedient man sich halt "gesellschaftlich anerkannterer", unverdächtiger Begleitung, weil durch die Rippen rausschwitzen darf man es sich ja bei denen auch nicht.

Zu der Umleitung der Triebe auf Ersatzobjekte (Sublimierung) kommt dann im katholischen Zölibat die erhöhte Attraktivität für all diejenigen, die sowieso schon so drauf sind. Deswegen ist das echt so ein ziemliches Sammelbecken, gerade für abartiges Sexualverhalten.

Und sie haben ja zu ihrem großen Glück noch den Satan, den Bösen, den Vater der Lüge, den hinterfotzigen... hahaha

Zitat von TM
ter zu werden und für den Rest ihres Lebens nicht mehr zu vögeln, schon von vornherein nicht ganz normal sein können


so isses

Zitat von TM
s ja nun wirklich nicht dem christlichen Glauben ankreiden


Das kann man nicht, da geb ich dir ganz Recht. Ich trenne darum auch ganz strikt zwischen Kirche (Sekte, Gemeinde) und dem Christentum als solches.

Zitat von TM
ass die allermeisten Priester ja auch garnicht pädophil sind.


Pädophilie ist übrigens eine (psychische) Krankheit, sogar eine endogene. Sie tritt sehr oft erst in höherem Alter auf, weil sie auch extrem viel mit den Neurotransmittern und den Sexualhormonen zu tun hat, die sich da altersbedingt verändern.

Zitat von TN
Ich lese ja auch nicht die Bibel um irgendwelche Wahrheiten über den Satan rauszufinden die sowieso nicht wahr sind weils den Satan aller Wahrscheinlichkeut überhaupt garnicht gibt weil er ja nur ne mythologische Figur ist. Überhaupt steht in der Bibel auch garnicht so viel über den drin.


Haha, ich fühle mich ja mal voll angesprochen *5 geb*

Weißt du, ... ich habe einen Kopf, aber ich habe auch einen BAUCH - und deswegen fahre ich zweigleisig. Ich leb nicht nur davon, was ich weiß und was logisch ist, sondern auch danach, was ich halt so gefühlsmäßig bedürftig bin. Das geb ich mir genauso. Es ist in gewisser Weise ein Kunststück, das beides unter einen Hut zu bringen, aber das mach ich halt dann mal. Grad momentan kann ich mich ja wieder absolut ereifern in diesen schönen Bibelgeschichten! Hast du schon mein neuestes Werk zur Sintflut gelesen? Guckstu hier, ich lach mich weg, hey: http://rafa.at/581arche.php

Gut, gut, die richtig guten Dinger, z.B. das über die Berechnung der Verdrängung von Wassermassen durch einen Holzkahn und dessen Nutzlast... hab ich mir geklaut, aber ich find die Geschichte trotzdem absolut funny, was sag(s)t du/ihr?

Zitat von TM
er immer mit seinen Sandalen durch die Landschaft marschier


jaja: folget der Sandale, er ist der Messias!


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#68

RE: Lucifer, Satan, Jesus

in religiöser Satanismus 19.02.2014 19:54
von Trichocereus magnus | 265 Beiträge

Zitat von RAFA im Beitrag #67

Zitat von TM
diesem Gespür dafür was in den Augen der Gesellschaft als richtig und was als falsch gilt.

ah-m ah-m *zustimmend nick mit einem fiesen Kniff im linken Auge*
Du bist also der Meinung, man sollte sein Gespür danach ausrichten, was in den Augen der Gesellschaft für richtig oder falsch gehalten wird? *lauer*



Nein. Man kann sein Gespür nach dem ausrichten was das Normale ist, wird auch empfohlen, weil man so am leichtesten durchs Leben kommt, ohne Anzuecken oder gegen die Wand zu fahren. Muss man aber nicht. Es gibt ja Leute die sind einfach zu krass für ein normales Leben, oder solche für die das 0815-Dasein so derart deprmierend ist, dass sie fast eingehen. Und Letztere müssen eben, wenn sie ihr Leben mal bissl aufpeppen wollen, auch mal mit der Norm brechen, und dafür muss man sich ggf. dieses "Gespür dafür was in den Augen der Gesellschaft als richtig und was als falsch gilt" irgendwie abgewöhnen. Und das ist ja auch wichtig, dass es in einer Gesellschaft immer einen kleinen Anteil von Freaks gibts, die sich an keine Regeln halten und meinen sie könnten machen was sie wollen. Das sind nämlich die Kreativen! Wenn es keine abgedrehten Spinner gäbe, was wären uns da für wunderbare kulturelle Schöpfungen entgangen? Spiritismus, Okkultismus und Geisterglaube, prophetische Religionen, im Grunde alles was mit Spiritualität zu tun hat, dann solche Sachen wie Street Art, Schwulendiskos, Tarantinofilme, Poststrukturalismus, Live-Acting Role Play, Psychopilzzucht für Jedemann, National Socialist Black Metal, Pornographie, ja nicht einmal die Wahrscheinlichkeitsrechnung (Laplace war voll der Freak, der hatte keine Freunde, deswegen saß er dauernd daheim und hat gewürfelt).

Ja, Freaks sind wichtig. Ich finds aber natürlich toll dass es so viele Leute gibt, die ein langweiliges Spießerdasein führen und täglich auf Arbeit gehen und brav ihre Steuern zahlen, weil von irgendwas müssen ja diese unproduktivem Spinner, die immer nur das machen was ihnen gefällt, auch leben. Es muss beides geben.


Zitat von RAFA im Beitrag #67

Zitat von TM
s macht, was ihm von der Gesellschaft als normal und richtig anerzogen worden ist.

Du machst also nur das, was dir in der Gesellschaft als normal anerzogen worden ist?



Nö. Ich sag doch nicht dass man das machen soll. Das war lediglich die Feststellung, dass Normalos wohl vermutlich so drauf sind.


Zitat von RAFA im Beitrag #67
...und das findest du ... (äh ... was kann man denn so etwas finden?


Wenn du ein Normalo bist: gut
Wenn du ein Freak bist: schlecht
Jedem das Seine.


Zitat von RAFA im Beitrag #67

Zitat von TM
Der Satanist macht demonstrativ alles was als falsch und böse gilt

Nein. Das macht er genau NICHT. Denn ob er jetzt genau das macht, was er soll, oder genau das, was er NICHT soll - er richtet sich danach, was er soll. Genau das macht der Satanist aber nicht. Der Satanist "tut, was er will".

Er muss aber erst einmal heraus finden, was er will und vor allem muss er erst mal diese ganzen anerzogenen Normen, was er soll oder was er grad eben NICHT-soll, aufarbeiten. Um das aufzuarbeiten, trotzt er natürlich eine Weile und macht natürlich erst mal genau das, was er NICHT soll, bis er halt merkt, dass ihm das ja gar nichts bringt - und DANN ist er so weit, dass er es lassen kann, wenn er meint.



Jep, so hab ich das auch gemeint.


Zitat von RAFA im Beitrag #67

Zitat von TM
, mit denen man sein eigenes Unterbewusstsein mal ordentlich aus den gewohnten Bahnen wirft, so dass man in Zukunft beispielsweise nicht gleich wegen jedem zerfleischten Haustier gleich ein Ekelgefühl kriegt.

Das gibts auch im Satanismus.
Das ist aber was anderes. Man nennt das "Ekeltraining" und ich persönlich halt nichts davon. Das ist eher sowas für Daelach und diese Konstruktivisten, die meinen, sie müssten sich selbst beliebig programmieren, wie es ihre vollkommen unabhängige und unbeeinflusste, völlig freie und absolut eigenständige, selbst gewählte Meinung vorschreibt.



Man kann das Selbe Prinzip ja auch auf andere Lebensbereiche ausweiten, die durch Selbstverständlichkeiten eingegrenzt sind. Ich hatte mal ein paar Schulkollegen, die haben mit 14 oder so in der Drogerie Kondome geklaut, so als Mutprobe für ihre Clique. Das war nämlich die böse-Jungs-Clique. Das ist für mich das Selbe Prinzip wie wenn man in ne satanistische Sekte geht und dort ne Katze schlachtet, oder wenn man in ne Studentenverbindung geht und dort ähnliche widerwärtige oder destruktive Rituale durchführt, wie zum Beispiel dieses ritualisierte Komasaufen bis man reihert (und zwar in eine speziell dafür konstruierte Verbindungstoilette mit jeweils einem Handgriff rechts und links neben der Schüssel, auf dem man sich aufstützen kann während man den Kopf übers Klo hält), oder eben früherszeiten die Sache mit dem Fechten, wo es ja hauptsächlich darum ging, sich von jemandem mit dem Degen das Gesicht zerschlitzen zu lassen, weil man den Schmiss brauchte um in der Verbindung aufzusteigen.

Will sagen: Des ganze Gschmarr mit den bizarren Ritualen dient eigentlich nur dazu, sich von dem vorherrschenden gesellschaftlichen Mainstream-Moralsystem zu lösen, um in ein anderes überzuwechseln (z.B. das der Jugendkriminalität / der satanistischen Sekte / des elitären konservativen Akademikertums).


Zitat von RAFA im Beitrag #67

Zitat von TM
Es liegt ja nicht an der Religion, dass bei den Katholiken so viele Kinderficker sind.
äh ... jaiiin,
[quote="TM"]s ja nun wirklich nicht dem christlichen Glauben ankreiden

Das kann man nicht, da geb ich dir ganz Recht. Ich trenne darum auch ganz strikt zwischen Kirche (Sekte, Gemeinde) und dem Christentum als solches.



ja genau das hab ich damit gemeint.

Jetzt hast du diesen Muab-Spinner einfach so gelöscht? Da hat er sich solche Mühe gegeben, das schrulligstmögliche Gschmarri zu schreiben wo überhauptst geht, und dann fällt sein jämmerliches kleines literarisches Werk einfach so der Zensur anheim? Hm, das macht einen schon nachdenklich, wie vergänglich doch alles ist, hier im Internet... Wer weis, vielleicht wird es auch mich bald treffen, wenn ich mich mal wieder ins Schwärmen komme, über Frieden und Liebe und Jesus...

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#69

RE: Lucifer, Satan, Jesus

in religiöser Satanismus 19.02.2014 20:49
von Daelach | 1.211 Beiträge

@ Rafa: Jede Hyposensibilisierung ist nichts anderes als ein Ekeltraining, und das funktioniert sogar sehr gut. Abgesehen davon hab ich mit Höhenangst seit dem Fallschirmspringen auch kaum noch Probleme. ^^


~ a star is nothingness disguised as light ~
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#70

RE: Lucifer, Satan, Jesus

in religiöser Satanismus 20.02.2014 13:18
von RAFA | 1.174 Beiträge

Zitat von TM
Jetzt hast du diesen Muab-Spinner einfach so gelöscht? Da hat er sich solche Mühe gegeben, das schrulligstmögliche Gschmarri zu schreiben wo überhauptst geht, und dann fällt sein jämmerliches kleines literarisches Werk einfach so der Zensur anheim?


Jo, weil weißt du: might is right

Nee, also ohne Flax: Es ist ja nicht ganz ohne, was der "Muab-Spinner" hier ablässt. Ich glaub, ich glaub, er könnte Bratislav sein, der Autor des Buches "Grundkurs humonaoide Metaphysik" ( http://www.amazon.de/Grundkurs-Humanoide...oide+metaphysik )

Dem geht es um den "Diskordianismus" ( http://de.wikipedia.org/wiki/Diskordianismus ), eine höchst sarkastische Weltanschauung zwischen Satanismus und Spaghettimonster. Ist ganz amüsant.

Allerdings wird es einfach unübersichtlich, wenn es (inhaltlich oder quantitativ) ausartet und ich hab in bestimmten Angelegenheiten so einen Ordnungsfimmel, weißt du . Drum hab ich 3 oder 4 seiner Beiträge einfach gelöscht und 2 oder 3 andere stehen lassen, die auch schon einen guten Einblick in seine Botschaft bieten.

Zitat von TM
Hm, das macht einen schon nachdenklich, wie vergänglich doch alles ist, hier im Internet...


Oh ja! Ganze Foren sind vergangen! 10 Jahre lang führte ich das gigantisch geile Forum Satanismus auf Parsimony, was teilweise wirklich end-geile Beiträge drin hatte. Und dann macht Parsimony eines Tages dicht, strich die Foren (auch die bezahlten) aus seinem Angebot und es war alles futsch (also sie habens schon angekündigt und ich hab noch heute vom ganzen Forum ein Backup, das ich irgendwann mal bearbeite und vllt in Buchform fasse, wenn ich im Altersheim bin und Zeit dazu habe).

Ja, ja... so aus der Oberfläche des Bewusstseins ist vieles einfach bloß weg - in den Tiefen findest du es aber noch, du musst bloß mal bisschen in dich tauchen.

Drum auch das mit dem "x" oben rechts, von dem ihr neulich gesprochen habt: Ja, soooo schlimm ist das gar nicht, weil die wesentlichen Dinge sind schon noch da .

@Daelach: Ja, aber das sind die natürlichen "Ekeltrainings", die sich von selbst ergeben und zwar zur rechten Zeit. Dann wirken sie auch richtig und darauf lege ich Wert und darum halt ich auch nichts davon, wenn man das mit "mit Gewalt" macht.


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#71

RE: Lucifer, Satan, Jesus

in religiöser Satanismus 24.02.2014 07:54
von Trichocereus magnus | 265 Beiträge

"Ekeltraining", das klingt so nach Dschungelcamp. Mir gings ja bei dem Gedanken auch garnicht um sowas naheliegendes wie den Ekel bei den Blutritualen; der Hauptgrund warum der deutsche Durchschnittsbürger in der Regel sein Leben lang keine einzige Katze schlachtet, sind ja wohl (abgesehen von der Sauerei mit dem Blut und den Därmen und so) irgendwelche moralischen Vorbehalte, so von wegen "das tut man aber nicht". Es geht ja (so wie ich das versteh) darum, ein Stück seines kulturellen Repertoires loszuwerden, das einem normalen Menschen derartige Grausamkeiten verbieten würde; dass man dabei gleichzeitig auch die Katze loswird und sich eventuell den Teppich versaut, sehe ich nur so als Nebeneffekt...

Sagen wir zum Beispiel mal, ein Metzgermeister würde sich für satanistische Rituale interessieren. Der isses ja gewohnt, Tiere zu schlachten, hat geeignetes Werkzeug, eine Schürze, alles was man eben so braucht. Für den wäre der Aspekt des Ekeltrainings bei soeinem Ritual ja nicht gegeben. Aber eine Katzenschlachtung würde auch für einen Berufstiermörder nochmal ein paar moralische und rechtliche Grenzen überschreiten. Und genau darum gehts.

Zitat von RAFA im Beitrag #70

Zitat von TM

[quote="TM"]Hm, das macht einen schon nachdenklich, wie vergänglich doch alles ist, hier im Internet...

Oh ja! Ganze Foren sind vergangen! 10 Jahre lang führte ich das gigantisch geile Forum Satanismus auf Parsimony, was teilweise wirklich end-geile Beiträge drin hatte. Und dann macht Parsimony eines Tages dicht, strich die Foren (auch die bezahlten) aus seinem Angebot und es war alles futsch (also sie habens schon angekündigt und ich hab noch heute vom ganzen Forum ein Backup, das ich irgendwann mal bearbeite und vllt in Buchform fasse, wenn ich im Altersheim bin und Zeit dazu habe).



Das klingt interessant. Du solltest dem Ganzen soeinen mythischen Titel geben, wie: "Die parsimonischen Chroniken der Finsternis" und dabei in dem ganzen Buch mit keinem Wort erwähnen dass du das alles nur aus nem Internetforum zusammengeschnipselt hast, so ähnlich wie das damals bei diesem Axolotl-Roadkill-Skandal gewesen ist. Behaupte einfach, es wäre dir in Séancen gechannelt worden. Die einzelnen Posts werden dann mit solchen biblischen Einleitungssequenzen zusammengefügt, z.B. "Und so begab es sich, dass den Kindern des Bösen der große Trichocereus erschien. Und er stand auf einer Anhöhe, tat den Mund auf, lehrte sie, und sprach: ........."

Im Print muss das natürlich stilecht in hellgrauer Schrift auf schwarzes Papier gedruckt werden. Das wird cool! Ich hoffe du kommst bald ins Altersheim!


zuletzt bearbeitet 24.02.2014 08:05 | nach oben springen

#72

RE: Lucifer, Satan, Jesus

in religiöser Satanismus 08.08.2015 23:28
von Instant Karma | 290 Beiträge

Zitat von Daelach im Beitrag #61

Nein. Du kannst keine Theorie je "beweisen". Nicht in Naturwissenschaften. Ich empfehle mal etwas Beschäftigung mit Wissenschaftstheorie, um diesen blinden Glauben an Naturwissenschaften abzulegen.


Das hat aber doch mit Glauben nix zu tun, sondern mit der Definition: Einen strengen Beweis wie in der Mathematik gibt es in den Naturwissenschaften sicher nicht. Ist eine naturwissenschaftliche Theorie aber empirisch gut abgeklopft, leistet die erwarteten Vorhersagen und kann lange Zeit nicht falsifiziert werden, betrachtet man sie als belegt. Natürlich gibt es immer ein Restrisiko, dass die Vorhersagen der Relativitätstheorie morgen nicht mehr gelten, aber das ist mir zu philosophisch-abstrakt und unwahrscheinlich.

Was erwartest du von einer Theorie denn NOCH, außer dass sie funktioniert?

Zitat von Daelach im Beitrag #61
Falsch. Damit zeigst Du nur, daß man die Dinge nicht auf JEDE Weise konstruieren kann.


Damit hätten wir schon mal die erste Regel einer objektiven Realität. Am Ende wird dann nur das konstruiert, wo wir eh schon einen Konsens haben, nämlich unsere Wahrnehmung. Ja gut, das ist auch irgendwie ein bisschen Realität, aber da hätte ich mir schon etwas mehr erwartet.


zuletzt bearbeitet 09.08.2015 02:41 | nach oben springen

#73

RE: Lucifer, Satan, Jesus

in religiöser Satanismus 09.08.2015 16:08
von S_J | 454 Beiträge

Zitat von Instant Karma im Beitrag #72
Natürlich gibt es immer ein Restrisiko, dass die Vorhersagen der Relativitätstheorie morgen nicht mehr gelten, aber das ist mir zu philosophisch-abstrakt und unwahrscheinlich.

Ach, et is noch gar nicht so lange her, dass das die meisten Menschen, die mit Physik zu tun hatten, bezüglich der Mechanik ähnlich gesehen hätten - sofern es nicht Leute gibt, die heute noch nicht akzeptieren, dass es wirklich Beobachtungen gibt, die nicht mit den Vorhersagen dieser Hypothese übereinstimmen. Insofern qualifizierst du dich damit bloß als eins dieser Mitglieder derjenigen Mehrheit der Menschen, die sich dem Erhalt des Status Quo verschrieben hat, und Weiterentwicklungen wohl eher mit aller Macht verhindert, als dass sie selbst dazu beitragen würde.
Peinlich wird es immer erst, wenn ebensolche Menschen nicht begreifen, dass ihre Vorstellung des Status Quo als absoluter Wahrheits nicht viel mehr als ein Glaubenssystem ist.


zuletzt bearbeitet 09.08.2015 16:12 | nach oben springen

#74

RE: Lucifer, Satan, Jesus

in religiöser Satanismus 09.08.2015 17:16
von Instant Karma | 290 Beiträge

Zitat von S_J im Beitrag #73
Zitat von Instant Karma im Beitrag #72
Natürlich gibt es immer ein Restrisiko, dass die Vorhersagen der Relativitätstheorie morgen nicht mehr gelten, aber das ist mir zu philosophisch-abstrakt und unwahrscheinlich.

Ach, et is noch gar nicht so lange her, dass das die meisten Menschen, die mit Physik zu tun hatten, bezüglich der Mechanik ähnlich gesehen hätten - sofern es nicht Leute gibt, die heute noch nicht akzeptieren, dass es wirklich Beobachtungen gibt, die nicht mit den Vorhersagen dieser Hypothese übereinstimmen.


Eine Theorie hat nicht den Anspruch, alles zu beschreiben. Die klassische Mechanik ist als Spezialfall für Massen und Geschwindigkeiten, bei denen relativistische Effekte vernachlässigbar sind, immer noch geeignet. Sie wurde durch die RT nicht widerlegt, sondern erweitert. Das gleiche steht der RT selbst und der QM auch noch bevor, denn noch ist es nicht gelungen, beide Theorien zu vereinigen. Trotzdem sind sie für ihren Bereich ja brauchbar und werden es nach ihrer Vereinigung auch noch bleiben. Das ist in den Naturwissenschaften ganz normal.

Zitat von S_J im Beitrag #73
Peinlich wird es immer erst, wenn ebensolche Menschen nicht begreifen, dass ihre Vorstellung des Status Quo als absoluter Wahrheits nicht viel mehr als ein Glaubenssystem ist.


Na da hast du aber etwas ganz grundsätzlich nicht verstanden: In der Wissenschaft gibt es keinen Absolutheitsanspruch. Das ist mehr Sache der Esoterik und Talisman-Träger. Diese haben auch einen anderen Glaubensbegriff. In der Esoterik wird geglaubt, was geglaubt werden will, während die Wissenschaftler versuchen, ihre Vermutungen immer wieder zu Fall zu bringen. Während dies bei der Wissenschaft zu einem selektiven Prozess führt, bei dem sich brauchbare Modelle herausbilden, wäre diese Vorgehensweise für jede esoterische Idee der Todesstoß.

Beispielhaft konnte man die Unterschiede beider Paradigmen auch schön an unserem letzten Gespräch beobachten, wo du dich ja mit persönlichen Angriffen der kritisch-sachlichen Betrachtung zu entziehen gedachtest.


zuletzt bearbeitet 09.08.2015 17:36 | nach oben springen

#75

RE: Lucifer, Satan, Jesus

in religiöser Satanismus 09.08.2015 17:58
von S_J | 454 Beiträge

Zitat von Instant Karma im Beitrag #74
Eine Theorie hat nicht den Anspruch, alles zu beschreiben. Die klassische Mechanik ist als Spezialfall für Massen und Geschwindigkeiten, bei denen relativistische Effekte vernachlässigbar sind, immer noch geeignet. Sie wurde durch die RT nicht widerlegt, sondern erweitert.

Es ist einfach, das so simpel zu behaupten und darzustellen, wenn die Arbeit dahingehend, dass es sich um eine ERWEITERUNG handelt, in der Zwischenzeit ja nunmal schon gemacht worden ist.
Ursprünglich war die Beobachtung bzw. Aussage: "Wir stellen fest, dass mechanische Gesetze hier nicht gelten." Genau die Art Aussage/Schlussfolgerung, zu der es bzgl. des aktuellen Paradigmas deiner Ansicht nach höchstwahrscheinlich nicht kommen wird. Und der Witz ist: Das werden die Leute mit den eingeschränkteren Sichtweisen (das waren dann damals die Leute, die alles, was über die Mechanik hätte hinausgehen können, für zu abstrakt gehalten haben) damals ganz genauso gesehen haben.
Ob du das zeitlich oder örtlich oder bzgl. der definierten Bedingungen ausdrückst, ist vollkommen irrelevant - irgendwann sind Leute an einem "morgen" hingegangen und haben die kühne Behauptung aufgestellt, die etablierten Gesetze gelten in ihren Experimenten nicht.

Du kannst das als Erweiterung darstellen, so wie auch jeder Grieche hingehen könnte und im Nachhinein feststellen könnte, dass Brüche die ganzen Zahlen ja auch bloß "ergänzen" bzw. "erweitern". Oder Wurzeln, oder negative Zahlen, oder bloß die Null. An den Schranken in den Köpfen ändert das so zunächst mal überhaupt nichts.

Zitat
Na da hast du aber etwas ganz grundsätzlich nicht verstanden: In der Wissenschaft gibt es keinen Absolutheitsanspruch. Das ist mehr Sache der Esoterik und Talisman-Träger.


Das ist natürlich richtig. Weswegen allerdings ein guter Wissenschaftler auch nicht argumentieren würde, die Möglichkeit, das aktuelle präferierte System könne irgendwann mal als nicht geltend gefunden werden, sei ihm oder ihr "zu philosophisch-abstrakt und unwahrscheinlich."

Du lässt dir bloß das Hintertürchen offen, das dir ermöglicht, im NACHHINEIN zu behaupten, du hättest ja nie einen Absolutheitsanspruch gestellt. Ich für meinen Teil halte allerdings die Abkanzelung im Sinne eines "zu philosophisch-abstrakt und unwahrscheinlich" für eine sehr marginale Abwandlung der Sichtweise "unnötig und sowieso nicht möglich".
Es ist eine politische Umschreibung für die Aussage, dass du ja eigentlich schon sehr davon überzeugt bist/daran glaubst, der Status Quo sei DIE Beschreibung der Dinge, wie sie sind, und das werde auch so bleiben.

Ich find's auch interessant, in welcher Selbstüberschätzung du deine ungebildeten Ansichten zum Thema Magie als "kritisch-sachlich" einstufst. Es ist doch allerliebst, für wie unbeleidigend und nicht absolut du es hältst, die Methoden der Ratio für die Ultima Ratio in Bezug auf alles zu halten, und dann tatsächlich noch zu glauben, deine Ansicht sei mehr als nur eine Meinung.
Aber diese Arroganz ist für eine naturwissenschaftlich geprägte Gesellschaft nur allzu typisch, und ganz besonders für die Leute, die sich für ihre Vorreiter halten - selbst wenn sie davon überzeugt sind, was über ihr beschränktes Weltbild hinausgehe, sei ohnehin "zu philosophisch-abstrakt und unwahrscheinlich".
Du hast dich als angeblichen Vertreter einer Wissenschaft, die keine Absolutheitsansprüche stellt, bereits selbst widerlegt und merkst es nichtmal, und das ist mir ehrlich gesagt einfach nur zu stumpf, um darüber weiter zu diskutieren.
Ich denke, du hast aber mehr als einen Tipp bekommen, wie du mal mitbekommen könntest, wie sehr du selbst glaubst ... und irgendwann muss man halt einfach einsehen, wie ein Lehrer von mir schonmal meinte, dass man innerhalb eines Kontexts eben nicht davon ausgehen sollte, dass da ein Stück Gehirn nachwächst. Soll heißen, die Abzüge in der B-Note gibt es dann einmal und nicht häufiger ... aber zu blöd werden kann Einem das nach 'ner Weile ja trotzdem.

Nun, und wenn btw damals ein Vorreiter der Quantenphysik beleidigend geworden wäre, weil er/sie/es vielleicht nach der x-ten Verweigerung einer Publikation die Nase voll gehabt hätte von den Schranken in den Köpfen, hätte das immer noch nicht bestätigt, dass deswegen die Vertreter der Mechanik irgendwie richtiger gelegen hätten. Das sollte man mal schön nicht durcheinderbringen.
:-)


zuletzt bearbeitet 09.08.2015 18:12 | nach oben springen


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