#1

Warum gibt es Satanische Regeln?

in philosophischer Satanismus 15.01.2016 14:02
von noname | 3 Beiträge

Hallo,
ich verstehe mich selbst nicht als Satanist, bin aber ein interessierter Mensch, der gerne hinterfragt und sehr individualistisch ist.
Vielleicht gab es das Thema schon einmal, da die Frage ziemlich naheliegend ist. Aber ich wollte jetzt nicht alles durchsuchen.
Ist es nicht ziemlich widersprüchlich, dass der Satanismus alle Regeln und Moralvorstellungen ablehnt, La Vey dann aber Regeln und "Sünden" aufstellt? Vielleicht kommt jetzt, dass das nur als grobe Richtlinie verstanden werden soll, aber wenn ich mein eigener Herr bin, brauche ich doch auch diese nicht? Oder sind diese Regeln bzw. Sünden mehr für die Präsentation des Satanismus nach außen hin gedacht, um z.B. zu verstehen dass Satanisten keine unschuldigen Leben opfern?
Es wäre genial eine Textstelle (am besten aus der satanischen Bibel) zu haben, die dazu Stellung nimmt.

Dankeee

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#2

RE: Warum gibt es Satanische Regeln?

in philosophischer Satanismus 16.01.2016 08:19
von S_J | 454 Beiträge

Ich denke, eigentlich ist das einfach eher für Anfänger gedacht, die mit ihrer Individualität noch nicht soweit sind, und von daher eine Richtlinie brauchen.
Da ich nur für mich selbst schreibe, kannst du die satanische Bibel ja selbst mal dahingehend überprüfen, ob sie sowas erwähnt :-)

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#3

RE: Warum gibt es Satanische Regeln?

in philosophischer Satanismus 16.01.2016 12:50
von Xyphor | 139 Beiträge

Ist halt die Frage ob lavey für dich einen religiösen Charakter hat. Und ob Du ihm glaubst.


Mitgefühl nicht Mitleid ist meine Antwort
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#4

RE: Warum gibt es Satanische Regeln?

in philosophischer Satanismus 16.01.2016 12:56
von Xyphor | 139 Beiträge

AleisterCrowley sagte ... TU was du willst, das sei das ganze Gesetz.
Ich möchte dem hinzu fügen ... Sei dir der Konsequenzen bewusst.


Mitgefühl nicht Mitleid ist meine Antwort
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#5

RE: Warum gibt es Satanische Regeln?

in philosophischer Satanismus 16.01.2016 23:02
von RAFA | 1.174 Beiträge

Also ich bin ja der Meinung, dass LaVey einfach ein Vollpfosten war - konkreter: ein Taugenichts, der sich mit irgendwelchen skurrilen Geschichten seinen Lebensunterhalt verdiente. Also schrieb er halt mal schnell eine "satanische Bibel" (wobei er die Hälfte davon nur bei anderen Autoren abschrieb) und zwar aus dem einzigen Grund, weil sich der spießige Amerikaner damals darüber empörte. Es war ein Shocking-Thema und das versprach Geld. Nur darum gings ihm wohl.

Weil er ganz offensichtlich nicht wusste, was er schreiben sollte, kopierte er von anderen ab und bei dem spärlichen Rest, den er selbst verfasste, orientierte er sich bei den Christen. Über die zieht er ja auch seitenweise her. Davon her kommen auch die satanischen Regeln: Es sollte wohl ein Gegensatz zu den christlichen Regeln sein.

Die Regeln sind einfach Bullshit. So ist es vielleicht tatsächlich zielführend, einen Feind gleich zu vernichten, statt ihm nur ne Watsche zu geben, aber sowas kannste halt im Urwald machen, nicht aber in ner zivilisierten Gesellschaft. Mir persönlich ist es lieber, die Rache des besiegten Feindes "fürchten" zu müssen als ihn gleich "zu vernichten" und dann ständig auf der Flucht vor der Bullerei zu sein, die den Mörder sucht.

Also sowas ist einfach Quatsch mit Soße.

Auch an vielen anderen Stellen beweist LaVey in seinen Büchern, dass er nicht weit über den Tellerrand gekommen ist.

Ich finde ihn unterstes Niveau, aber wie meine Vorredner schon sagten: So für Kiddies und Anfänger als Einstiegslektüre taugts schon. Zum Zeugen-Jehovas- oder Eltern-Schockieren taugts auch. Mehr aber nicht.


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zuletzt bearbeitet 16.01.2016 23:03 | nach oben springen

#6

RE: Warum gibt es Satanische Regeln?

in philosophischer Satanismus 04.02.2016 14:18
von noname | 3 Beiträge

Danke für die Antworten :)
Dass LaVey Quatsch mit Soße ist und ich mich doch lieber an Crowley orientieren soll, habe ich jetzt nicht erwartet. Es gibt außerdem noch eine Widersprüchlichkeit, die ich nicht richtig begreifen kann: Rituale.
Die widersprechen meiner Meinung nach komplett der Philosophie, die er vorher beschreibt. Und es ist ja immerhin ein großer Teil.
Okay, er hat verstanden dass die Menschen das brauchen. Gut und schön. Und dachte deshalb vielleicht nur so könnte seine "Religion" erfolgreich werden. Allerdings ist dieses Kollektiv, das dadurch geschaffen wird auch nur schwer mit der Individualität, dem eigenen Weg und Gefühl zu verbinden.
Und warum sollte jemand, der nicht an Satan glaubt, Satan anrufen? Warum sollte jemand, der Rituale für "primitiv" hält, diese durchführen?

LG

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#7

RE: Warum gibt es Satanische Regeln?

in philosophischer Satanismus 04.02.2016 22:28
von RAFA | 1.174 Beiträge

ah, Moment! Dass du dich an Crowley orientieren solltest, habe ich nicht gesagt. Crowley hatte IMO auch nen ziemlichen Dachschaden.

Es ist natürlich alles relativ: Bevor einer das 6. und 7. Buch Moses ernst nimmt, ist es natürlich gescheiter, LaVey und die satanische Bibel zu lesen.

Es kommt auch immer auf denjenigen an und auf seine eigene Weltanschauung oder auf seinen Charakter. Wer gern in irgendwelchen verrückten, poetischen Geistersphären schwelgt und etwas sonderbaren Sex prickelnd findet, ist mit Crowley ja vielleicht ganz gut bedient. Wenn einer nur so nen Zeugen-Jehovas-erschreck-Zirkel mit seinen Mitschülern aufziehen will, empfehle ich ihm LaVey oder den www.Satanshimmel.de.

Wenn einer ernsthaftes Interesse auf tieferem Niveau hat, dann wird er nicht nach Buchempfehlungen fragen, sondern sich eigenständig durchgoogeln und informieren.


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#8

RE: Warum gibt es Satanische Regeln?

in philosophischer Satanismus 04.02.2016 22:53
von Mara70 | 193 Beiträge

Ich bin LaVey ja dankbar dafür, dass er den modernen Satanismus begründet hat (war es nur ER?)
denn damit kann ich mich identifizieren, sprich, dass es dabei um Selbstbestimmung und Selbstvergöttlichung geht und darum zum eigenen willen zu finden und damit das Gegenteil zu den Teufelsanbetern zu sein. Die neun Satanischen Sünden und Regeln halte ich für bullshit. Vielleicht brauchen sowas verschiedene Orden, die ein hierarchisches System haben und ihre Mitglieder versklaven, sowas solls ja geben. Aber echte Satanisten brauchen sowas nicht.


zuletzt bearbeitet 04.02.2016 22:54 | nach oben springen

#9

RE: Warum gibt es Satanische Regeln?

in philosophischer Satanismus 05.02.2016 16:44
von Dämonula | 22 Beiträge

Satanische Regeln
La Vey der diese u.a niederschrieb- Bücher sind weder was für "Anfänger noch für Fortgeschrittene"-noch sollte man diese als Richtlinie gebrauchen.Die Biographie der Schriftsteller ist zu beachten.Seine Werke sind sehr eigen man muß nichts von seinen Ansichten-Regeln befolgen ,diese sind nur dem organisierten Satanismus dienlich.Nicht alles was aus Amerika kommt ist gut.Wer behauptet das denn außer ihm das Satanism. alle Regeln und Moralvorstellungen ablehnt?Um dann seine eigenen Regeln einzurichten-Es ist auch eintönig immer wieder La Vey oder Crowley - moderner Satanismus da wird drauf rumgeritten wie auf der alten Crowley Hure die er selbst beschreibt.!Und die es extrem befolgen und der Überzeugung sind die wahren It Satanisten darzustellen und alles andere sind Unwissende oder Pseudosatanisten.Die Satanisten die solche Regeln befolgen wollen nur damit im Trend sein, passend zur Konsumgesellschaft .Alein mit den Satansbüchern wird ne menge Geld verdient .Überlegt mal Crowley stab 1947 allein verarmt und heroinsüchtig.La vey ist durch und durch schon immer ein Darsteller gewesen, es ist schön wenn man so Schaustellern kann und damit etliche Millionen verdient.!Die sogenannte Okkulte Welle begann in Deutschland1995 da wurde der Markt auch mit solchen Buchern überschwemmt.Jeder der sich Satanist nennt, ist dem Satan zugeneigt egal in welcher Form und mit welchen Regeln er dieses auslebt.

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#10

RE: Warum gibt es Satanische Regeln?

in philosophischer Satanismus 05.02.2016 18:39
von Kampfgeist | 92 Beiträge

Zitat von RAFA im Beitrag #7
Bevor einer das 6. und 7. Buch Moses ernst nimmt, ist es natürlich gescheiter, LaVey und die satanische Bibel zu lesen.


Oder das 1. bis 5....

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#11

RE: Warum gibt es Satanische Regeln?

in philosophischer Satanismus 06.02.2016 20:35
von RAFA | 1.174 Beiträge

genau genau! Oder das 1. bis 5. Gegen Zitate aus dem 1. bis 5. Buch Mose eignen sich Zitate aus der satanischen Bibel - und seien es auch welche aus den 9 satanischen Regeln - besonders gut


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#12

RE: Warum gibt es Satanische Regeln?

in philosophischer Satanismus 06.02.2016 23:29
von Daelach | 1.211 Beiträge

Zitat von Dämonula im Beitrag #9
Überlegt mal Crowley stab 1947 allein verarmt und heroinsüchtig.La vey ist durch und durch schon immer ein Darsteller gewesen, es ist schön wenn man so Schaustellern kann und damit etliche Millionen verdient.!


Lavey war am Ende pleite und auf Sozialhilfe. Think again.


~ a star is nothingness disguised as light ~
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#13

RE: Warum gibt es Satanische Regeln?

in philosophischer Satanismus 28.02.2016 12:58
von Grigori | 3 Beiträge

Zitat von Daelach

Lavey war am Ende pleite und auf Sozialhilfe. Think again.



Ist das so? Ist diese Info irgendwie verifizierbar? Habe schon öfter hier sowas gelesen und frage mich, ob das auf nachvollziehbaren Fakten beruht. Soweit mir bekannt ist, sind Sozialleistungen in den USA ja nur schwer und zeitlich begrenzt zu bekommen.

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#14

RE: Warum gibt es Satanische Regeln?

in philosophischer Satanismus 28.02.2016 19:57
von Owlomorf | 110 Beiträge

Diese Info stammt hauptsächlich aus »Anton Szandor LaVey: Legende und Wirklichkeit «. Nikolas und Zeena Schreck verfassten es im Jahre 1998 und hatten es kurz darauf veröffentlicht. Sie haben jedenfalls für ihre Behauptungen jede Menge Quellen angefügt.
Allerdings muss man auch LaVey zugutehalten, dass er es völlig in Ordnung fand, wenn man sich seinen Lebenslauf frei zusammenlügt und sich so seine eigenen Legenden schafft.


zuletzt bearbeitet 28.02.2016 20:54 | nach oben springen

#15

RE: Warum gibt es Satanische Regeln?

in philosophischer Satanismus 06.04.2017 20:45
von Sokar | 11 Beiträge

Man kann von LaVey oder auch Aleister Crowley halten was man will, aber die Grundideen, die die beiden niedergeschrieben und verewigt hatten, sind sehr gute Wegweiser für mehr Erfolg im Leben, mehr Reichtum, mehr Macht, mehr Freude und mehr Unabhängigkeit. Und schließlich will doch jeder genau das erreichen. Man muß auch nicht alles befolgen und nachmachen, was in der satanischen Bibel oder im Liber Al vel Legis empfohlen wird. Letzten Endes gilt das (geheime vierfache) Wort "Tu was du willst." Das ganze drum herum sind lediglich Gedankenstützen und Hilfestellungen für den einzelnen. Viele Menschen brauchen nunmal Dogmen, Rituale, Beschwörungen usw. Das gibt ihnen den Halt und hilft die Gedanken und Gefühle auf einen bestimmten Punkt zu lenken, auf diese Weise wird deren Wirkung verstärkt, wie bei einer Linse, die die Sonnenstrahlen sammelt.

Wer christlich indoktriniert wurde (und das sind die meisten), muss zuerst aus dieser Mentalität und aus den entsprechenden Denkmustern herausgeführt werden, bevor er ein wirklich selbstständiger Mensch sein kann. Dieser Prozess muss auf der Ebene des Unterbewusstseins stattfinden, allein mit dem Verstand kann die Befreiung nicht gelingen. Zu diesem Loslösungsprozess von allem Christlichen und Dogmatischen gehören oft bestimmte Praktiken und Rituale, die aus einer Art Protest heraus entstehen und das Gegenteil von dem darstellen, was man früher gedacht und praktiziert hat. Psychologisch ist das leicht erklärbar.

Wenn LaVey von der Vernichtung der Feinde schreibt, dann ist das sicherlich nicht wortwörtlich zu verstehen, eher metaphorisch. Man kann den Feind auf juristischem Wege eliminieren, man kann ihn ruinieren, zum Rücktritt zwingen, man kann ihn in ständiger Angst oder Reue leben lassen, ihn leiden lassen, seine Pläne durchkreuzen. Damit ist nicht gemeint, dass man ein Messer oder eine Pistole in die Hand nimmt und auf ihn losgeht. Damit würde man nur sich selbst schaden.


Sage deinem Herzen: ich bin mein eigener Erlöser!
(A. S. LaVey, Satanische Bibel)
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