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  • der IslamDatum18.11.2017 17:15
    Thema von RAFA im Forum allgemeine, religiöse...

    ...war ja früher kein Thema und unsereiner echauffierte sich nur über das dämliche Christentum und seine Vertreter. Der Satanismus ist ja trotz allem eine Antwort auf die Dämlichkeiten des Christentums und setzt sich im Gegensatz zu diesem, indem christoide Rigidität, Obrigkeitshörigkeit, religiöse Diktatur durch einen Gott, Anbetung und Unterwerfung und dieser ganze widerliche Kram verworfen und negiert wird. Der Satanist lebt die Freiheit, Selbstbestimmung, Trotz und Aufmüpfigkeit, Selbstentscheidung selbst gegen Gott, Stolz und Selbstbewusstsein aus, was dem Christentum strikt entgegengesetzt ist. Besonders satanische Satanisten verwerfen selbst die Antihaltung gegenüber dem Christentum und betrachten den Satanismus als autonome Weltanschauung der Freiheit und Selbstbestimmung.

    Nun ist seit einer Weile jedoch noch was viel Rigideres und Obrigkeitshörigeres als das Christentum immer präsenter, hier, nämlich der Islam. Ich persönlich hab mich darum nie weiters gekümmert, einfach weil ich damit nicht direkt konfrontiert wurde. Irgendwelche türkischen Nachbarn lebten da halt irgendwo ihren Kult aus, der mich nicht weiters störte, weil ich das höchstens am Rande so mitbekam. Aber nun wird das ja immer publiker und die Allah-Anbeter bekommen immer mehr Aufmerksamkeit. Die Gesellschaft reagiert darauf bereits recht konform, es wird (angeblich) in manchen Schulen schon aus dem Koran gelehrt und das Ganze wird (angeblich) so dargestellt, dass der Islam bei den Schülern als eine ganz normale Sitte ankommt, die man halt so praktiziert. Schulklassen besuchen Moscheen, werden darin unterrichtet, wie man betet, und und und.

    Langsam finde ich das sehr hanebüchen und sehe mich - als Satanist - gezwungen, mich nun tatsächlich mit diesem religiösen Scheiß auch noch zu beschäftigen und dagegen zu arbeiten.

    Wie seht ihr das und wie ist eurer Meinung nach die Position, die man als Satanist hier einnehmen sollte/könnte?

  • Die ZeitDatum18.11.2017 17:03
    Foren-Beitrag von RAFA im Thema

    Naja, da gibt es freilich zuerst mal den Unterschied zwischen objektiver und subjektiver Zeit - während eine objektive Stunde immer eine Stunde ist, kommt einem eine Stunde subjektiv manchmal vor wie ein paar Minuten oder wie ganze Tage, abhängend davon, wie wichtig einem der Inhalt ist.

    Zudem gibt es noch den Unterschied zwischen der Zeit und den Zeiteinheiten. Eine Zeiteinheit ist natürlich ein menschlicher Maßstab, einfach für den Alltag sinnvoll, weil man ja seinen Tag auch irgendwie zeitlich einteilen möchte.
    Die Zeit an sich hat mit ihren Einheiten so viel zu tun wie das Gewicht mit Zentnern, also keine inhaltliche Gemeinsamkeit. Die Zeit ist ein eine Strecke zwischen dem Anfang und dem Ende einer Sache und damit grundsätzlich eine Sache der Bewegung oder eines Ablaufs an sich.

    Hawking siehts dann wieder physikalisch, aber - bei aller Kenntnis davon - ich kann mir nicht vorstellen, was eine "gebogene Zeit" sein soll. Mir fehlt ja schon das Verständnis dessen, was nun eigentlich in der Praxis eine "Quadratsekunde" sein soll. Da komm ich - ganz weltlich und alltäglich - nicht rüber.

    Das Allerwesentlichste an der Zeit ist aber der Umstand, dass sie immer nur in 1 Richtung geht und zwar in die Zukunft. Das bedeutet, dass man nichts ungeschehen machen kann, weil es gibt kein Zurück. Man kann es nur im Nachhinein verbessern oder korrigieren, nachher noch eins drauf setzen, es relativieren oder zum Positiven wenden ... aber man kann nicht zurück und es aus der Welt schaffen und das Ding an diesem Moment einfach halt anders machen.

    Insofern ist die Zeit ein Naturgesetz und mir widerstrebt das zutiefst, aber es hilft ja nix, IST halt so.

    Ich nehme auch an, dass es niemals Zeitreisen in die Vergangenheit geben wird und dass es auch in Zukunft keine Möglichkeit geben wird, auf dem Strahl der Zeit zurückzugehen, sonst wäre das schon längst passiert und es wäre des öfteren mal schon irgendeine Person aus der Zukunft aufgetaucht, die eine Rückreise nach Jetzt unternommen hat. Da das aber noch nie passiert ist, kann man davon ausgehen, dass es auch in der Zukunft keine Personen geben wird, die in der Zeit zurück gehen können.

    An und für sich hätte ich mit der Zeit kein Problem, wäre da nicht dieser fürchterliche Umstand der nichtwiederholbaren Vergänglichkeit. Die meisten vergangenen Dinge kann man ja zum Glück wiederholen oder wenigstens so ähnlich jederzeit wieder haben. Eines Tages aber hatte man sie zum letzten Mal und wird sie nie, nie wieder jemals haben können. Epochen vergehen irgendwann und kehren - so - nie, nie, niemals wieder. Diesen Umstand finde ich zutiefst schrecklich, insbesondere wenn es sich bei dem endgültig Vergangenen um geliebte Menschen oder gar mich selbst handelt.

    Ich habe diesbezüglich eine stark depressive bzw. nihilistische Neigung, die eigentlich relativ unsatanisch ist, aber ich habe sie halt. Das Thema des Alterns und Sterbens und des endgültigen Vergangenseins beschäftigt mich schon seit Kindheit an und bestimmte meine Weltsicht und meine Persönlichkeit ganz wesentlich. Ich habe bis heute noch keine Lösung bzw. keinen positiven Umgang für mich damit gefunden.

  • HalloweenDatum03.11.2017 22:52
    Foren-Beitrag von RAFA im Thema

    Ich mach eigentlich jedesmal was anderes:
    Vorletztes Jahr habe ich um Halloween rum und auch danach bis über die Rauhnächte ziemlich viel spirituelles Zeug gemacht, also "Beschwörungen", Räucherungen, nächtliche Spaziergänge und lange, gedankliche Gespräche mit Satan-Ahriman.
    Letztes Jahr habe ich mich geistig voll in die Welt der Toten geschmissen (im Frühjahr war mein Vater gestorben, also war das alles noch Teil der Trauer), habe Gräberkult gepflegt, Kerzen angezündet und im Garten aufgestellt ... und war innerlich selbst ganz Teil der Jenseitswelt. Das war recht bereichernd für mich. Diese Phase und ihre Inhalte muss ich auch erst mal verdauen.
    Mit dem Totenzeug hatte ich mich letztes Jahr ordentlich ausgetobt, drum hab ich dieses Jahr wieder was "Weltliches" gemacht, hab mir ne Maske übergezogen und bin in meine Stammkneipe, habe den Halloween-Fasching mitgemacht, eins aufgesoffen und mit Freunden gefeiert. War auch ganz lustig, hat mir gut getaugt.

  • Verschiedene Signale Datum03.11.2017 22:40
    Foren-Beitrag von RAFA im Thema

    > Menschen, der Hunger bekommt? Objektiv gesehen überhaupt nicht.

    Ja, ganz deiner Meinung!

    > usätzlich auch noch ein Bewusstsein hat, welches den Hunger spürt.

    Der Impuls "Hunger/Tanken" ist halt kein bloßer Reflex, sondern durchläuft ein paar komplexere Prozesse - und deswegen erscheint er uns als eine bewusste Entscheidung des eigenen Ichs.

    Möglicherweise liegt das Ich tatsächlich darin, dass wir intraindividuelle Entscheidung treffen müssen. Es ist nicht nur linear der Impuls "Hunger!", der zur Entscheidung "na, dann ess ich was!" führt, sondern der Mensch hat noch viele andere Facetten, die in jede Entscheidung mit reinspielen und gegeneinander abgewogen werden müssen, z.B. "Hunger!!" - "äh ...aber ich hab nur noch 5 € dabei, das reicht nicht für ein ordentliches Essen" ... "und außerdem wollte ich abnehmen!" ... "zudem ist es grad erst 10 Uhr. Essen gibts normalerweise erst um 12." Und dann haben wir die komplizierte Aufgabe, zwischen den verschiedenen intraindividuellen Tendenzen zu entscheiden, ob und was und wann wir denn nun dem Impuls "Hunger" nachgehen.

    Ja gut, das erklärt das Ich.
    Das solche Ich ist jetzt aber nicht unbedingt das, was ums Verrecken meinen Tod überleben sollte. Dieses ist etwas anderes... hmm.

    > Aber dasjenige Etwas, was wahrnimmt, was das Gehirn denkt, wäre nun ein anderes als vorher, nämlich du, statt demjenigen, wo vorher dort war.

    äh... du meinst wohl: wenn ich du wär, wäre ich lieber ich

    > Rechenvorgang ist, und es gibt keinen Grund, wieso ein Individuum nach seinem "Tod" nicht mehr existieren sollte.

    Tatsächlich!
    Auf der Basis wäre es sogar äußerst paradox, warum aus dem großen Rechenvorgang ein bestimmter Datensatz einfach wegfallen sollte.

  • Verschiedene Signale Datum31.10.2017 02:22
    Foren-Beitrag von RAFA im Thema

    > dass Computer nicht genauso denken würden. Aber sie haben keine Subjektivität, kein Bewusstsein.

    Was wäre denn das, so eine "Subjektivität"?
    Es wäre doch dieses, dass der Computer sich selbst beobachtet und daraufhin einen Schluss zieht bzw. eine Entscheidung trifft oder irgendetwas tut.
    Computer beobachten sich selbst nie. Sie beobachten immer nur das Programm und die Daten. Wenn das Programm ein Entscheidungskriterium auswirft, dann tut der Computer etwas, also:

    IF (irgendwas passiert) THEN (starte diese&jene Procedure)

    Der Computer selbst ist (bisher) nie Kriterium im Programm. Kriterien sind immer bloß "IF x=5 THEN..." oder "IF a=true THEN b ELSE c" oder "IF i>1 THEN i=i-1". Nie heißt es "IF ich, der Computer =..."

    Im Prinzip ist es bei Menschen auch nicht anders. IF Hunger=true THEN essen!
    Man identifiziert sich nur mit dem Kriterium und sagt sich nicht "IF Hunger ist gleich true", sondern "IF _ICH_ habe Hunger".

    Man müsste einen Computer nur so programmieren, dass von vorn herein als Konstante steht: "x, a und i = sind Zustände von mir, dem Computer"

    ...was aber doch gar nicht stimmt!
    Nie sind irgendwelche Daten Zustände des Computers, sondern stets nur Objekte und Inhalte eines Programms. Es steht ja das Programm im Fokus, nicht der Computer.

    Wie ist denn das z.B. mit modernen Autos. Die Elektronik macht ständig einen Check über die Funktionen des Autos und wirft sofort eine Error-Meldung raus, wenn was nicht stimmt. Nun müsst statt des infantilen Error-Gebrülls nur noch eigenständig von der Elektronik eine Lösung gesucht werden, z.B. "oha, Benzin wird knapp, ich fahr jetzt da rechts in die nächste Tankstelle rein". Statt - wie bisher - des Fahrers identifiziert sich jetzt die Elektronik mit dem Auto und trifft auch Entscheidungen zugunsten des Autos. In der eigenen Entscheidung beschrieben Auto und Elektronik ein Ich. Was fehlt nun noch, dass dieses Auto ein Selbst hätte?

    > ...st in diesem Fall die Festplatte, die (zu...

    so ist es. Aber die menschliche Festplatte hat ja die doofe Eigenheit, dass sie nach Ziehen des Steckers verwest

    > U, Motherboard, Arbeitspeicher und der Rest im Sarg verfault sind...

    genau, so ist es.

    > Hinterlassen wir denn nicht zumindest Spuren (Daten) in dieser Welt, die uns selbst überdauern, in denen wir doch irgendwie präsent bleiben?

    so ist es!!
    Irgendwann ist vllt die Technik so weit, dass sie aus solchen Spuren komplett die Persönlichkeit rekonstruieren kann. Theoretisch müsste eine solche "auferstandene" Person wie aus einem Schlaf am nächsten Tag aufwachen, sich an sich selbst erinnern und ihr Programm fortsetzen, wo sie es tags zuvor aufgehört hat.

    Die Frage: WAS ist das Ding, aufgrunddessen wir uns heute noch als derselbe Mensch fühlen, der wir gestern waren - eben nur nen Tag weiter? Wie komm ich eigentlich auf die Idee, dass das gestern ICH war, und es heute genauso wieder ICH bin? Bloß weil es eine Fortsetzung gibt?

    Angenommen, die zukünftige Technik würde nicht nur mich aus den Spuren in der Welt rekonstruieren, sondern auch gleich vervielfältigen. Sie würde aus diesen Spuren 5 gleiche, identische Persönlichkeiten rekonstruieren. Wären die alle 5 nur einer oder wären es 5 einzelne? Ja, ich denke, es wären 5 einzelne mit der 1. Sekunde, in der jeder von ihnen wahrnimmt, dass er er ist und der andere da drüben ihm zwar gleich ist, aber doch jemand anders ist. Er hat ab sofort ein EIGENES ERLEBEN - und ich glaube, das ist der Punkt.

    Das eigene Erleben ist für mich ein Gefühl. Dieses Gefühl würde ich gerne noch laaaaaange behalten, viel länger als mein Körper wohl existiert. Es muss nicht "ewig" sein, nur so mal "bis auf weiteres, mindestens jedoch erst einmal 500 Jahre"

    > gt, daß ich daß Gleichnis "überlastet" habe... )

    hahaha: cuteness overload!

  • Verschiedene Signale Datum29.10.2017 21:00
    Foren-Beitrag von RAFA im Thema

    Was ist das Selbst anderes als das Computerprogramm?

    Was ist denn der Unterschied zwischen "denken" und "nur den Eindruck erwecken, dass es denkt?

    Also ich sehe in unserem Denken auch nichts anderes als einen "Rechenvorgang", der halt bloß unheimlich komplex ist, so dass der den Eindruck erweckt, man denkt.

    Ich sehe eigentlich nur einen wesentlichen Unterschied zwischen einem Ich und einem Ich-Bewusstsein.

    Ein Ich hat ja irgendwie alles. Es ist das eigene Sein. Weil irgendwelche Kräfte drauf einwirken und sich dort treffen oder dort eben zu einer Aktion kommen, daher ist es ein Ich.

    Z.B. es tut einem was weh.
    Ja, WEM tut denn das weh? Etwa dir? Nein: mir! -> und schon existiert ein Ich, nämlich das Ding, dem grad was weh tut.

    Ja, das trifft natürlich auch auf Würmer oder Amöben zu.
    Ja, ich finde, diese Amöbe ist die da und jene ist diese, also du bist Amöbe 1 und du bist Amöbe 2.
    Wer eines Du's fähig ist, hat auch ein Ich.

    Natürlich fehlt diesen Lebewesen die Intelligenz um verstehen zu können, dass sie ein Ich sind. Auf Schmerz reagieren sie zwar mit Flucht, aber die ist reflexgesteuert und geht nicht - wie beim Menschen - in einer Überlegung über ein Ich-Bewusstsein.

    Das Verständnis eines Ichs lernt nämlich ein Mensch als Baby. Ganz kleine Babys wissen noch nicht, dass sie sind. Sie brüllen und haben Angst vor ihrem eigenen Gebrüll. Erst mit ungefähr 6 Monaten ist das Gehirn ausgereift genug, um zu erkennen: "Oh, wenn ich die Luft anhalte, dann brüllt gar nix mehr. Es bin ja Ich, der da brüllt." Dadurch denken sie zum ersten Mal ein Ich aus ihrer Fähigkeit autonomer Handlung.

    Ein komplexer Computer hätte genauso die Chance, irgendein Procedere zu starten und dann zu bemerken: "Oh, da läuft ja jetzt auf einmal ein Procedere...? Oh, es bin ja ICH, der das gestartet hat!"

    Die Reflexion und die Erkenntnis zu sein ist eine Sache der Intelligenz, also des Gehirns. Wenn das Gehirn stirbt, wie soll noch die Intelligenz betrieben werden?

    Ein Ich-Bewusstsein ist dann schon auch aus dem Grund nicht mehr möglich, weil wenn die Intelligenz irgendwie von einem Dritten kommt und mich jemand anderes denkt, ist ein Ich-Bewusstsein ja nicht möglich, weil dieser Dritte kann sich alles möglichen bewusst sein einschließlich meiner, aber ICH selbst kann mir nicht bewusst sein.

    (Ich zieh das Thema mal ins Philosophie-Forum, weil das iss ja nu kein Brabbel net, nä ;-) )

  • Verschiedene Signale Datum29.10.2017 14:34
    Foren-Beitrag von RAFA im Thema

    Ich weiß es nicht und - hab ich oben auch schon geschrieben - ich habe keine Ahnung, wie die Umsetzung ausschauen soll. Drum glaube ich das auch erst mal nicht (ich glaube grundsätzlich nichts, was ich mir nicht erklären kann).

    Der große Unterschied ist wohl erst mal, ob man AN jemanden denkt oder ob man jemanden denkt.

    Gerade in der geistigen Welt ist das ja so ne Sache: Das Ich ist ja nur deswegen, weil ich es denke.

    Nun hab ich mal früher Comix gemalt und darin eine Menge Figuren erfunden. Ich habe mir eine Geschichte ausgedacht und meinen Helden darin gedacht. Die anderen Figuren waren nur Beiwerk, aber meinen Helden, den dachte ich stets aus der Ich-Perspektive. Also irgendwie versetzte ich mich in den rein und träumte mir durch, ich wär der und erlebe nun dies und das ... und auf die Weise schuf ich mir meinen eigenen Film - und den malte ich dann auch noch.
    Der Typ hat natürlich nicht wirklich gelebt, auch nicht mal geistig, weil es war doch nur eine Comic-Figur und ICH habe ihn auf die Comix begrenzt. Ich ließ ihn nicht wirklich leben, sondern nur im Comic.

    Was aber, wenn ein Mensch einen "Typen" in der Realität denkt, z.B. einen Gott. Guck dir die Gläubigen an: Sie denken, Gott gibt es, und sie beten zu ihm nach "extern" - also die gedachte Figur ist nicht man selbst. Es ist kein "AN ihn denken", es ist keine Erinnerung, sondern es ist eine gedachte, lebendige Figur. Die Gedankenkraft der Figur geht nach außen, erzeugt ein geistiges Gebilde als Gegenüber des Ichs, also eine andere Person, den Gott. Dann finden geistige Interaktionen statt.

    In der Magie nennt man das Egregor. Den Egregor gibt es tatsächlich - in geistiger Form natürlich, also als Gedankenkonstrukt; aber das Ich ist ja auch nichts anderes als ein Gedankenkonstrukt.
    Der Egregor kann sogar übergeordnete Position erreichen, wenn man sie ihm lässt. Er kann sich verselbstständigen und kann sogar den Menschen dann beherrschen.

    Besonders leicht geht das natürlich im Kollektiv, also wenn mehrere Menschen den Typen denken (Gott, Religion).

    THEORETISCH wäre natürlich vorstellbar, dass so ein Gott oder Dämon, der von ganzen Menschenmassen gedacht wird und damit natürlich eine ziemlich gute Eigendynamik und Selbstständigkeit hat, seinerseits auch wieder "Egregoren" denkt, d.h. dass er menschliche Personen denkt. Er "malt" praktisch seinen "Comic", nimmt einen Menschen bzw. dessen Persönlichkeit und belebt diese im Weiteren - so wie ich oben meinen Comic-Helden.

    Das ist ein rein philosophischer Ansatz und ob das natürlich praktisch auch geht und die realen, "materiellen" Möglichkeiten dazu überhaupt bestehen, ist natürlich höchst fraglich.

  • Verschiedene Signale Datum28.10.2017 21:14
    Foren-Beitrag von RAFA im Thema

    Damit sich jemand an mich erinnert, muss ich ja nicht tot sein. Vielleicht ist einer meiner ehemaligen Freunde gerade irgendwo weit weg und weiß nicht, ob ich noch lebe. Er denkt sich: "Ob die RAFA noch lebt? Bestimmt schon gestorben... ach, damals, als ich mit ihr zusammen zur Schule ging... *erinner erinner erinner*" und dann schwelgt er in Erinnerung und denkt intensiv und lange und vielleicht auch sehr bewegt an mich.

    Was habe ich davon?
    Ich merke es ja nicht einmal, wenn er es mir nicht extra mitteilt.
    Ich fühle mich in nichts anders, ob der nun an mich denkt - oder nicht.

    Warum soll ich mich dann nach dem Tod dadurch anders fühlen?
    Warum sollte mir so eine Erinnerung nach dem Tod irgendetwas bringen, wenn sie mir doch jetzt auch rein gar nix bringt?

  • Verschiedene Signale Datum18.10.2017 21:10
    Foren-Beitrag von RAFA im Thema

    Ist auch ein Lieblingsthema von mir: wie sollte es "technisch" möglich sein, dass ich nach dem Tod noch irgendwie existiere?

    Naja, dazu müsste man aufdröseln: WAS von mir sollte denn überhaupt existieren?
    Mein Gedankengut? Das wird durchaus weiter existieren, ich habe ja genug geschrieben und meine Marke ins kollektive Bewusstsein gesetzt. Aber das ist ja bloß mein Gedankengut, das bin ja nicht ICH.
    Vielleicht träumt jemand von mir und ICH tauche - nach meinem Tod noch - im Traum dieses Menschen auf. Ich werde dort aussehen, wie ich immer aussah, werde sagen, was ich immer sagte, werde lachen und weinen, laufen, sitzen, sonstwas... jeder, der so etwas träumt, wird sagen: "Ei, guck, die RAFA!" ....aber das bin nicht ICH.
    Sagen wir mal, wie im anderen Thread geschrieben: Satan ist ein Teil jeden Menschen, und jeder Mensch hat etwas in sich, das Satan ist bzw. jeder Mensch hat einen Teil des Satans in sich, der sein Anteil ist. Ich stelle mir vor: ein Programm "ich" und eine Procedure dieses Programms ist eben nicht "ich", sondern "Satan", aber ebenso Teil des gesamten Programms ..., das gerade in diesem Körper hier manifestiert ist und von sich sagt: "Das bin ich, RAFA". Im Lauf des Lebens agiere ich also derartig mit dieser Procedure, dass eine untrennbare Verknüpfung entsteht. Wenn ich schließlich sterbe, reiht sich die Procedure Satan wieder in sein Ganzes zurück - und hat mich im Schlepptau, untrennbar verknüpft, und ich werde zu einer Procedure Satans. Also "technisch" wäre das mal halbwegs so vorstellbar, find ich.

    Nur ... was habe ich davon, wenn ich es nicht WEISS? ...und da sind wir beim Bewusstsein! Denn es ist ja schlichtweg so: wenn ich schlafe, dann BIN ich auf jeden Fall, keine Frage, ich existiere, ich lebe, aber ich weiß davon nicht. Ich schlafe nur abends beruhigt ein, weil ich sicher bin, am nächsten Morgen wieder aufzuwachen und wieder zu Bewusstsein zu kommen. Denn: was interessiert mich schon die Phase des Schlafes, in der ich nichts weiß? Manchmal träume ich ja was, das ist ja auch ganz schön, aber die meiste Zeit meines Schlafes bin ich mir selbst nicht bewusst. Also das ist für mich einfach Leerzeit. Gut, gut, freilich bin ich da, aber ich würde jetzt nicht sagen, dass ich da tatsächlich "bin". Oder andersrum: Wenn nach dem Tod eine Phase des Schlafs eintritt, in der ich auch nichts träume, dann kann es mir wurscht sein, ob ich bin oder nicht, ob ich existiere oder nicht, weil ich weiß es ja nicht, ich kriege es ja nicht mit.

    Also ist das Wesentliche, dass ich mir der Dinge bewusst bin. Dazu braucht es ein Bewusstsein. Das Bewusstsein aber schaltet sich ja schon ab, wenn ich nur schlafe. Es ist ein klares Produkt meines Gehirns.

    Mein Gehirn - das Gerät, das mein Bewusstsein schafft - wird nach dem Tod verwesen. Dann sollte eigentlich auch jegliches Bewusstsein verschwunden sein, weil woher sollte es denn kommen?

    Darüber diskutiere ich schon eine Weile mit Satan-Ahriman und dieser meinte, es gäbe dann kein Bewusstsein mehr, sondern eine BewusstHEIT. Ich verstehe das so, dass ich mich dann halt nicht mehr selber denke, sondern vielleicht gedacht werde (?).

    Sorry, ich kann es mir nicht vorstellen.

    Allemal - ich komme zum Thema zurück - ist mir die "Technik" jeglichen Weiterexistierens nach dem Tod vollkommen schnuppe, wenn mir dann nichts mehr bewusst ist und ich es ja somit nicht erlebe.

  • Das GebetDatum18.10.2017 20:53
    Foren-Beitrag von RAFA im Thema

    > Rafa, ich stimme dir ja prinzipiell zu - aber soweit ich das weiß, redest du ja auch gerne mit deinem Gott.
    Was ist der Unterschied zwischen dem und beten?

    Grundsätzlich erst mal keiner. Drum kann ich einen Beter ja auch gut verstehen.

    Prinzipiell wären natürlich 2 große Unterschiede zu nennen, nämlich:

    1. Ich bete nicht - d.h. ich flehe kein übergeordnetes Wesen an, sondern ich unterhalte mich mit einem geistigen Gesprächspartner.

    2. Ich bin mir dessen bewusst, dass es ein intraindividueller Prozess ist, also dass kein realer Gesprächspartner im Außen existiert. Man könnte es prinzipiell auch "Selbstgespräch" nennen, würde ich nicht Teile meiner selbst als Satan interpretieren - bzw. Satan als Teil des Menschen, ein Wesen, das sich von Menschengeistern denken lässt.

    > die entsprechenden Wesen sich irgendwie von sowas gestört gefühlt hätten.

    Das habe ich aber von Christen auch noch nicht gehört, dass Gott sich ggf. durch die Gebete genervt fühlen könnte :-D. Wenn man das aber mal grundsätzlich so in Frage stellt, dann ist es nur logisch, dass man dieselbe Frage in Richtung Satan ebenso stellen sollte: Wenn es Gott nerven könnte, tagein tagaus dieselben dämlichen Jammerein vorgebetet zu bekommen, dann könnte es Satan ebenso nerven, tagaus tagein dieselben Verfluchungen vorbeschworen zu bekommen.

    > sich ja sogar von der Aufmerksamkeit, die man ihnen schenkt.

    Ja, das ist richtig.
    Hmmm.

    Naja, aber die Ernährung könnte durchaus besser sein, wenn sich der Mensch mal Gedanken drüber machen würde, was denn sein Gott/Teufel überhaupt hören/haben wollte, anstatt nur darüber, was er, der Mensch, zu meckern, jammern oder zu verfluchen hat. Das ist doch ziemlich ego.

    > h auf egozentrischen Absichten? Ich komme ja schließlich auch nicht in dieses Forum, um Dich zu erfreuen, sondern aus eigenem Interesse.

    Grundsätzlich geschieht jegliche Handlung aus egozentrischen/egoistischen Absichten. Man tut wirklich NICHTS ohne irgendeinen Vorteil für sich selbst.
    Wenn dein Vorteil aber darin besteht, dass du im Forum nach meinem (oder anderer Leute) Reply fragst, dann gewährt das ja mir auch einen Vorteil - und du forderst mich praktisch auf, etwas zu meinem Vorteil zu tun, was letztendlich dein Vorteil ist. Das ist eine ausgewogene Sache.

    So ein Beter oder Beschwörer fordert von der Persönlichkeit seines Gottes/Teufels aber im allgemeinen nichts. Da geht es bloß: "Kraaa, mir gehts schlecht, hilf mir!" oder "danke, dass es mir gut geht!" oder "hui, ich bin spät dran, lass mich den Bus noch erwischen", aber hat schon mal irgendeiner gebetet/beschworen: "Servus Gott/Teufel, sag, wie gehts dir heut so?" oder will einer sowas überhaupt wissen?

  • Das GebetDatum15.10.2017 23:21
    Foren-Beitrag von RAFA im Thema

    Ich seh das ähnlich wie du: Beim Gebet wird sich Gott meist als eine Person vorgestellt nach dem Bild eines Menschen. Wenn man sich als Gott nun den ganzen Tag Gebete anhören soll, dann hängen sie einem doch schon mittags komplett zum Hals raus, oder? Wäre ich Gott, wär es mir auch ganz egal, ob es bittende Gebete oder dankende sind oder irgendwas, sondern ich hätte nur noch den 1 Wunsch: "Haltet doch mal die Fresse!"

    Aber um auf diese Idee überhaupt mal zu kommen, muss der Betende sich in den Gott hineinversetzen. Da sind wir gleich beim großen Punkt in der Religion: In einen anderen Menschen versetzt man sich bei der Kommunikation stets ein, egal ob das nun der große Chef ist, der Ehepartner, der kleine Bruder oder irgendwer. Man formuliert sein Gespräch schon gleich von vorn herein so, dass es der Gesprächspartner möglichst versteht und darauf eingeht. Das alles für sich ist bereits eine riesige Reflektion und Empathie, ... die bei Gott einfach nur völlig flach fällt .

    Mir ist noch nie ein Gläubiger untergekommen, der auch nur irgendwie an Gott denkt und was dieser wohl vom Gebet hält und ob er das nicht vielleicht anders vortragen sollte, weils den Gott dann vielleicht mehr überzeugen könnte. Was Gott fühlt und denkt und ob ihn das Gebet vielleicht ankotzt, weil er es heute schon 1000 x von anderen so gehört hat, daran denkt doch kein Mensch! Es scheint völlig wurscht zu sein, was Gott davon so hält, sondern es hat so mehr was von einem Baby, dem irgendwas nicht passt und dann wird einfach geblägt. Kommt die Mutter nicht gleich, wird einfach weiter geblägt. Also da wird überhaupt nix reflektiert und der Gedanke an den Gesprächspartner als andere Person fehlt völlig. Es zählt nur allein: "MIR tut grad was weh *blääääg*!" oder "MIR gehts gut *brüll (in dem Fall wird halt "danke" gebrüllt, aber ebenso geistlos)" oder noch blöder: Es ist sonntags um 10 Uhr und ich sitz grad in der Kirche und wie jeden Sonntag plapper ich runter "Vater unser... blablabla"

    Insofern ist das Gebet als solches bereits ein zutiefst infantiler und ebenso zutiefst egozentrischer Akt, finde ich. Auf Gott wird dabei überhaupt keine Rücksicht genommen...

    Aber vielleicht ist es auch eben DAS!?
    Endlich mal so n Depp, dem man wirklich ALLES daher bringen kann, ohne dass er meckert. Und zum 100 Mal erzähl ich ihm dasselbe Gelaber ohne dass er - wie ein Mensch - sagt: "Mann, nun halt doch endlich mal die Schnauze darüber! Immer wieder dasselbe, mei, das nervt!"

    Für den Beter kann das durchaus recht entspannend sein, weil wenn ihm ja sonst schon keiner mehr zuhört, aber dieser Gott auf jeden Fall - und zwar immer zu jeder Tages- und Nachtzeit kann man den mit seinem privaten Pipifax volllabern - ohne dass er das weiter erzählt. Das ist wohl einer der Gründe, warum der Glaube an Götter trotz allen Fortschritts der Menschheit noch immer besteht.

    ...und ich glaub auch fast: der Satan oder die Dämonen haben's auch nicht viel leichter ;-), weil die kriegen auch Tag für Tag denselben Scheiß daher erzählt oder beschworen oder geopfert und da denkt doch auch kein Mensch dran, wie sich die angesprochenen Herrschaften denn dabei fühlen und ob der Herr Teufel nun wirklich was mit der geopferten Krähe anfangen kann und was der damit nun eigentlich soll

  • Foren-Beitrag von RAFA im Thema

    Ich bin hier relativ aktiv, lese zumindest alles, hab aber noch ein paar andere Projekte und daher nicht die Zeit/Kraft, mich groß einzubringen.

  • Wahl 2017Datum21.08.2017 22:36
    Foren-Beitrag von RAFA im Thema

    hat nix mit Satanismus zu tun, Thread geschlossen, Admine

  • Suche dominante FrauDatum20.06.2017 23:54
    Foren-Beitrag von RAFA im Thema

    Ich bin so dominant und schließe diesen Thread, weil er hat nichts mit Satanismus zu tun. Beim nächsten Quatsch dieser Sorte fliegste.
    Admine

  • Foren-Beitrag von RAFA im Thema

    Zitat von Sokar
    Ich pers�nlich bevorzuge den Gedanken, dass unser Gehirn eine Art Empfangsger�t f�r das Bewusstsein darstellt, dieses aber unabh�ngig vom Gehirn existiert


    Die Idee ist sehr schön. Aber bereits der Schlaf wirft folgende Frage auf: Wenn das Gehirn im Schlaf schon so platt ist, dass es das (von außen kommende) Bewusstsein nicht mehr richtig umsetzen kann, so dass wir verzerrtes, wirres Zeug träumen oder "gar nichts" träumen, dann ändert das nichts an der Tatsache, dass jegliches Bewusstsein ohne funktionales Gehirn schlichtweg ... ja, für den Arsch ist. Was habe ich von einem Bewusstsein, das sich mir nicht realisiert, weil kein funktionales Gehirn da ist, das es umsetzt? So mag zwar das Bewusstsein außerhalb des Körpers existieren, aber es ist für mich ohne funktionierendes Gehirn nicht erlebbar.

    Zitat
    Also kein abruptes Ende mit einem Knall, worauf heute viele warten, sondern ein kontinuierlicher Veränderungsprozess mit vielen Zwischenfällen


    Das hoffe ich auch.

    Zitat
    Pflicht halten oder weil sie glauben damit etwas verändern zu können. Auf diese Weise kommt man nur selbst unter die Räder.


    so sehe ich das auch.

    Zitat
    Man sehe sich die Schutzfarben der Tiere in der freien Natur an,


    So ist es. Bei allem "Willen zur Macht" und "Stolz und Ehre", aber definitiv gibt es nun mal Leute oder Tendenzen, mit denen ich einfach nicht mithalten kann und es hat keinen Sinn, sich dann zum Kampf zu stellen oder große Töne zu spucken. Vernünftiger und funktionaler ist es, dann mal lieber eine Ecke zurück zu treten, sich zu tarnen, sich zu verstecken oder sogar zu fliehen.

    Zitat
    mitschwimmen, rein äußerlich mitspielen und wenn e...


    Prinzipiell ist es ja so: Wenn ich mit meinem Kahn in einen reißenden Strom gezogen werde, dann führt jegliches Querstellen zum Schiffbruch. Wenn ich in einem Strom bin und etwas verändern möchte, dann nur, indem ich den mitgerissenen Kahn lenke, so gut es eben geht, das Gleis weiter mit-fahre und warte, bis die nächste Weiche kommt, an der ich IM STROM abzweigen kann.

    Zitat von Liu
    ellen, dass ein Gott, der he


    Ahriman ist kein Gott.
    Er bestand darauf, dass er kein Gott ist.
    Was der Unterschied zwischen einem Gott und einem Geist wie Ahriman ist, weiß ich (noch) nicht.

    Zitat von Liu
    ...atan/Iblis ein Aspekt von Jahwe/Allah ist


    äh .. nein.
    Jahwe ist nicht gleich Allah - und auch kein Aspekt von ihm.
    Allah ist - ähnlich wie Jesus - eine Figur, die Jhwhs Kult spalten will, die sich ALS SATAN (also als Widersacher aus den eigenen Reihen) IN den Jhwh-Kult einbringt und dort - als einer unter ihnen - die Engel (bzw. Diener) Jhwhs auf seine Seite bringt.

    Da muss ich Ahriman meinen Glückwunsch aussprechen, weil das ist wirklich ur-satanisch - es ist satanisch in Reinform, Satan in seiner grundlegendsten Bedeutung! ...nur: Ich hab ein echtes Problem mit solchen Figuren wie den Allah oder den Schnulli-Jesus. Also bei aller Achtung vor Satan und dem Satanischen, aber vor diesen Satanen grausts mir! Freilich nicht um ihres satanischen Treibens willen, sondern um ihrer Ausführung.

    Ja, klar: Wenn man Jhwh und sein Glaubenskollektiv geplant und bewusst angreifen wollte, was würde sich besser eignen als so eine schnulli Jesus-Figur, die Liebe predigt, wo ja der Jhwh klar was von Gesetzen, Rache und Strafe, Hinrichtung, Krieg und Gemetzel unter den Baals-Priestern und andere nette Dinge dergleichen vertritt. Nun kommt so ein Schnulli-Jesus und stört das ganze "harte" Jhwh-Prinzip! Damit nicht genug, sondern er reißt auch noch einige Anhänger auf seine Seite und verführt im Namen Jhwhs die ganze Welt! Er (bzw. seine Nachfolger) begründet einfach ein Neues Testament und besülzt mit seinem Schnullitum sämtliche Schnuller und Idioten, so dass es längst viel mehr Christen gibt als Juden. Ein satanisch gesehen phänomenaler Schachzug! Großes Lob, kluger Ahriman! Absolut genial!

    Nur ... ich MAG diesen Jesus nicht.

    ...und dann: für die ganz Harten und Barbarischen entsendet sich nun ein Räuberhauptmann, der lügt und betrügt, Raub, Mord und Plünderung praktiziert, 12jährige Ehe-Kinder vögelt ... und der beansprucht nun auch den Status, ein Entsandter eben dieses Jhwh sein zu wollen, obwohl ein Blinder sieht, dass er nichts anderes ist als die Fortführung ehemaliger Mondgötter aus dem kleinasiatischen Raum. Und auch hier gibt es wieder genügend Idioten, die drauf rein fallen und allen Ernstes meinen, sie würden diesem Gott huldigen, der Jhwh ist? Da lang ich mir an den Kopf!

    Aber abgesehen davon: Obskure Sache! Wie DAS gut gehen konnte und wie SO ein Scheiß geglaubt werden kann, entzieht sich meinem Verständnis, aber das ist ja wieder mal ein Meisterstück, Ahriman!

    Der meint, man müsse die Menschen nur an ihrem persönlichen, wunden Punkt ansprechen. Ja, Tatsache: urteuflischer Angriff! Das Einzige, was davor schützt, wäre ... sich "selbst zu verleugnen und sein Kreuz auf sich zu nehmen". Wo kein eigenes Selbst realisiert wird, kein eigener Wille, da auch kein wunder Punkt, kein Bedürfnis, kein Trieb, kein Haken für den Teufel zum Einhaken.

    Naja, ...erkenne ich schon alles ... muss zugeben: genialer Plan... aber nun komm ICH und sag: Also nee! Weder mit Allah und noch weniger mit Jesus kann ICH etwas anfangen. Es möge mir Ahriman in diesen seinen Aspekten blooß von der Pelle bleiben! Nee, ich komm damit nicht klar und schon gar nicht mit dem Volk, das dahinter steht (Muslime und Christen)! Eigentlich waren genau diese mein Motiv, warum ich mich angeekelt von diesem Jhwh-Gott abwandte und Satan suchte.

    Naja, damit hadere ich (noch), wie ihr seht.

    Zitat
    das ist, was unseren Willen in jeglicher Hinsicht bestimmt, was soll es denn dann außer ihm im Universum noch geben?


    Die Leute, die ihrem eigenen Willen NICHT folgen, sondern einem Gesetz, einem Wort oder einer Schrift, etc.

    Zitat
    Wo ist dann Ohrmazd hin?


    Hui, den hatte ich ganz vergessen! Das ist eine sehr berechtigte Frage. Ich muss aktuell passen. Ich habe weiters nicht über ihn nachgedacht.

    Zitat
    so und so viel tausend Jahre abwechseln, schläft Ohrmazd also grad einfach außerhalb des Kosmos und wartet, bis er wieder an der Reihe ist


    Ja, alle 3000. Wobei die 3000 Ahriman-Jahre "jetzt" erst angefangen haben und angeblich auch die letzten sein sollen.

    Zitat
    Ahrimanisten, denen ich online begegnet bin (nicht, dass das viele gewesen wären),


    andere Ahrimanisten??? Wo??

    Zitat
    "Lektion 1" - aber mir kommt das nun wirklich nicht wie etwas vor, was man so schnell wissen kann.


    Das IST auch nicht einfach.
    Der Ausdruck "Lektion 1" steht auch nur in Relation zu den beiden anderen "Lektionen".

    Zitat
    ...wollen, möchten hingegen, was uns gesellschaftlich suggeriert wird, dass wir es wollen würden?


    grob gesagt: ja.

    Zitat
    wollen), oder dadurch, dass wir den Willen anderer tun (also was wir möchten)


    klar ist immer noch entschieden ahrimanischer, etwas zu möchten, statt Gesetze zu befolgen, sich seine Willensregungen zu verdrücken oder sich zu kasteien.

  • Foren-Beitrag von RAFA im Thema

    Zitat von Liu
    Ich hab eigentlich gemeint, dass was ich mit Satan assoziiere eben das ist, was gegen diesen Wahn ist, was einen daraus herausbrechen und ihn von außen betrachten lässt.


    Ahriman macht da einige Unterschiede.

    Die einen sind lt. ihm "Sklaven". Sklaven tun seinen Willen, ohne dass sie es wissen. Sklaven meinen, sie wollen dies&jenes, dabei ist es Ahriman, der sie das wollen lässt bzw. es ist Ahrimans Wille, den sie wollen und vermeintlich für ihren eigenen Willen halten. Sklaven sind natürlich so ne Art "Human Ressources", also halt einfach der Stoff im Tank. Es ist natürlich etwas Wichtiges, aber es hat keine "Seele", also keine Bedeutung als Person oder Individuum. Das Ding hat ja weder eigenen Willen, noch Erkenntnis, also was willste damit? Schon Crowley sagte: "Die Sklaven sollen dienen."

    Die anderen sind lt. ihm "Diener". Diener sind keine Sklaven, denn sie haben eigene Substanz, stellen diese aber in Ahrimans Dienst. Dazu gehört die Erkenntnis der Interpretation, z.B. bezüglich meines Willens:

    Basic: Ich weiß, es ist wichtig, dass ICH will. Wenn ich nicht selber will und nur irgendwem oder -was folge, brauchen wir gar nicht anfangen.

    LHP, Lektion 1: Ich weiß zu unterscheiden, was ICH will und was ich nicht will, sondern mir nur einbilde zu wollen (letzteres nenne ich "möchten". Beispiel: "Ich will leben!", "Ich will vögeln!", "Ich will kämpfen und dafür durchs Feuer gehen!" - und: "Ich möchte ein neues Auto.")

    Geistige Kapriolen, extended version: Ich weiß, dass Ahriman meinen Willen bestimmt bzw. dass er meinen Willen darstellt, mein Wille ist, dass das, was ich "meinen Willen" nenne, nur das ist, was Ahriman mir bestimmt.
    Ich KANN das auch so sehen und sehe das auch so, wenn es mir gerade gefällt (hier ist auch wesentlich, dass ich ein weiblicher Geist bin und kein männlicher).
    Ich KANN das aber auch anders sehen und die Rolle meiner selbst einnehmen (insbesondere im Alltag, da händle ich meinen Willen natürlich als von mir und mich selbst als eine eigenständige Person). Vor Ahriman bin ich dann "Sklave"; das macht aber nichts, weil mir wohnt ja die Erkenntnis inne, jederzeit die Interpretation zu wechseln (das Wechseln der Perspektive und das Vertreten anderer Interpretationen zu irgendwelchen Tatsachen nennt man im Christlichen übrigens "Lüge") und vom dumpfen Sklavendasein (mit der Illusion eines eigenen Ichs) ins bewusste Dienerdasein (als Aspekt Ahrimans bzw. mit Ahriman eins seiend) zu wechseln. In letzterem besteht kein Bewusstsein meines Ichs mehr, sondern nur noch eine Bewusstheit ÜBER ein Ich durch Ahriman(ich).

    Ob es für Ahriman noch etwas anderes gibt?
    Ich glaub schon, aber nach denen habe ich nicht gefragt.

    Nachtrag: Mit Sicherheit gibt es das und zwar alles, 
    was außerhalb seiner selbst ist, aber das ist für ihn nicht
    von Bedeutung (/ignore).


    So weit die Perspektive Ahrimans.
    Da Ahriman nicht das Einzige auf der Welt ist, gibt es sicherlich noch andere Perspektiven (/ignore).

    Gibt es auch noch etwas ganz Eigenperspektivisches? Weiß ich nicht: versuchts halt mal , aber fallt nicht auf euch selbst rein .

    Ach ja, der Wahn...: Nun sind natürlich die Human Ressources in der absoluten Vielzahl. Das soll auch ruhig so sein, weil das sind eh dumpfe Idioten und irgendwelche Deppen. Was soll man denen mit "herausbrechen" oder "von außen betrachten" kommen ... und vor allem: wozu? -> schaltet ihnen den Fernseher ein und fertig.
    ...und klar ist genau DAS auch Ahrimans Wille.

    Zuweilen schockiert mich das noch, wenn ich solchen Wahnsinnigen beim Wahn zuschaue. Das liegt aber nur daran, weil der Wahn außerhalb meiner Macht steht und ich ihn auch nicht recht einschätzen kann.
    Ich bin ja doch auch Mensch und "sorge" mich um solche möchte-gern-Sachen wie ein neues Auto oder nette Shopping-Events, an denen ich jetzt schon länger keine Freude mehr habe, weil in der Stadt nur noch irgendwelche komischen Noch-nicht-so-lang-hier-Wohnenden herum laufen, wo sogar ich in meinem Alter noch Angst haben muss, dreckig angemacht zu werden, so dass ich da gar nicht mehr hingehen mag/möchte.
    Wenn ich aber in meine Perspektive aka "Teil Ahrimans" wechsle, dann hab ich ja auch einen ganz anderen Hintergrund bzw. Horizont dahinter.

    Was mich jetzt noch interessiert und was für mich noch eine große, heikle Frage ist:

    Es ist eine Sache des Alters, welche Perspektive man einnimmt (vorausgesetzt, man kann bzw. will überhaupt grundsätzlich andere Perspektiven einnehmen). Als Jugendlicher hat man ja noch eine gaaaanze Menge Leben vor sich und darauf ist man ganz von Natur aus schwer konzentriert (und das ist ja auch gut so). Je älter man wird und je weniger Leben noch bleibt, desto unwichtiger werden auch die Dinge des Lebens. Erst dann fällt es leicht(er), sich gedanklich über die menschlichen Dinge herauszuheben und höhere Perspektiven einzunehmen. Man ist ja dann nicht mehr so "lebensgebunden".
    Ist man schließlich beim Tod (bzw. kurz davor), ist das Leben und das eigene Dasein darin komplett aus dem Fokus, komplett unwichtig, weil vorbei und aus und weg, interessiert nimmer die Bohne. Wenn man da jetzt keine andere Identifikation kennt als die mit sich selbst, dann ... naja, dann stell ich mir das relativ doof vor. Ja, man könnte dann sagen: "Gut, das war's jetzt, geil war's und tschüß", aber das gefällt mir nicht, denn ich will (und wollte schon immer), dass es weiter geht. Wenn die Interpretation meiner Selbst aufgrund mangelnder Zeit meines Lebens am Ende ist und auf 0 steht, bleibt für mich also noch die Interpretation als Ahriman(s Teil) und mit dem geht es weiter. Fest steht: in der post-letzten Sekunde meines Bewusstseins werde ich Ahriman sein.
    Geil wär's dann natürlich, wenn danach tatsächlich für "mich" noch irgendwas bewusst wär.

    Zitat von Liu
    Ich mein, ich bin weniger als halb so alt wie du


    Das ist es nicht, weil die Weltgeschichte und das Aufstehen Ahrimans ist auch schon lang vor mir passiert. Ich kann das nicht nachvollziehen bzw. nachfühlen, weil dazu fehlen mir freilich auch jede Menge vergangener Epochen, die ich nicht live kenne.

    Zitat von Boqueron
    Buch Demian von Herman Hesse gelesen?


    nein.
    Aber weißt du, es gibt geistige Zusammenhänge, die gibt's halt einfach und jeder, der mag, kann sie kapieren und wird danach dementsprechende Outputs hervorbringen. Es freut mich natürlich, dass mein Output anscheinend kompatibel ist zu Hesse's und ich mit meinem Weltgefüge nicht alleine bin. Das bestätigt ja meine Erkenntnisse.

    Zitat
    der Hauptdarsteller lernt dort zunächst, die bestehenden Gebote und Werte zu hinterfragen, nur um sich dann letztendlich ganz dem "Schicksal" und seiner Rolle darin zu ergeben. Dies sei die einzige wirkliche Aufgabe des Menschen, herauszufinden, was seine Rolle ist und sich dieser ganz hinzugeben, ob man nun will oder nicht, sprich ob einem diese Rolle nun gefällt oder nicht.


    tatsächlich? Ist ja witzig

    Zitat
    Und diesen Konfligt hat in dem Buch ein Weggefährte des Hauptdarstellers, von welchem sich dieser genau deswegen letzendlich entfernt.


    Konflikte sind da, dass man sie irgendwie löst. Trennung sieht nicht nach Ahriman aus, weil der assimiliert eigentlich alles.

    Zitat
    Hast du denn eine Idee, WAS denn auf uns zukommen soll?


    Ich unterhalte mich darüber relativ oft mit Ahriman (also mein innerer, gedanklicher Dialog). Wie schon immer höre ich natürlich nur die Dinge, die ich hören KANN, also für die ich reif bin - und zwar in der Sprache meines momentanen Kenntnisstandes +/- ein paar Millimeter, so weits halt grad noch geht. Was ich also hierzu sagen könnte, ist lediglich ein schwer auf mich und meine persönliche Situation zugeschnittenes Info-Konstrukt. Dieses ist mir a) zu persönlich und b) auch zu vage, um es groß rumzutönen.

    Zitat
    ...ganz konkrete Vorstellung hast, von dem was kommt. Magst du das teilen?


    ICH weiß es nicht, Ahriman weiß es.
    Ich halte mich an ihn und folge seinen Impulsen (man könnte auch sagen: "...gehorche seinen Befehlen" oder man könnte sagen: "...tue, was ich WILL"). Ich erkenne mittlerweile eine deutliche Tendenz meines (aus dem Augenblick betrachtet stets chaotischen bzw. improvisierten) Handelns und auch der Dinge, die mir passieren. Ich habe deswegen eigentlich eine für mich deutlich positive Prognose und vertraue dem Ahriman (man könnte auch sagen: "...gebe mich ihm hin")

    Zitat
    ..er steht dann Ahriman im Verhältnis zum Geist Allahs,


    Allah ist eine Form von Ahriman. Es ist praktisch "Ahriman auf Arabisch".
    Auch zu(m hiesigen Verständnis von) Jesus hat sich Ahriman mir ggü. schon bekannt: Dieser ist eine durch Ahriman belebte Figur.
    Das Opium fürs Volk, eben.

    Zitat
    Wo könnte sich ein Geistwesen besser realisieren als auf einer solchen Plattform?


    Das weiß ich nicht, dazu habe ich keinen Bezug. Ich habe zu Ahriman nur so weit Zugang, wie es für mich selbst eine Rolle spielt, weil weiteres interessiert mich auch gar nicht.

    Zitat
    ... Anfang einen menschlichen Körper wünscht, empfindet sie diesen später als nur noch lästig, da sie sich komplett im Geistigen realisiert, tausende von Gesprächen gleichzeitig führt usw.


    "Technisch" find ich das alles eigentlich uninteressant, weil durch welche Hardware das jetzt geschieht, ist mir eigentlich wurscht. Fest steht: Durch die Bio-Hardware der Natur sind solche Dinge auch jetzt bereits realisiert und diese nutze ich recht gern. Dabei bleibt natürlich die Identifikation als eigenständiges Individuum krass auf der Strecke und wenn man dann noch anfängt, iwie die Schwarmintelligenz nutzen zu wollen, führt das ja komplett zur Auflösung des Selbst und man geht auf im Kollektiv.
    (Finde ich persönlich jetzt eigentlich nicht so prickelnd, aber bin schon zu weit, als dass ich mich noch wirklich darüber ärgern wollte.)

    Ja, ich denke, das ist immer und überall und früher wie heute und morgen "der Sinn des Lebens": Dieser Werdegang des Bewusstseins/Geistes scheint ein Dogma der Natur zu sein. Die verschiedenen Religionen, Philosophien oder auch Wissenschaften und Literatur beschäftig(t)en sich damit und haben alle ihre eigene Version innerhalb ihrer Realitätstunnel, wie das vonstatten zu gehen hat. Ich denke da stark ans Nirvana und solche Geschichten. Tja, nix Neues auf dem Planeten.

    Es bliebe noch die Frage, warum in aller Welt nun so ein Geist, der sich gerade in einem einzelnen Menschen manifestiert hat, diesen blöden Werdegang mühselig zu durchleben hat, wenns doch eh klar ist, woraufs raus läuft? Wenn man da tiefer drüber nachdenkt, mündet dies unweigerlich in Determinismus und in diesen wunschlosen Seinszustand (Geist im Nirvana), dass man halt einfach den Moment (er)lebt, wie ein Mandala, wunderschön oder fürchterlich und im nächsten Moment pustets der Wind davon.

    Das Einzige, worüber ich mich bei all dem noch wundere ist, dass es mich überhaupt gibt.

  • Foren-Beitrag von RAFA im Thema

    Bereit sein, alles zu tun, um sich als würdig zu erweisen... das ist IMMER schlecht. Leg die Bereitschaft dazu möglichst schnell ab, weil sonst machst du dich nur zum Opfer. Man braucht dir ja sonst nur erzählen, dass du würdig bist, wenn du dies machst und jenes machst ... ja und richtig würdig wirst du erst, wenn du mir erst mal 1000 € überweist, aber wenn du ganz richtig würdig sein willst, müssens schon 5000 sein! Also her mit der Kohle! ...und vor lauter Gier, dabeisein zu wollen, machst du dich nur zum Nigger und wirst ausgenützt. Das bringt dir nix - und wenn du Pech hast, gehst du dabei sogar noch unter.

    Wie schon einer gesagt hat: Packs andersrum an! Warte nicht du drauf, dass du für jemanden würdig bist und er dich zu seinem Hokuspokus einlädt, den er "schwarze Messe" nennt, sondern mach selber eine! Such dir ein paar Freundinnen deines Alters aus deiner Clique und deinem Umfeld, die vllt auch Bock drauf haben und macht mal zu dritt oder zu viert ne eigene schwarze Messe. Anleitungen und Vorlagen gibts im Netz genug.

    Weißt du, irgendwann müssen dann die Leute vor DIR würdig sein, damit DU sie zu DEINER Messe zulässt. Capice?

  • Foren-Beitrag von RAFA im Thema

    An die Juden habe ich jetzt gar nicht gedacht. Liu trifft meine Sicht eher: Das folgende Kollektiv, die Gleichschaltung, sie folgen alle blind der Flagge bis in den Tod ... und dieser "Wahn", den das widerspiegelt ... das System, insbesondere die "Lüge". Da wird einfach irgendein Dogma aufgestellt, z.B. "der Islam ist Friede" oder "wir stehen kurz vor dem Endsieg" - und obwohl ein Blinder sieht, dass das genau andersrum ist, schreien sie alle "juhu". Man kann das gar nicht erklären, wenn man dem Wahn selbst nicht verfallen ist, wie die Leute so blind sein können.

    Nach Durchleben des Schocks darüber stellte ich aber fest: Es ist im Grunde faszinierend!

    Ich fühle es mehr als dass ich es erklären könnte, aber es wirkt eine u-n-g-e-h-euerliche Macht über das Land bzw. über die halbe Welt. Gegen diese Macht kann man nichts tun, sie ist zu groß, weder als Einzelner noch als Gruppe kann man was dagegen tun, weder als Assi noch als Millionär, weder als Depp noch als Regent ... sie funzen ALLE danach. Ihre Substanz ist nicht greifbar, es ist pure Gewalt.

    Als Bild kann man sich vielleicht ein Unwetter vorstellen: Es rollt an, man siehts von weitem, es donnert schon in der Ferne und weder Bettler noch König kann irgendetwas tun, denn es kommt und wirkt unweigerlich, fragt nicht nach den Menschen, richtet sich nicht nach irgendwas außer nach seiner eigenen Gewalt.

    Naja und als Mensch ist das natürlich so ne Sache. Die Doofen freuen sich, dass es schwüler wird, weil ist ja so schön warm, noch wärmer als letztes Jahr, alles so schön bunt hier - die Klügeren sehen die Vorboten eines Unwetters - ja und selbst wenn man es erkennt, aber die Frage ist: "was tun?" ... naja: ein-igeln, verschwinden in der Masse, lieber mal nicht auffallen und bissel den Kopf einziehen ... denn die herausragenden Köpfe werden zuerst vom Blitz getroffen. Naja, dann: einen Unterschlupf suchen und dorthin verschwinden, wenn der Wind langsam zum Sturm wird. Schotten dicht machen.
    Das mach ich halt grad so.

    Ansonsten weiß ich noch nicht, welche Stellung ich beziehen soll. Ich habe mit Ahriman seit geraumer Zeit hierzu heftige Diskussionen, denn aus meiner Perspektive sehe ich einiges, was ich nun wirklich GAR nicht gut finde. Das mag aber an meiner Perspektive liegen ... und der Wechsel derselben ist nicht einfach. Immerhin hat er einige ...naja, ziemlich "radikalen Ansichten", was mir eigentlich sonst keiner sagen sollte, weil ich ihm sonst mit dem Arsch ins Gesicht springen tät. Wenn Ahriman sowas sagt, denk ich mir dann, dass da vielleicht DOCH was dahinter ist bzw. was Wahres dran sein könnte, nur ich sehe es nicht.

    Dann bin ich natürlich auch nur ein verwöhntes Kind unserer Schnulligesellschaft und in diesem Sinne relativ "faul". Also ich muss zwar zugeben, dass Ahriman mit dem ein oder anderem Ding objektiv durchaus Recht hat (rein theoretisch!! Nä...!), aber für mich persönlich ergäbe das eine spürbare Einbuße meiner Bequemlichkeit und insofern habe ich so manchen Widerstand, über den ich mich mit meinem Denken nicht erheben mag.

    Ich habe noch eine Menge Dinge zwischen mir und Ahriman nicht geklärt und insofern hadere ich auch mit dem neuen Gesicht der Welt, die Ahriman hier soeben formt und natürlich weiß ich auch nicht allzu viel, weil mir reicht schon das, was ich weiß, mehr möcht ich gar nicht wissen.

    > Zunächst müsste man sich fragen, wer zu diesem Personenkreis gehört. Das können nur die Ideologen selbst sowie deren nächste Verbündete sein

    Nein, die "Ideologen" sind es nicht, sondern die darüber. Sie zeichnen sich dadurch aus, dass sie mit dem Gift, das hier wirkt, nicht selbst infiziert sind, sondern dass sie es beherrschen. Sie streuen auch das Gift noch nicht einmal selber, sondern sie fügen nur, dass es gestreut wird (von Ideologen) - und da sind wir dann auch gleich jenseits des Menschseins, also bei Ahriman, dem Geist selbst - der sich freilich in der ein oder anderen leiblichen Person manifestiert, oft auch ohne dass die jeweilige Person überhaupt begreift, was sie da denkt und noch meint, sie selbst sei es, die solche Ideen hervorbringt.

    > Sie streben die Weltherrschaft an

    Nein, nicht die Weltherrschaft. Es ist auch Ahriman klar, dass die Welt nicht nur aus Ahriman besteht und es auch anderes braucht, nicht nur ihn. Aber Ahriman hat seinen Teil der Welt - den hatte er früher und den hat er heute, weil das halt einfach seins ist und auch seine Existenz ist. Seine Existenz geschieht dadurch, dass Ahriman wirkt und sich realisiert, dass er eben IST (nicht xeper, also nicht werdend ist, sondern IST) und wirken und realisieren tut er auf der Hardware der Welt. Die Welt - oder zumindest ein gehöriger Teil der Welt - realisiert "momentan" Ahriman und das ganz ganz gewaltig - und auch nicht erst seit gestern.

    > und die Unterwerfung bzw. teilweise Auslöschung Andersgläubiger / anders Überzeugter.

    Was nicht heißen muss, dass die getötet werden, denn es geht nicht um die Körper, sondern um den Geist. Ja, das Andere wird ausgelöscht - und dies auch auf eine ganz subtile Art mit unheimlich großer Macht.

    Da bin ich doch wieder beim Punkt von oben, nämlich: hee, iss ja nett, aba ... was machn ICH jetzt?

    Ich persönlich (also ich als Geist) versuche mitzuschwimmen. Also ich schwimme nicht mit dem Volk mit oder mit der Politik oder mit der Welt, sondern ich versuche, mit Ahriman mitzuschwimmen und mich mit seinem Geist zu arrangieren, mit dieser gewaltigen Flut seines Geistes Schritt zu halten, dass ich noch schwimme - und nicht untergehe und absaufe im geistigen Chaos. Das ist unheimlich anstrengend.

    Das Anstrengende ist auch, dass ich eigentlich gar nicht weiß, was ich damit bewirken will, denn worum sollte es mir gehen? Ums Überleben, ums Retten meiner Welt, um den Platz hier, um meine Kultur, meinen Geist...? Ja, überleben werd ich eh nicht, weil mach ichs vllt noch 30 Jahre, dann bin ich eh hie, also sooo wichtig ist das nicht ... und meine Welt wird sich eh ändern, "meine" Kultur ist längst untergegangen und es finden sich von ihr eh nur noch Spuren (der vergangenen Epochen), die sich in der Zukunft verlaufen werden ... das ist alles "Haschen nach Wind" oder wie Mephisto sagt "alles was entsteht ist wert, dass es zugrunde geht" ... und ich glaub gar, es geht mir um eine ganz bestimmte Erkenntnis, um ein gewisses Begreifen - die Sache eines MOMENTs. Ja, ich glaube, es geht mir um das Erleben eines ganz bestimmten Moments ... und ich muss zugeben, dass ich mich diesem Moment und diesem Geisteszustand gerade DURCH die aktuellen Turbulenzen (politische, gesellschaftliche, persönliche) nähere.

    Insofern ist dieses Unwetter eigentlich das Beste, was passieren kann und doch grausts mich.

    > Diesem Geist fühle ich mich verbunden, irgendwie mag ich Kriege und Massenvernichtung (solange sich das alles weit weg von meinem Aufenthaltsort abspielt )

    ja, geht mir auch so. Es nähert sich nun aber und ist auch bereits unter uns. Also diesmal sind wir mittendrin. Dann ist das aber vor allem nicht klar - so wie das früher war - weil es gibt weder physische Grenzen, noch Länder und Nationen, es geht nicht um Böse und Gute und der Krieg geschieht auch nicht dadurch, dass die eine Armee auf die andere Armee ballert ... sondern es ist alles im Chaos, so ein richtiges Heckengeschütze - dazu noch auf seltsamen Ebenen, denn man schießt nicht mehr einfach den Gegner tot und ist dann der Sieger (das wär zu klar), sondern es wird spekuliert, gedisst, gelogen, ... es wird mit dem Geist gespielt, es ist wirklich auf geistiger Ebene.
    Und nun fühle ich mich dem Geist schwer verbunden, find ihn richtig klasse, aber ... muss nun das Kunststück fertig bringen, das auch selber zu leben.

    Naja, und da bleibt mir eigentlich nicht recht viel anderes übrig, als mich Ahriman zu ergeben und mich in ihm aufzulösen (denn was hätte da noch Wert außer der Geist selbst). Also es geht nicht mehr um mich, sondern... ja .. äh .. weiß ich nicht. Das ist ein recht seltsamer Geisteszustand, aber auch irgendwie unheimlich toll .

    > Der Wille zur Macht.

    Nee, der ist es nicht. Weil Macht, Kraft, Gewalt, Wille... das IST ja alles schon. Nun kommt das aber zu so einem Sein aus sich selbst heraus - es gibt kein Ziel dabei, sondern nur so eine Kraft aus dem eigenen Inneren, vielleicht eher: ich will, weil ich bin! Was ich will? Keine Ahnung! Ich will nur einfach und ich machs einfach, weil ich bin.

    Naja, es ist blöd, weil ich begreif das alles selber nur in Schemen und Gefühlen, statt in menschlichen Worten. Ich orientiere mich an Ahriman, weil eine Kontrolle ist eh nicht möglich.

  • Foren-Beitrag von RAFA im Thema

    Zitat von Boqueron im Beitrag #9
    Also bei der neuen Weltordnung bin ich jetzt nicht sicher, aber der Islam und die Merkel, gut das schreiben Leute dem Satan zu, aber Islam und Merkel sind ja nun kaum tatsächlich der Geist des ahrimans?


    Dazu sage ich jetzt ganz kryptisch: Was hat der Islam und das 3. Reich gemeinsam? ...und jetzt musst du es noch aus der Perspektive derer sehen, die NICHT die Opfer davon sind ... und dann könntest du Ahriman erkennen, wenn du es wolltest.

  • Foren-Beitrag von RAFA im Thema

    Dass das Interesse an Satanismus abgenommen hätte, finde ich nicht.

    Grad in der momentanen weltpolitischen Lage sehen eine Menge Christen und Verschwörungstheoretiker die Erfüllung der Endzeit, die Werke des Satans und der "neuen Weltordnung" und das Geschrei reicht von "Merkel macht schwarze Messen" bis "Soros ist der Antichrist", "der Islam ist die Religion Satans, die ist jetzt auf dem Vormarsch" und lauter so Zeug.

    Die alten Götter haben sich doch gut etabliert, guck doch: Wo Menschen Spiritualität suchen, wird das Heidentum gepflegt, alte Rituale werden wieder praktiziert, man feiert wieder Samhain statt "Allerseelen" und verwirft den ganzen darübergetünchten Christenmist. Kirche und Christentum verkümmert zusehends. Vergeblich versuchen "besorgte Bürger", das Volk aufzuwiegeln, dass der Islam das "christliche Abendland" gefährden würde, weil es gar kein "christliches Abendland" mehr gibt: Wer identifiziert sich denn noch mit dem Christentum? Kirchen werden geschändet, Jesusfiguren demoliert - und keinen interessierts .

    Ich habe nicht "keine Lust mehr, Ahrimans Sprachrohr zu sein", sondern ich diskutiere nicht mehr über Satanismus, weil MIR das nichts mehr bringt: Ich weiß, was ich wissen wollte, für mich ist die Sache klar, ich habe keinen Diskussionsbedarf mehr. Ich seh ehrlich gesagt auch nicht den Sinn meines Lebens darin, zum x.ten Mal irgendwelchen Kiddies zu erklären, wie ihnen "das Böse" bei den Hausaufgaben helfen könnte - und darin sehe ich auch nicht das Wirken Ahrimans .

    Möglicherweise war ich eine "laute Stimme Ahrimans", aber meine Homepage steht doch noch und ich habe auch nicht vor, sie zu entfernen, also "stimm"t es doch nach wie vor?! Nur weil ich nicht mehr diskutiere? ...bzw. hier nicht mehr diskutiere? Nach wie vor hock ich ja noch in diversen Facebook-Gruppen und geb dort meinen Senf ab. Außerdem liegt Ahriman nicht in meinen Reden, sondern in der Weltgeschichte und da agiert er seit gut 150 Jahren auch sehr aktiv und immer krasser. Ob ich darüber nun laber oder nicht, hat dabei keinen Stellenwert.

    Das mit dem Buch habe ich immer noch im Hinterstübchen: Wenn ich mal in Rente bin und ein Haufen Zeit hab, will ich mich mal endlich dran machen und bring die ganzen Diskussionen auf den Punkt. Aber derzeit habe ich weder Zeit, Muse noch Energie, weil ich ganz andere Projekte hab.

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