#16

RE: Bestattungsrituale im Satanismus?

in philosophischer Satanismus 20.04.2013 20:07
von MarcoMango | 38 Beiträge

Zitat von Daelach im Beitrag #14
Zunächst mal scheint Dein Browser ein Problem zu haben, Deine Zeichen kommen etwas schräg an.



Das liegt an meinem handy, das schreibt nicht in HTML code um. was den Effekt hat, das ihr meine Ä's Ö's und Ü's nicht so seht, und ich eure nicht.

@Too Mega Therion alles baut irgendwie auf was auf, und Luzifer kommt ursprünglich aus dem Christentum.


Bei Fragen zum Satanismus oder Okkultismus könnt ihr eruch auch persönlich melden.
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#17

RE: Bestattungsrituale im Satanismus?

in philosophischer Satanismus 20.04.2013 23:35
von Too Mega Therion | 53 Beiträge

Nö. Der findet schon im frühen Judentum Erwähnung! Er ist eigentlich noch vor dem Satan in einen Pfuhl aus Feuer geworfen worden.


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#18

RE: Bestattungsrituale im Satanismus?

in philosophischer Satanismus 21.04.2013 11:54
von MarcoMango | 38 Beiträge

naja also, was wird denn dann darüber geredet? Und acceptiert ihr die Christen etwa nicht?


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#19

RE: Bestattungsrituale im Satanismus?

in philosophischer Satanismus 21.04.2013 12:23
von Daelach | 1.214 Beiträge

Quellen dafür, daß Luzifer ein Erzengel gewesen sein soll? Das Judentum gibt derlei nicht her.


~ a star is nothingness disguised as light ~
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#20

RE: Bestattungsrituale im Satanismus?

in philosophischer Satanismus 22.04.2013 21:02
von Too Mega Therion | 53 Beiträge

Ok, ich werd's recherchieren. Ich hab irgendwann mal gelesen, dass Luzifer als einer der, wenn nicht sogar DER, Engel der ersten Stunden wäre. Wütend darüber, dass Gott die Menschen erschuf und ihnen die Macht darüber gab, dass sie selbst entscheiden können, ob sie glauben oder nicht, fing er einen Krieg, eine Revolution, gegen Gott an. Er unterlag und wurde in einen Pfuhl aus Feuer und Schwefel verbannt. Später hat angeblich Gabriel ihm nachgeeifert. Ich meine auch gelesen zu haben, dass diese Engelstheorien bereits in alten jüdischen (vorchristlichen) Schriften erwähnt werden. Wie gesagt, ich werde Quellen recherchieren und je nach Ergebnis, würde ich mich sogar selbst korrigieren. Ich will hier ja nicht lügen verbreiten.
Der Stoff wurde übrigens in der Filmreihe "God's Army" verarbeitet.

@Daelach
Nein, nicht dafür. Ich meine er wird dort (im Judentum) schon erwähnt. Nicht unbedingt als Erzengel.

Doppelpost zusammen gefügt.

@mango
Ich kann hier selbstverständlich nicht für alle sprechen, aber ich lebe den sogen. Satanismus als eine Art Mischung aus Atheismus, Sozialdarwinismus, Egozentrismus, aber auch unter Wahrung sozialer und juristischer Grenzen.
Ich bin Vater und möchte, dass meine Kinder eines Tages selbst über ihren Glauben oder so entscheiden.
Dennoch lehne ich jegliche religiöse Rituale oder Gebote ab. Deswegen stören mich solche Dinge wie "satanische Taufe" oder dergleichen. Das ist meine Philosophie. Ich halte eine Rhetorik wie " Heil Satan" für kindisch. Das ist aber nur meine Meinung. Fühl dich nicht gegängelt.
Solche Dinge christianisieren den Satanismus. Aus meiner Sicht. Und dadurch wird er zu nichts anderem, als dem Pfad zur rechten Hand zugehörig. Das ist aber nicht meine Definition davon.


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zuletzt bearbeitet 25.04.2013 12:23 | nach oben springen

#21

RE: Bestattungsrituale im Satanismus?

in philosophischer Satanismus 22.04.2013 22:26
von RAFA | 1.191 Beiträge

Nicht so viele Filme gucken, bzw. nicht meinen, man könnte ihre Inhalte als Info verwenden!

Also definitiv ist es ein weit verbreiteter Glaube unter Christen und besonders unter Esoteriker, dass "Luzifer" der oberste Erzengel Gottes gewesen ist und von dort gefallen ist, weil er sich aufgelehnt hat. Das hat aber keinerlei biblische Begründung!

Es ist schon einmal der Name "Luzifer" völlig dubios, denn letztendlich ist es nur eine einzige Bibelstelle, aus der heraus interpretiert wird. Diese Stelle ist auch noch strittig und die einen meinen, es sei der König von Babylon gemeint, während andere interpretieren, es wäre auch eine Metapher auf den Teufel.

Der Fall des Teufels ist das Nächste, was nur blöder Aberglaube ist (wenn man da überhaupt von irgendwelchen "Fakten" ausgehen will, weil im Grunde ist ja alles nur doofer Aberglaube, aber mal abgesehen davon...). Theologen sind sich bis heute strittig, ob der Teufel überhaupt schon "gefallen" ist - und falls ja, wann "genau", denn beim Hiob lief er noch lustig unter den Söhnen Gottes im Himmel herum. In Betracht für den Fall-Zeitpunkt kommt der Sündenfall, andere Christen behaupten, er sei erst gefallen, als Jesus zum Himmel aufgefahren ist, da musste er den Platz für den wahren Sohn Gottes frei machen und wieder andere behaupten, er sei noch nicht gefallen, sondern der Fall fände erst beim Jüngsten Gericht statt, bla bla bla. Das alles (das mit dem Fall) ist dummes Gemurkse (also immer unter Vorbehalt, dass das eben sowieso ALLES nur dummes Gemurkse ist) und es haben sich das irgendwelche Esoteriker, christliche Fanatiker, Mystiker und Spinner zwischen-den-Zeilen heraus-interpretiert.

Im alten Testament steht weder was von Luzifer, noch vom Fall noch überhaupt davon, dass der Teufel irgendwas anderes wäre als ein Engel. Der Teufel wird dort zwar als Ankläger oder Lügner bezeichnet, er tut sein Werk aber stets im Dienst Gottes, denn im AT gabs noch den wirklichen Monotheismus: nix außer Gott.

Diese ganzen Geschichten von Luzifer, vom Lichtbringer, vom Himmelssturz, von der Hölle, von Dämonen (die gabs übrigens auch VOR der babylonischen Gefangenschaft in der Bibel überhaupt noch nicht) usw usw, das sind alles Glaubensinhalte anderer Mythologien, die man da mit rein verwurstet hat oder sonstige esoterische Ideen, die sich unter dem Deckmantel des Christentums weiter erhalten haben (wie so vieles). In der jüdischen Religion kommen die (so) NICHT vor.

Wenn wir natürlich dann auf die ursprünglichen, vorjüdischen, heidnischen Religionen ausweichen, dann hat das Ganze sowieso ein ganz anderes Gesicht, weil dort wird unter einem Dämon oder einem Gott noch mal was GANZ anderes verstanden als im Christentum.

Also: nicht so viel an dem Mist orientieren, der im Allgemeinen so geglaubt wird und schon gar nicht daran, was in Fantasy- oder Horrorfilmen dargestellt wird, weil das sind total verkorkste und durcheinanderverwurschtelte Glaubensinhalte.


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zuletzt bearbeitet 22.04.2013 22:29 | nach oben springen

#22

RE: Bestattungsrituale im Satanismus?

in philosophischer Satanismus 23.04.2013 00:12
von Too Mega Therion | 53 Beiträge

Das ist mir schon klar. Ich wollte die Filme garantiert nicht als Quelle benennen. Hollywood baut sich sowieso alles so zurecht, dass sich damit Geld verdienen lässt. Und für bare Münze nehme ich die christl. Mythen schon mal gar nicht. Ich find das aber als Fantasy-Geschichte ganz interessant. Ok, ich versprach ja, mich zu korrigieren. Das tu ich hiermit. Ich weiß aber 100%ig, dass es zumindest sehr alte Mythen sind. Vielleicht nicht im Hinblick auf die gesamte abrahamitische Religionsgeschichte gesehen, aber für ein Menschenleben. Ich glaub in der Bibel spricht Jesus von einem Tal, in welchem Molloch Kinder geopfert wurden. Früher ging man von der ersten Erwähnung der Hölle aus. War aber falsch. Er meinte nur diesen Ort. Im Mittelalter wurde glaub ich die Hölle als druckmittel eingesetzt um das Volk zu unterdrücken. In dieser Zeit müsste der ganze Quark dann wohl erdacht worden sein. Ich werde recherchieren. Dauert nur bisschen.


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#23

RE: Bestattungsrituale im Satanismus?

in philosophischer Satanismus 23.04.2013 15:58
von RAFA | 1.191 Beiträge

Jaja, der bööööse böse Moloch, ts. Dem wurden Kinder geopfert, pfui pfui pfui ;-)
Dass der Abraham aber selber seinen einzigen Sohn opfern hätt sollen, das wird vergessen. Ok ok, in letzter Sekunde kam ein Engel und brabbelte was von einem "Test". Dieses Glück hatte ein anderer (angeblicher) Sohn NICHT. Bei ihm kam KEIN Engel und so wurde er gnadenlos geopfert. Sein Name?: Jesus. :-D
Also mit dem bösen Kinderopfer-Moloch sollen die Juden/Christen mal den Ball GANZ flach halten, denn das spukt in ihren eigenen Köpfen zu allererst rum.

Die Hölle ist das Reich der Toten. Zumindest ist sie das in der germanischen Mythologie, dort heißt sie "hel" und wird von gleichnamiger Göttin bewacht. In die Hel kommen allerdings nicht die Sünder, sondern die Feiglinge, Loser, Weiber und Kinder, die es nicht an Odins Tafel geschafft haben.

In Kleinasien dachte man sich das Totenreich unter der Erde. Die Juden nannten es "Scheol" und die Babylonier mutmaßten gleich, dass es sich um 3 unterirdische Etagen handelte. Erst als die Juden dann in der ägyptischen Sklaverei waren und mit der ägyptischen Idee eines Totengerichts und "2. Tods für die Bösen" konfrontiert wurden, fiel ihnen auf, dass ein Film mit einem Happy-End viel geiler ist und führten dann auch in ihre Religion ein, dass wenigstens die Gottgefälligen nach dem Tod irgendwie in überirdischen Sphären weiterlebten. Die Bösen dagegen waren dann halt einfach tot.

Ja und dann gab es noch eine andere Art von "bösem Ende" und zwar für die Loser der Gesellschaft, die Penner, Assis, Bettler, Gesockse und allerlei Gesindel, was es zu nix gebracht hatte und minder angesehen war. Die konnten sich nämlich kein Begräbnis leisten und wurden nach dem Tod einfach auf die Müllverbrennung geschmissen, in der das Feuer nie aus ging (ganz wie in heutigen Müllverbrennungsanlagen auch), das berühmte Tal "Gehenna" vor Jerusalem. So wollte natürlich auch niemand enden und das war auch so ein Kinderschreck: "Mach deine Hausaufgaben, sonst wird aus dir mal nix werden und du landest noch nach deinem Tod in der Gehenna!"

Aus all diesen Komponenten haben dann die Gläubigen im Lauf der Zeit die "Hölle" gebastelt, ein Ort für tote Loser, tote Arschlöcher, totes Gesockse, die nicht für Gottes Tafel würdig sind und in dem das Feuer nie aus geht.

Ob die Teufel und Dämonen dort wohnen, darüber stritten sich die Theologen auch im Mittelalter noch, denn die einen meinten, Satan und Gefolge hockt selber in der Feuerhölle und wird dort von Gott gequält, die anderen meinten, Satan und Gefolgte schürt dort das Feuer um die Seelen zu quälen und wieder andere meinten, Satan und Gefolge käme dort dann erst nach dem Jüngsten Gericht hin, um für ihre Rebellion gegen Gott zu büßen. Im Islam glauben manche sogar, Satan und Gefolge hätte dort dann auch irgendwann seine Strafe abgesessen und käme wieder raus!

Im Judentum allerdings glaubte man, dass die Dämonen unmittelbar über dem Erdboden in der Luft herumflögen oder auf der Erde herum liefen, während die Engel und Gott dann ganz oben über den Wolken rumdümpeln. Das war aber zu der Zeit, als man sich weitgehend die Erde auch noch als eine Scheibe vorstellte und sogar meinte, die Sonne sei eine große Kugel, die aus dem Gebirge im Osten des Morgens durch ein Tor im Berg heraus kommt, dann ihre Bahn über die Erdscheibe zieht, um am Abend im Westen ebenso durch ein Tor in einem Gebirge zu verschwinden, um schnell unter der Erde wieder zurück zu laufen, damit sie am nächsten Morgen wieder aus dem Tor im östlichen Gebirge treten konnte. Gilgamesch will durch das Tor in diesem Berg hinunter gestiegen sein und musste halt gaaaanz wahnsinnig aufpassen, denn wenn die Sonne ausgerechnet da grad aus dem Tor raus trat, dann hätt er sich ganz schöne Brandblasen geholt, aua! :-D

Naja, so gabs früher eine Menge komischer Sachen unter den Menschen, wie die sich die Dinge so vorstellten. Immer wieder, wenn eine neue Erkenntnis hinzu gekommen war, wurden diese Vorstellungen natürlich angepasst und korrigiert. Ein Zwischenstatus all dieser Vorstellungen + Erkenntnisse ist das Weltbild, aus dem heraus dann die Bibel verfasst worden ist. Das ist natürlich alles Humbug, wie wir heute wissen, aber man kann sehr schön drüber "meditieren", d.h. diese Bilder als Archetypen verwenden und damit durch das Dimensionstor im eigenen Innern schlüpfen, tief hinunter in die Tiefen des Berges, hinab zum Scheol in die Finsternis, vor der sich die meisten Menschen ziemlich fürchten und die ja auch ziemlich gefährlich ist, wenn man da zu weit geht und sich zu viel zumutet. Ich liebe diese Bilder einfach, weil ich KANN einfach drauf. :-)


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#24

RE: Bestattungsrituale im Satanismus?

in philosophischer Satanismus 23.04.2013 21:25
von Kampfgeist | 92 Beiträge

Ergänzend sei angemerkt,daß es im Alten Testament auch noch ein echtes, zu Ende geführtes Kindsopfer gab, das im Gegensatz zur Opferung Isaaks nicht abgebrochen wurde, nämlich die Opferung der Tochter des Richters Jiftach durch diesen (Richter 10, 30 - 40). Jiftach hatte dem Herrn versprochen, ihm das erste zu opfern, das ihm bei seiner Heimkehr entgegenkommen würde, und das war eben seine Tochter, also hat er sie eben treu und brav geopfert.

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#25

RE: Bestattungsrituale im Satanismus?

in philosophischer Satanismus 06.05.2013 23:10
von Too Mega Therion | 53 Beiträge

@ Rafa.
Als ich das schrieb, war ich sehr müde und war sehr denkfaul. Ich kenne diese ganzen Theorien über die Hölle, ihren Ursprung und deren Mythen.

Aber gings hier nicht um Lucifer? Oder Bestattungsrituale?
Dazu sag ich noch folgendes (auch auf die Gefahr einer Wiederholung hin!):
Ob LCF, Satan, Beelzebub, ..... ist eigentlich scheißegal, denn es geht mir persönlich dabei ums Prinzip. Das Prinzip des Teufels, als Metapher für Dinge, die der Pfad der rechten Hand ausklammert, unterdrückt, nicht wahrhaben will. "Satanismus" verstehe ich als Wortschöpfung der Kirchen.

Deswegen, wegen dieser Philosophie, kann ich keine Bestattungsrituale im Satanismus, nach meinem ganz eigenen Verständnis, dulden.
Denn - und jetzt kommts! - sobald man Rituale, nach Regeln, die eigentlich nur aus rebellischem Trotz, das Gegenteil der originalen Rituale des heiligen Christentums sind, vollbringt und auch noch daran glaubt, gehört man zur RHP-Seite! Wie soll ich das erklären????
Vielleicht so:
Christen ordnen sich Verhaltensregeln unter, die, sowas wie den ganz normalen Fortpflanzungstrieb, unterdrücken!
Rituale sind alte, traditionelle Verhaltensregeln mit Timing! Völlig egal welche. Ich meine religiöse Rituale. Nicht die warme Milch abends, vor dem zu Bett gehen, oder so.
Fange ich also an, meine Philosophie oder den "Satanismus" zu ritualisieren, wird, allenfalls, eine neopagane RELIGION (RHP) daraus.
Das will ich nicht


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#26

RE: Bestattungsrituale im Satanismus?

in philosophischer Satanismus 07.05.2013 21:32
von RAFA | 1.191 Beiträge

Du brauchst das nicht erklären, ich verstehe das und ich sehe das ganz ähnlich. Ich halte von jeglichen Rituale absolut nichts - abgesehen von den alltäglichen Ritualen, dass ich meine Zahnbürste immer rechts in den Becher ans Waschbecken stell oder ganz gewisse Abfolgen von Handlungen bei täglich wiederkehrenden Aktionen habe, wie jeder Mensch. Solche alltäglichen Rituale, die etwas mit Zwängen gemeinsam haben bzw. nicht weit von ihnen weg sind, vermitteln einem Geborgenheit und Vertrautheit und helfen gegen die Angst.

Deswegen werden auch in der Religion betont Rituale abgehalten: Sie sollen einem vermitteln, dass das spirituelle Feld ein vertrauter Bereich ist und sie bilden darin Meilensteine, an denen man sich orientieren soll. Das spirituelle Feld eines Satanisten gleicht aber eher einem Urwald und der Satanist sieht sich darin als ein wildes Tier. Es haben sicherlich auch wilde Tiere ihre Trampelpfade, die sie immer wieder gehen, aber asphaltierte Straßen mit Markierungen und Schildern sind dann doch eher was für Christen, nä ;-)

Wenn ich auf spirituelle Art etwas unternehmen möchte oder etwas bewerkstelligen möchte, dann agiere ich darin grundsätzlich impulsiv und lass die Seele in ihre Abgründe baumeln ;-). Da ich den spirituellen Bereich recht gern religiös-personifiziert sehe, schließe ich mich dann in einem freien, gedanklichen Dialog mit allen möglichen Geistern kurz, bevorzugt Satan-Ahriman.

Naja, vielleicht eine dumme Frage, aber...: was brauche ich denn sonst?

Ich mein, ok ok, manchmal zünde ich dazu ein zwei drei Kerze(n) an, räuchere in der Gegend rum, schaffe mir die passende Atmosphäre, aber ich lege großen Wert drauf, dass das alles spontan und impulsiv, also grundsätzlcih improvisiert. Es wär ja das ganze Feeling und die Stimmung hinüber, wenn ich das nach Vorschrift oder Anleitung machen tät.

Ja, gut... bei einer Beerdigung ist das so was offizielles, kommen da ja auch ne Menge verschiedene Leute zusammen, die meistens auch gar nicht zusammen passen und für eine "vernünftige" Aktion, bei der wirklich was passiert, auch gar nicht geeignet sind. Also ich find solche Feten ja grundsätzlich scheußlich, ob das Beerdigung oder Geburtstag ist. Sowas würd ich nie abhalten und drum kümmere ich mich auch nicht um entsprechende Rituale und kenn auch keine. :-?


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#27

RE: Bestattungsrituale im Satanismus?

in philosophischer Satanismus 03.06.2015 07:35
von S_J | 455 Beiträge

Sehr schöne Darstellung jedenfalls @Rafa , in Beitrag #23 :-)

Wobei es natürlich Vorstellungen von "Höllenbereichen" nicht bloß im Christentum gibt .. zumindest der Mahayana-Buddhismus bietet da auch so Einiges, und zumindest die Existenz von Himmel- und Höllenbereichen wird, meine ich, nichtmal in den früheren Quellen als abzustreiten betrachtet.

Ich bin mir ehrlich gesagt noch nicht so ganz sicher, was ich gern hätte .. aber verbrennen käm mir wohl gelegen.

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#28

RE: Bestattungsrituale im Satanismus?

in philosophischer Satanismus 10.07.2015 05:21
von Baeretta | 151 Beiträge

Wenn eine atheistischer Trauerredner auf einer Flöte Mozart spielt, die aus dem linken Oberschenkel-Röhrenknochen des verstorbenen Satanisten geschnitzt wurde, ist das nicht Trauerfeier genug?

Oder soll er lieber Marilyn Manson spielen?




Wer nichts weiß, muss alles glauben.
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#29

RE: Bestattungsrituale im Satanismus?

in philosophischer Satanismus 10.07.2015 05:25
von Baeretta | 151 Beiträge

Zitat von RAFA im Beitrag #26

Deswegen werden auch in der Religion betont Rituale abgehalten: Sie sollen einem vermitteln, dass das spirituelle Feld ein vertrauter Bereich ist und sie bilden darin Meilensteine, an denen man sich orientieren soll. Das spirituelle Feld eines Satanisten gleicht aber eher einem Urwald und der Satanist sieht sich darin als ein wildes Tier. Es haben sicherlich auch wilde Tiere ihre Trampelpfade, die sie immer wieder gehen, aber asphaltierte Straßen mit Markierungen und Schildern sind dann doch eher was für Christen, nä ;-)




Demnach ist für dich ein Satanist ein etwas wilderer Christ.




Wer nichts weiß, muss alles glauben.
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#30

RE: Bestattungsrituale im Satanismus?

in philosophischer Satanismus 10.07.2015 21:53
von Baeretta | 151 Beiträge

Zitat von RAFA im Beitrag #21

Der Fall des Teufels ist das Nächste, was nur blöder Aberglaube ist (wenn man da überhaupt von irgendwelchen "Fakten" ausgehen will, weil im Grunde ist ja alles nur doofer Aberglaube, aber mal abgesehen davon...). Theologen sind sich bis heute strittig, ob der Teufel überhaupt schon "gefallen" ist - und falls ja, wann "genau", denn beim Hiob lief er noch lustig unter den Söhnen Gottes im Himmel herum. In Betracht für den Fall-Zeitpunkt kommt der Sündenfall, andere Christen behaupten, er sei erst gefallen, als Jesus zum Himmel aufgefahren ist, da musste er den Platz für den wahren Sohn Gottes frei machen und wieder andere behaupten, er sei noch nicht gefallen, sondern der Fall fände erst beim Jüngsten Gericht statt, bla bla bla. Das alles (das mit dem Fall) ist dummes Gemurkse (also immer unter Vorbehalt, dass das eben sowieso ALLES nur dummes Gemurkse ist) und es haben sich das irgendwelche Esoteriker, christliche Fanatiker, Mystiker und Spinner zwischen-den-Zeilen heraus-interpretiert.


Wald, Bäume?

Er aber sagte zu ihnen: "ich sah den Satan wie einen Blitz vom Himmel fallen."
Lukas 10,18


http://bibeltext.com/luke/10-18.htm

Mir gefällt eine Arbeit zum Thema, die nicht christlichen Ursprungs ist, sondern das Buch einer Frau darstellt, die in einer Lebenskrise ein Buch über Satans Ursprung schrieb. Elaine Pagels: Satans Ursprung , suhrkamp tb.


https://de.wikipedia.org/wiki/Elaine_Pagels


Zitat von RAFA


In der jüdischen Religion kommen die (so) NICHT vor.





Jein. Lies die Henoch-Apokalypse. Nettes Buch.
Z.B. in Erich Weidinger: "Die Apokryphen, Bechtermünzverlag, Das äthiopische Buch Henoch, S. 302.




Wer nichts weiß, muss alles glauben.

zuletzt bearbeitet 10.07.2015 21:54 | nach oben springen


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